Die Meta, Baujahr 1908, ist eine der ältesten Hafenbarkassen. Sie gehört zur „Stiftung Maritim“ der Stadt Hamburg. Wir haben mit der Meta eine Fahrt durch den Hamburger Hafen gemacht.
Containerschiff quer in der Elbe, Terminal im Gegenlicht, Barkasse Meta
Die Meta kann man nicht zu Festpreisen chartern. Bei der Mitfahrt werden von den Teilnehmern stattdessen großzügiges Spenden erwartet.
Das Städtchen Bergedort liegt an der Heerstraße von Hamburg nach Lauenburg und am Wege über „ die hölzerne Klinke“ zum Zollenspieker, und ausgerechnet dazu noch an der Bille als der umstrittenen Grenze. So gab es um das Geleit fürstlicher Reisender durch das Hoheitsgebiet gelegentlich Streit, manchmal für den beiderstädtischen Amtsverwalter auch Ärger mit dem Rat in Hamburg oder Lübeck. Viele Kosten hat solches Zeremoniell aus Höflichkeit und Schutz für den Reisenden mit oft großer Bewirtung für ihn und sein Gefolge gemacht. Salut musste bei Ankunft und Abreise geschossen werden. Der Amtsschreiber Schuhmacher hat im Jahre 1736 eine Übersicht aufgestellt: „Regierende Fürsten oder deren Witwen werden mit 20 Kanonen beneventiert, minder Vornehme mit zwölf oder gar nur sieben.“
Kurfürsten aus Sachsen und Herzöge aus Braunschweig-Lüneburg, die Landgräfin Regentin zu Hessen, Könige aus Dänemark und Hannover, reisten durch Bergedorf oder blieben hier kurz zu Gast. Der große Kurfürst übernachtete zweimal 1682 auf dem Schloss. Im Jahre 1838 war der König Ernst August von Hannover in Bergedorf und im „Gasthof Stadt Lübeck“, der heute nicht mehr existiert, abgestiegen. Im gegenüberliegenden Schlossgarten promenierend trat er auf den kleinen Stadtsoldaten Garow in seiner altmodischen Uniform. Der König soll sich leutselig erkundigt haben, zu welchem Militär er denn gehöre, und der Kleine Garlow darauf verschmitzt geantwortet haben: „Zum stärksten Militär der Welt, Majestät. Denn in der Bibel steht: Niemand kann zwei Herren dienen. Wir aber dienen dreien, nämlich Hamburg, Lübeck und Bergedorf.“ Zehn Jahre später, also im Jahre 1848, und zwar vom 23. zum 24. März, war der Prinz Wilhelm von Preußen, der spätere Kaiser Wilhelm I., inkognito in Bergedorf.
Jeder Hamburger sollte einmal auf Neuwerk gewesen sein. Wir waren in diesem Jahr auf der Insel, die bekanntlich ein Teil von Hamburg ist, aber vor Cuxhaven liegt.
Los ging es um 9 Uhr 30 mit der Pferdekutsche von Sahlenburg.
Fahrt durchs Watt
Diese Fahrt durchs Watt kann ich sehr empfehlen. Zwischendurch geht es immer wieder durch Priele mit unterschiedlichen Wassertiefen. Unsere Kutscherin machte uns auch auf die großen Muschelbänke der pazifischen Austern aufmerksam. Vor etwa 30 Jahren galt es als Sensation, als die erste Muschel dieser Art hier entdeckt wurde. Inzwischen breitet sie sich immer weiter aus, weil sie keine natürlichen Feinde hat und auch der Mensch aus Naturschutzgründen nicht eingreifen darf.
Direkt vorbei kamen wir auch an großen metallischen Körben mit Leitern. Dabei handelt es sich um sogenannte Rettungsbaken. Diese Körbe bieten Schutz vor der auflaufenden Flut und Blitzschlag.
Eine schöne laue Sommernacht und dazu Open-Air-Kino. So hatten wir uns das zumindest vorgestellt. Wir, das ist eine Gruppe von Ehrenamtlichen, die in Reinbek Kinofilme zeigt. Dabei sind wir erfolgreich. An guten Tagen durften wir über 500 Zuschauer begrüßen.
Alles war so gut geplant. Wir wollten einen leichten unterhaltsamen Sommerfilm zeigen mit viel Musik. Schließlich einigten wir uns auf „Mamma Mia“. Ein Gute-Laune-Film mit den größten Hits von Abba nach dem gleichnamigen Musical. Auch einen guten Standort hatten wir nach langer Suche gefunden. Aber „draußen“ ist in unseren Breiten halt immer ein Glücksspiel.
Am Vorstellungstag fing es irgendwann an zu regnen und die Wetterprognosen wurden für den Abend und die Nacht stündlich schlechter. Um alles gut vorzubereiten, trafen wir uns trotzdem wie verabredet um 18 Uhr 30.
Neben der St. Petri-und Pauli-Kirche hängt am jetzigen Küsterhaus mit dem runden Turm eine alte, ein wenig verwitterte, aber noch gut lesbare Tafel.
