Beitrag: Boike Jacobs

Wenn ich zu nichts Lust habe, wenn ich mich ärgere, wenn ich abends nicht einschlafen kann … ach, es gibt für mich viele Gründe, am PC Solitaire zu spielen. Mit der Zeit habe ich mich gesteigert, spiele schneller und raffinierter und habe deshalb gestern auf die Statistik gesehen. Doch da war nicht nur verzeichnet, wie hoch meine Gewinnquote ist, da konnte ich auch lesen, wie viel Zeit ich mit diesem Spiel bereits verbracht habe: 10 Tage und 22 Stunden. O Gott! Schnell habe ich die Statistik wieder geschlossen. Tagelang die Zeit totgeschlagen, oder? Nennt sich das nun Spielsucht? Aber plötzlich erinnere ich mich an meine Mutter und ihren Satz kleiner Patience-Karten. Ich war immer fasziniert davon, wie schnell und konzentriert sie sie nach unterschiedlichen Varianten legen konnte. Seit wann gibt es dies Spiel überhaupt? War es für die bessere französische Gesellschaft gedacht?
Mit dieser Vermutung liege ich gar nicht so falsch. Eine weit verbreitete Erzählung besagt, dass ein Adliger während der Französischen Revolution im Gefängnis das Spiel aus Langeweile erfand. Beweise gibt es dafür zwar nicht, aber es breitete sich Ende des 18. Jahrhunderts rasant in Frankreich aus, erklärt mir die KI. Unzählige Varianten seien im Laufe der Zeit entwickelt worden, und da das Sortieren der Karten viel Ausdauer verlangte, hieß das Spiel schon bald „Patience – Geduld“.
Weiterlesen „Von der Patience zum Solitaire“





















Sehr interessant!