Aus der Region

Mamma Mia statt Vater Unser

Beitrag: Jürgen Sakuth

Eine schöne laue Sommernacht und dazu Open-Air-Kino. So hatten wir uns das zumindest vorgestellt. Wir, das ist eine Gruppe von Ehrenamtlichen, die in Reinbek Kinofilme zeigt. Dabei sind wir erfolgreich. An guten Tagen durften wir über 500 Zuschauer begrüßen.

Alles war so gut geplant. Wir wollten einen leichten unterhaltsamen Sommerfilm zeigen mit viel Musik. Schließlich einigten wir uns auf „Mamma Mia“. Ein Gute-Laune-Film mit den größten Hits von Abba nach dem gleichnamigen Musical. Auch einen guten Standort hatten wir nach langer Suche gefunden. Aber „draußen“ ist in unseren Breiten halt immer ein Glücksspiel.

Am Vorstellungstag fing es irgendwann an zu regnen und die Wetterprognosen wurden für den Abend und die Nacht stündlich schlechter. Um alles gut vorzubereiten, trafen wir uns trotzdem wie verabredet um 18 Uhr 30.

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Aus der Region, Veranstaltungen

Termine Juli

Beitrag: Jürgen Sakuth

Tipps aus der Redaktion

WannThemaWo

Fr. 10.07. bis So 12.07.



Bergedorfer AltstadtfestCity Bergedorf


Sa, 11.07.
19 Uhr




Konzert:

Die große Nacht der Filmmusik




Lichtwark Theater im KörberHaus


Eintrittspreis ab 38.60 Euro
So, 19.07.
11 Uhr bis 13 Uhr 30

Jazz Konzert:

Classic Stomp Kids







Schlosshof Bergedorfer Schloss

Eintrittspreis 16 Euro




Sa, 25.07.
ab 11 Uhr

Bergedorfer Kranmarkt






Serrahn 1






Stand: 05. Juli

Dieses und Jenes

Ein Bergedorfer in Amerika

Beitrag: Jürgen Sakuth

Photo by Md Jawadur Rahman on Pexels.com

Wir können im Bergedorf.Blog auch sehr aktuell sein. In diesem Beitrag geht es um die Fußball WM in Amerika. Die aktuelle Sport-Berichterstattung überlasse ich lieber den Profis. Aber hier geht es um ein Social Media-Phänomen.
Drei junge deutsche Fußballfans berichten als „freddyla7“ über ihre Alltagserlebnisse in Amerika und sind damit in den USA so erfolgreich, dass sie dort bereits über 722 Tsd. Follower haben und für Furore sorgen. Sie wurden sogar schon ins Weiße Haus eingeladen.
Warum schreibe ich darüber bei uns im Blog?

Es handelt sich um Bergedorfer. Das ist doch eine Meldung wert.

Humorvolles, Plattdeutsche Texte

Vörjohr

Beitrag: Jürgen Sakuth

För de Lüüd, de buerwarken doot, is de Sommertiet de wichtigste Tiet vun’t Johr. Jüst nu hett buten dat Koorn, de Raps, de Kohl, de Röven un all de velen annern Gröönsaken dat best Wassdom. Dorn warrt dat Fröhjohr, de Johrstiet vör den Sommer, ok Vörjohr nöömt. De Harvsttiet, de Johrstiet na den Sommer, warrt passlich as Najor betekent. Nu, dat ik dütt hier opschriev, fallt mi in, wat Buer Strohbeen jümmers mit ’n Plierögen see, wenn de Snack op dat Vörjohr keem:

„Dat is weller Fröhjohrstiet,
de Vagels doot dat nu,
de Immen doot dat,
un de Bottervagels doot dat ok. Ik wörr dat jo egens ok heel geern maken, man dat Lege is,
ik kann blots nich flegen!“

„Honi soit qui mal y pense!“ wörr wull de Franzoos nu seggen. Dat heet op Hoochdüütsch: „Ein Schelm, der Böses dabei denkt!“
Man de Plattsnacker seggt dorto kort un bünnig:
“Man nix för ungoot!“

Quelle: Heinrich Evers „Fleitjepiepen, Utbüxen hölpt nix!“
(Balticum Verlagsgesellschaft und Werbeagentur GmbH)
Illustration: Elke Grotelüschen

Geschichten und Gedichte, Humorvolles

Turbulenzen

Beitrag: Helmut Marquardt

Photo by Th2city Santana on Pexels.com

Willkommen an Bord von Airline Wiederkehr,
Sie haben eine wirklich gute Wahl getroffen.
Für Ihr Vertrauen bedanken wir uns sehr,
unser Service lässt keine Wünsche offen.
Nachdem wir auf den Käpt’n fünf Stunden mussten warten,
zum Zeitpunkt des Abflugs war er noch nicht nüchtern genug,
können wir jetzt endlich Richtung Hongkong starten,
die Crew wünscht Ihnen allen einen angenehmen Flug.
Leider ist der Kaffeeautomat immer noch defekt
wir hoffen, dass Ihnen das Frühstück auch ohne Kaffee schmeckt.
Zum Ausgleich bieten wir Ihnen und das ist hier der Gag,
Eier von freilaufenden Hühnern, die befinden sich im Heck.
Ein kleines Problem ist soeben noch entstanden,
betrifft nur Passagiere, welche Singapur gebucht.
Augenblicklich können wir dort nicht landen,
denn der Käpt’n wird hier per Haftbefehl gesucht.
Möchten Sie dennoch Ihren Urlaub hier verbringen
und scheuen vor einem Abenteuer nicht zurück,
haben Sie die Möglichkeit, mit dem Fallschirm abzuspringen,
wir wünschen Hals- und Beinbruch und ein bisschen Glück.
Sollt’ der Fallschirm sich nicht öffnen, bedauern wir das leise,
denn es bedeutet quasi das Ende Ihrer Reise.
Eines müssen wir noch auf jeden Fall ergänzen,
wenn die Maschine wackelt, dann nicht durch Turbulenzen.
Auch der Mensch hat im Alter hin und wieder schon Gebrechen,
bei unserm Flieger Baujahr 70 sind es die Tragflächen.
Haben Sie zum Schluss dennoch alles überstanden
und die Welt wurde durch uns ein bisschen kleiner,
können Sie gewiss sein, dass wir auch wieder landen,
denn oben geblieben ist bisher noch keiner.