In diesem Hause, das damals nicht den runden Turm als Anbau hatte, wohnte einst mit seiner Frau Abel Christine der Organist Peter Hasse, Sonntag um Sonntag sitzt er an der Orgel, die sich einst die Bergedorfer im Jahre 1593 für gar nicht billiges Geld hatten aufnötigen lassen. Schon Paul Harders, sein Vorgänger, hatte das alte Positiv aus der Klosterkirche St. Johannes Hamburg nicht gut beurteilt: „dass sie in allen Stimmen falsch war und sonderlich von den Bälgen keinen beständigen Wind geben konnte und dass sie in den siebzehn Jahren nicht durchgestimmt und gebessert war, deretwegen die besten und stärksten Stimmen stille stünden und nicht mehr gebraucht werden könnten“.
Hassehaus
Aber die 104 Hausbesitzer, 36 Budenbesitzer und 56 Mietsleute, die das alte Positiv voller Stolz gekauft hatten, waren froh, aus der berühmten Johanneskirche in der großen Stadt das Instrument zu besitzen.
Die geschnitzte und bunt bemalte Kanzel hatte es mir gleich angetan, als ich Bergedorfs Kirche St. Petri und Pauli zum ersten Mal betrat. Herrlich, wie Jesu Füße bei seiner Himmelfahrt noch aus dem goldenen Gewand hängen, als er schon fast in den Wolken verschwunden ist. Zwei Schritte weiter, ebenfalls geschnitzt und in starken Farben, die Auferstehung. Um die Grabplatte sitzen drei erschrockene Männer und im Hintergrund … Ich traue meinen Augen nicht. Da hockt ein Jude und starrt ins Leere. Ein Jude? Nun, er ist deutlich zu erkennen an Judenhut und Bündel, das er an einem Stab über der Schulter trägt. Der ewige Jude in St. Petri und Pauli, nicht irgendwo versteckt, sondern auf der Kanzel ganz nahe beim Auferstandenen. Wie ist das möglich, da zu dieser Zeit weder in Bergedorf noch in den Vier- und Marschlanden Juden lebten.
Erst nach langem Suchen werde ich in der Schrift „Wunderbarlicher Bericht von einem Juden Ahasvero“ fündig, in der es heißt: „Unter den vielen und großen Vorzügen, die Hamburg vor andern Städten genießt, ist einer von allen Lobrednern unserer Vaterstadt stets übersehen: dass Ahasverus, der ewige Jude, dessen Umherirren im Morgenlande zwar längst bekannt gewesen sein mag, im Abendlande zu allererst in Hamburg aufgetreten ist.“ Und dies ist die Geschichte, die mit vielen Ausschmückungen erzählt wird:
1,1 Millionen Bücher kostenlos für Schüler*innen in Deutschland
Beitrag: Thomas Schmidt
Sie haben richtig gelesen. Im Rahmen des Welttags des Buches werden noch bis zum 31. Mai ca. 1,1 Millionen Bücher kostenlos an Schüler*innen der 4. und 5. Klassen sowie Förder-/ Willkommens-Klassen in Deutschland verteilt. Es handelt sich hier um eine deutschlandweite Leseförderungskampagne, die ihresgleichen sucht und besonders im digitalen Zeitalter das Buch bzw. Lesen für Jugendliche in den Mittelpunkt stellt.
Unter dem Motto „Ich schenk dir eine Geschichte“ werden seit 1995 eigens für diese Aktion Bücher explizit für die Zielgruppe der Schüler*innen entwickelt, geschrieben und illustriert. Thematisch immer aktuell am Zeitgeschehen, so dass man möglichst viele Jugendliche inhaltlich abholt. In diesem Jahr handelt es sich um einen Comicroman mit dem Titel „Der fliegende Klassenscooter“. Die Autoren sind Andreas Hüging und Angelika Niestrath, für die Illustration verantwortlich ist Timo Grubing. Alle drei sind in der Jugendbuch-Szene anerkannt und erfolgreich. Natürlich habe ich das Buch gelesen und muss gestehen, dass ich es trotz meines hohen Alters sehr unterhaltsam finde und es in einem durchgelesen habe. Die drei Protagonisten, die am Anfang des Buches vorgestellt werden, können unterschiedlicher nicht sein, ergänzen sich aber hervorragend und stehen stellvertretend für die Schüler*innen von heute. Das Abenteuer, dass sie erleben, beginnt mit einer herben Enttäuschung bei einem Wettbewerb in dem Fach Naturwissenschaften und Technik, das alle drei grausam finden. Ihre vorgestellte Erfindung im Rahmen dieses Wettbewerbs bringt sie aber durch einen Zufall in das Jahr 2176, und dieses Abenteuer veränderte alles. Die NaWi-Nieten waren plötzlich in der Klasse in den Fächern Physik, Chemie und Biologie ganz weit vorne und entwickelten ihre erste eigene Erfindung. Diese kurze Zusammenfassung gibt den Inhalt des Buches nur bedingt wieder, es selber zu lesen oder es Ihren Kindern zu geben, lohnt sich mit Sicherheit.
Sehr interessant!