Beitrag: Helmut Marquardt

Den musikalischen Reigen
eröffnen heute die Geigen.
Doch wehe, wenn eine falsch klingt,
der Ton bis zum Dirigenten gar dringt,
lässt das dessen Blutdruck ansteigen.
Der Besitzer vom Cello
hat einen Hund namens Bello.
Wenn der lässt sich kraulen,
dann beginnt er zu jaulen,
natürlich nur a cabello
Es klingt die Trompete,
wie wenn ein Hahn krähte.
Das kann ich viel besser,
rief der Trompeter kesser
und die Trompete umdrehte.
Wo bleibt denn nur die Klarinette,
sie doch schon längst ihren Einsatz hätte.
Ein wildes Gerücht die Runde macht,
dass der Klarinettist nach durchzechter Nacht,
liegt noch immer betrunken im fremden Bette.
Frau B. An der Harfe,
das war n’ ganz Scharfe.
Wann immer sie spielte,
der Hornist nach ihr schielte
leider entsprach der nicht ihrem Bedarfe.
Ein falscher Ton der Querflöte
trieb dem Flötisten ins Gesicht tiefdunkle Röte.
So sehr er sich auch plagte,
die Flöte das Spiel ihm versagte,
mit der Luft bekam er dann ganz arge Nöte.
Karl strich wie kein anderer die Violine
und er verzog selbst dann keine Miene,
nachdem eine Saite zersprang,
die um sein Ohr sich gar schlang,
das hatte dann die Struktur einer Rosine.
Als Perfektionist an der Gitarre,
rauchte er gern mal eine Zigarre.
Außer seinem blauen Dunst,
hatte er ein Faible für Kunst,
allerdings nur für bizarre.
Sein Name war Hauke
und er paukte die Pauke.
Als er sich mal verpaukte,
die Pauke zum Pauken
danach nix mehr taugte.
Auch der Dirigent an dieser Stelle,
bekommt sein Fett weg hier auf die Schnelle.
Als er nach dem Walzer dann, dem Wiener,
machte einen ganz falschen Diener,
rief das hervor eine große Empörungswelle.
Zuletzt will ich hoffen,
denn diese Frage blieb offen,
ob denn die Musikanten,
die sich alle gut kannten,
den richtigen Ton haben getroffen.


















Sehr interessant!