Aus der Region, Veranstaltungen

Termine Juni

Beitrag: Jürgen Sakuth

Tipps aus der Redaktion

WannThemaWo


So, 07.06.
11 bis 13 Uhr 30




Konzert:

Jazz im Schloss


MGK Bigband

Bergedorfer Schloss


Eintrittspreis 16 Euro
Mo, 07.06.
17 Uhr

Lesung:

Hanna Mittelstädt:

Blu-Lovestory





SerrahnEins

Eintrittspreis 10 / 8 Euro




Di, 09.06.
19 Uhr
Science Slam:

Tech For Society Slam

Superkraft Digitale Resilenz






KörberHaus






Fr, 19.06,
19 Uhr
Konzert:

QWAIN

Saxophon-Quintett
Bergedorfer Schloss

Eintritt 15 Euro
Sa 20.06 und So 21.06.,
12 bis 18 Uhr
Vierländer Erdbeerfest

am Rieckhaus







Rieckhaus

Eintritt 5 Euro



So 27.06.
ab 11 Uhr


SommerfestKörberHaus

Stand: 01. Juni

Aus der Region, Damals war's

Damals in Bergedorf

Eine Tafel erzählt

Beitrag: Jürgen Sakuth

Neben der St. Petri-und Pauli-Kirche hängt am jetzigen Küsterhaus mit dem runden Turm eine alte, ein wenig verwitterte, aber noch gut lesbare Tafel.

In diesem Hause, das damals nicht den runden Turm als Anbau hatte, wohnte einst mit seiner Frau Abel Christine der Organist Peter Hasse, Sonntag um Sonntag sitzt er an der Orgel, die sich einst die Bergedorfer im Jahre 1593 für gar nicht billiges Geld hatten aufnötigen lassen. Schon Paul Harders, sein Vorgänger, hatte das alte Positiv aus der Klosterkirche St. Johannes Hamburg nicht gut beurteilt: „dass sie in allen Stimmen falsch war und sonderlich von den Bälgen keinen beständigen Wind geben konnte und dass sie in den siebzehn Jahren nicht durchgestimmt und gebessert war, deretwegen die besten und stärksten Stimmen stille stünden und nicht mehr gebraucht werden könnten“.

Hassehaus

Aber die 104 Hausbesitzer, 36 Budenbesitzer und 56 Mietsleute, die das alte Positiv voller Stolz gekauft hatten, waren froh, aus der berühmten Johanneskirche in der großen Stadt das Instrument zu besitzen.

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Plattdeutsche Texte

Mööschen-Bowle (Maibowle)

Beitrag: Jürgen Sakuth


Vun’e Mitt vun’n Oostermaand bit to’n Enn vun’n Maimaand kann een bi uns in’t Holt Mööschen oornen. En Dag vör dat Serveern frischen Möösch, de noch keen Blöten hett, plücken, an’e Steelennen tohoopknütten un över Nacht to’n Drögen ophangen. Mööschbläder entwickelt dat best Aroma wenn se welk sünd. Een kann dat ok torechtkriegen, wenn een den Möösch kort in dat lesschapp to’n Infreren packt.

Illustration: Elke Grotelüschen

Quelle: Heinrich Evers „Dat dröfft doch mal seggt warrn!“
(Balticum Verlagsgesellschaft und Werbeagentur GmbH)

Geschichten und Gedichte, Humorvolles

Aussichten

Beitrag: Helmut Marquardt

Photo by u0412u043eu043bu043eu0434u0438u043cu0438u0440 u041eu043bu0435u0439u043du0456u043au043eu0432 on Pexels.com


Junior-Wurm sich durch den Apfel fraß,
denn ein Apfel, der tat köstlich schmecken.
Sein Vorteil war, dass er im Innern saß,
kein Vogel konnt‘ ihn so entdecken.
Doch weil auf Dauer er’s langweilig fand,
im Dunkeln stets zu kauen,
fraß Junior-Wurm sich durch die Apfelwand,
die weite Welt zu schauen.
Nun birgt ja diese weite Welt
so allerhand Gefahren,
und niemand hat dem Wurm erzählt,
wie er sich sollt’ davor bewahren.
Während er arglos aus dem Apfel schaute,
das Unheil sich über ihm zusammenbraute.
Es entdeckte eine Meise
den Wurm für sich als Speise.
Man glaubt, dies ist jetzt des Wurmes Ende,
es gibt für ihn auch kein Entrinnen,
da bahnt sich plötzlich an die Wende,
denn die Rettung selbst, sie kommt von Innen.  
Junior-Wurm der hatte wirklich Glück,
die Meise zwar kräftig an ihm zerrte
sein Hinterteil war vom Fressen viel zu dick,
ihm so nach außen hin den Weg versperrte.