Aus der Region, Veranstaltungen, Wissenswertes

Generationenwerkstatt im KörberHaus

Beitrag: Boike Jacobs

„Kommen überhaupt Jugendliche?“, frage ich mich zu Beginn des Treffens im neuen KörberHaus. Erstmals wurde zu einer Bergedorfer Generationenwerkstatt eingeladen, bei der es um ein inspirierendes Miteinander von Jung und Alt gehen sollte.  „An zwei aufeinander folgenden Workshop-Tagen erarbeiten die Teilnehmenden Projektideen für ein besseres Miteinander. Unterstützt werden sie dabei von inspirierenden Referent:innen und sogenannten Moderator:innen, die eine breite Expertise und Vernetzung in ihren Bereichen mitbringen. Im Anschluss an die Generationenwerkstatt haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihr Projekt mit Unterstützung der Körber-Stiftung in die Umsetzung zu bringen.“

Von Anfang an in intensivem Gespräch. Alle Fotos: Bente Stachowske

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Plattdeutsche Texte

Waterski

Beitrag: Jürgen Sakuth

Quelle: Heinrich Evers „Dat dröfft doch mal seggt warrn!“
(Balticum Verlagsgesellschaft und Werbeagentur GmbH)
Illustration: Elke Grotelüschen

Matten Bollmann weer in‘ Summer mit sien Ollern in Oostholsteen
west un harr op’n See in de Neede vun Süsel tofällig de Waterskianlaag
klook kregen. Dat gefüll em avers bannig, wat he dor seeg. De sportli-
che Jung harr al jümmers veel Spooß an ‚t Water hatt, un he wünsch sik
vun nu of an nix duller, as sülvst ok dat Waterskilopen to lehr’n.
Op sien Wunschzettel to Wiehnachten, dat verwunnert jo nich, stünn an
eerste Steed en Poor Waterskier. Un dor Matten jümmers flietig weer, un
sien Öllern bannig tofreden mit ehrn Jung ween, harr de Wiehnachts-
mann em ok de Skier ünnern Danboom leggt. Matten weer överglücklich
un tofreden, un he strahl över de ganze Snuut. Sien gröttste Wunsch
harr sik to Wiehnachten erfüllt.
Vuntjohr seet ok Opa Freerk mit bit Bescheren dorbi. He lev al poor
Johr alleen in de Olen-Residenz un höög sik bannig, wat he in de Hillig
Nacht in’n Krink vun’e Familie sien kunn un nich alleen in de Residenz
sien müss. He weer baff un kunn’t meist nich glöven, as he höör, een
kunn ok op’t Water mit Skier lopen. As he sik an‘ Hilligavend weller
vun de Familie verafscheedt, men he denn noch to sien Grootkind:
„Na, Matten, nu muttst du di jo blots noch ’n afschüssigen See söken,
dormit du mit de niegen Dinger ok düchtig in’e Gang’n kümm.

Geschichten und Gedichte

Der Juli

Still ruht die Stadt. Es wogt die Flur.
Die Menschheit geht auf Reisen
oder wandert sehr oder wandelt nur.
Und die Bauern vermieten die Natur
zu sehenswerten Preisen.

Sie vermieten den Himmel, den Sand am Meer,
die Platzmusik der Ortsfeuerwehr
und den Blick auf die Kuh auf der Wiese.
Limousinen rasen hin und her
und finden und finden den Weg nicht mehr
zum Verlorenen Paradiese.

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Freizeit & Reise, Wissenswertes

Vermeer, der Maler der Geheimnisse

Beitrag: Boike Jacobs

Er hat insgesamt nur 37 Bilder gemalt, die meisten von ihnen über mehrere Jahre – im Gegensatz etwa zu Rembrandt, von dem 350 Gemälde bekannt sind. 28 meist kleinformatige Werke von Jan Vermeer van Delft waren nun im Rijksmuseum von Amsterdam ausgestellt – die erste Gesamtschau dieses Meisters aus Hollands „Goldenem Zeitalter“, in dem der Reichtum und damit auch die Kunst zu ungeahnten Höhen wuchsen. Und zu ungeahnten Höhen wuchs auch die Zahl der Besucherinnen und Besucher, die diese Ausstellung sehen wollten. Schon weit vor der Schließung wurden keine neuen Karten verkauft, dafür aber im Internet mit Preisen weit über 200 € angeboten.

Amsterdams Rijksmuseum während der großen Vermeer-Ausstellung. Foto: wikipedia

Ende Juni wurde die Ausstellung geschlossen, aber im Hamburger Zeise Kino wird am Montag, dem 30. Juli, eine Dokumentation gezeigt mit großartigen Erläuterungen über den „Maler der Geheimnisse“, der Alltagsszenen so lebendig festgehalten hat. Selbst Bilder, die man schon oft gesehen hat, werden in diesem Film ganz neu erklärt und sichtbar gemacht.

