Plattdeutsche Texte

In Möhnsdörp

Beitrag: Jürgen Sakuth

Quelle: Heinrich Evers „Dat dröfft doch mal seggt warrn!“
(Balticum Verlagsgesellschaft und Werbeagentur GmbH)
Illustration: Elke Grotelüschen

Wenn in’n Dörpskroog vun August Soltau in Möhnsdörp nich veel los
 weer, legg sik de Kröger meisttiets op dat brune Scheselong, wat ünner
 de Trepp na baven stünn, un verpuust sik ’n beten. So weer dat ok, as
 ik dor an’n Enn vun de föfftiger Johren maleenst överto keem. Ik wull
 mit August den Afloop un de Musik vun dat Vagelscheten besnacken.
 Vagelscheten, utricht vun de Füerwehr, dat weer fröher jümmers dat
 Fest vun de Feste in’t Dörp. Ik kann mi dor noch nipp un nau op besin-
 nen. Ik heff in Möhnsdörp as Jungkeerl johrlang achter’nanner mit mien
 Muskantenfrünnen, Lothar un Günter, Musik maakt un bannig veel be
 leevt.
August stünn glieks op, as he mi wies wörr, keem fründlich op mi to,
geev mi de Hand un begrött mi. Wi harrn uns heel lang nich seh’n un
snacken Över Gott un de Welt, natürlich all’s op Platt. Ik glööv, ik heff
em ni nich Hoochdüütsch snacken höört.
Bi all dat Snacken füll mi op, wat de Kröger sik in een Tour an sein
Achtersteven rümklein dee. Duersam fröög ik em:
„Minsch August, hest du Hämorrhoiden?“
He güng glieks na de Kökendöör un rööp sien Fru to:
„Stiene, hebbt wi Hämorrhoiden?“
„Nee“, keem’t ut de Köök torüch, „blots Juno, Overstolz un HB!“

Aus der Region, Freizeit & Reise

Hamburg meine Perle – das Hanseviertel

Beitrag: Thorsten Werner

Mellinpassage in den Alsterarkaden

Das Hanseviertel ist eine Ladenpassage in der Hamburger Innenstadt zwischen Poststraße und Große Bleichen. Es wurde am 14. November 1980 eröffnet und bietet auf 9000 m² Platz für 60 Geschäfte. Das Quartier gilt als bedeutendes Exemplar der Postmoderne.
Die Architektur orientiert sich an der Backsteintradition Hamburgs und im Gegensatz zu anderen modernen Einkaufszentren an klassischen Geschäfts- und Passagenhäusern wie der Mellinpassage in den Alsterarkaden.

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Freizeit & Reise

Breakfast in America

Beitrag: Jürgen Sakuth

Als wir im Juni nach Amerika reisten, wussten wir vorher, dass es große Unterschiede zwischen dem Frühstück in Kontinental-Europa und den USA gibt.

Trotzdem waren wir immer wieder überrascht, was uns dort angeboten wurde.

Foto: Jürgen Sakuth

Ein besonderes Service-Erlebnis hatten wir in einem Hotel in Brooklyn.

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Geschichten und Gedichte

Oma, das schaffst du nicht

Veröffentlichung: Jürgen Sakuth

Text: Claudia Hafemann

Photo by Los Muertos Crew on Pexels.com

Es ist 7 Uhr morgens. Ein Handyanruf weckt mich. Nach einer Schrecksekunde bin ich am Telefon. „Wer ist da?“

Max (Name geändert): „Oma, kann ich zu euch kommen? Papa ist zur Arbeit, Mama im Home-Office. Mir ist so langweilig. Meine Schulklasse macht einen Ausflug, aber ich habe solche Kopfschmerzen.“

Eigentlich ist heute unser freier Tag, kein Aushilfsjob, kein Babysitting, kein Ehrenamt, zumindest dachte ich das. Aber mein Herz schmilzt wie Butter in der Sonne schnell dahin.

Ich frage: „Wann bist du da?“

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