Beitrag: Edith Kalisch

Lesestunde vorm Einschlafen. Ich sitze vorsichtig in einer Ecke des Hochbettes, das vor lauter Gewühle von Janosch hin und her geruckelt wird. Es werden Kissen drapiert, Kuscheltiere verteilt. Es dauert. Schließlich will er es ja gemütlich haben. Es knarzt und knackt. Meine Bedenken, dass irgendwann das Bett bestimmt zusammenkracht, werden mit einer empörten Bemerkung weggewischt. „Das hat Papa gebaut!“ Ja, wenn Papa es gebaut hat, können wir wühlen. Ich bin aber weiterhin vorsichtig. Schrauben könnten sich lösen zum Beispiel. Ich sag´ nichts mehr.
Endlich kann ich mit dem Vorlesen beginnen. Es wird die Lesezeit ausgehandelt. Da wird um Minuten gefeilscht.
Ich lese vor. Janosch gibt Kommentare zu einzelnen Szenen. Daran merke ich, dass er aufmerksam zuhört, obwohl er weiterhin das eine Kissen hierhin verlegt oder fast unter der Bettdecke verschwindet. Es ist schon ein ziemliches „Gewoddel“ hier oben.
Aber solange er zuhört …
Weiterlesen „Gedächtnisstütze“










Toller Artikel - Ich habe jetzt richtig Appetit auf Stint bekommen. Stint sind wirklich eine Delikatesse