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Freizeit & Reise

Mal nicht die Elbe….

Text und Fotos: Edith Kalisch

nein, die Alster ist unser Ziel. Zu mindestens ein Stückchen am Alsterwanderweg von Poppenbüttel bis Ohlsdorf. Immerhin 10 km Fußmarsch.

Es wurde ja auch mal Zeit. Nebenfluss der Elbe, das hört sich so nichtssagend an. Klar, die Elbe ist breiter, ist länger, muss arbeiten, bringt uns bis zur Nordsee, hat Ufer, die einladen. Gibt noch viel zu sagen. Na, nun ist aber die Alster dran. Außerdem versorgt sie die Elbe auch mit Wasser, so ist es ja nun nicht. Und das bringt sie aus Schleswig Holstein mit, denn dort, 25 km nördlich von Hamburg, entspringt sie.

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Aus der Region, Veranstaltungen

Neues vom Haus im Park

Beitrag: Thorsten Werner

Bilder Musikecke: Ann Kathrin Stein; Gemälde: Edda Kuhn
Zum Vergrößern der Fotos auf das Foto klicken.

Mit Riesenschritten kommt das Projekt Haus im Park voran. Es gibt u.a. Kunstausstellungen, Musik- und Tanzveranstaltungen, Gesprächskreis mit wechselnden Themen, Repair-Café und eine Spielegruppe.

Das gute Gelingen ist zwar nichts Kleines,
fängt aber mit Kleinigkeiten an.

Sokrates

Wollen Sie das Projekt unterstützen und lieben Sie Kunst? Der Erlös des Verkaufs der im Foyer ausgestellten Aquarelle kommt komplett dem Haus im Park zu Gute.

Oder Sie gehen ins Restaurant im Park zum Essen. Unterstützen auch Sie dieses wundervolle Projekt.

Für mehr Informationen besuchen Sie die Webseite: Haus im Park

Fotos: Thorsten Werner

Veranstaltungen

Zwischen Flucht und Rettung liegt das Mittelmeer

Brauchen wir eine staatliche Seenotrettung?

Text: Elisabeth Hartmann

Boot mit Flüchtlingen vor der libyschen Küste ©Skye Mckee/Ärzte ohne Grenzen

Das Flüchtlingsproblem – oder besser gesagt- die Probleme von flüchtenden Menschen treiben mich um. Darum habe ich am 27.Juni 2023 eine Veranstaltung im Körber-Forum besucht, wo es um Überlegungen zur Linderung dieser Probleme ging. Angesichts der schrecklichen Tatsache, dass in diesem Jahr bis Anfang Juni bereits 1.166 Menschen bei Fluchtversuchen im Mittelmeer ertrunken sind -seit 2014 mussten so 26.924 Menschen sterben- stellte die Körber-Stiftung als Veranstalter im Format VERSUS die Frage: „Brauchen wir eine staatliche Seenotrettung?“

Seit 2020 unterwegs: Sea-Watch 4, privater Seenotretter mit kirchlicher Unterstützung Foto:Friedrich Bungert/Süddeutsche Zeitung

Zur Beantwortung dieser Frage waren Liza Pflaum, Aktivistin bei United4Rescue-Gemeinsam Retten e.V. und der CDU Politiker Christoph Ploß eingeladen. Während die Aktivistin für ein klares JA eintrat, liefen die Antworten des CDU-Politikers auf ein NEIN hinaus. Pflaums Argumente waren humanitär bestimmt, Ploß hielt sich an Partei- und Europapolitik.

von links nach rechts: Christoph Ploß, CDU, Moderatorin Karoline Meta Beisel, Süddeutsche Zeitung und Liza Pflaum, United4Rescue
Foto: Elisabeth Hartmann

Im Informationstext zur Veranstaltung hieß es : „ Ist es aber nicht gerade eine staatliche Aufgabe, Menschen in Seenot zu retten? Können Europa und Deutschland es ethisch vertreten, diese Aufgabe privaten Organisationen zu überlassen? Oder ist das Aussetzen staatlicher Programme Teil einer bitteren, aber notwendigen Absicherung europäischer Grenzen?“

Typisch für das Format VERSUS ist eine Abstimmung vom Publikum vor und nach der Debatte. Am 27.Juni stimmten vorher 86% für ein JA zu staatlicher Seenotrettung im Mittelmeer und nachher waren es 84%. Entweder haben es sich 2% während der Diskussion anders überlegt, oder es haben nachher mehr Leute abgestimmt, weil es anfangs mit dem Handy nicht so schnell geklappt hatte.

Und, wie hättest du dich entschieden?

Informationen zum Thema findest du im Internet zum Beispiel unter den Stichworten:„Flucht über das Mittelmeer“ oder „Asyl- und Migrationspolitik der EU“.