Bald ist das 9 Euro Ticket Legende. Dann sind die Bahnen und Busse nur zu der üblichen „Rush Hour“ überfüllt oder wenn durchgesagt wird, dass sich die Bahn verspätet. Obwohl die Ansage meistens erst erfolgt, nachdem man sich schon die Beine in den Bauch gestanden hat. Nun da wollen wir nicht drüber berichten. Wir nehmen an diesem Sonntag den Bus nach Altengamme (228) und steigen an der Haltestelle Borghorst aus.
Mit der Fertigstellung des KörberHauses geht eine Ära geht zu Ende: Zehn Jahre Blog Haus im Park. Wir möchten uns auf diesem Wege bei allen Gastblogger*innen, Leser*innen und Abonnent*innen für Ihre Treue bedanken.
Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen.
Aristoteles
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Harry Potter ist Kult. Ich las die Bücher in englisch und deutsch. Als ich vom Wizarding World Shop in Hamburg erfuhr, machte ich mich auf die Suche. Gleich über dem Gleis 9 3/4 befindet er sich.
Eigentlich wollte ich diesen Sommer viel mit meinem neuen E-Bike er-fahren und dann hier darüber glücklich und stolz berichten. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Die folgende plattdeutsche Kurzgeschichte habe ich im Buch „Dat dröfft doch mal seggt warrn!“ von Heinrich Evers (Balticum-Verlagsgesellschaft und Werbeagentur GmbH) gefunden. Aus meiner aktiven Phase der Erwerbsarbeit weiß ich, dass in diesem humorvollen Text im Kern viel Wahres steckt.
Hermann MöIIer weer ’n Scheper, de meern in Sleswig-Holsteen op de Westsiet vun’n Geestrüüch sien Schaap höden dee. Wiet un siet Natuur pur, keen Kaat, keen Dörp, keen Stadt in de Neegde. Dat weer Scheper Möller sien Welt. So wull he dat hebben, so kunn he dat af.
De Fröhjohrstiet weer nu dor, un he wüß, wat dat Gras an’n Diek un op de Wischen al weller to wassen anfüng. So weer he mit sien Schaap op’n Weg na de Dieken an’e Westküst.
Opeenst dükert dor ut ’n grote Stoffwulk en nagelniege, griese Jeep op un höllt direktemang blangen den Scheper an.
De Fohrer vun den Jeep weer ’n smarten Jungkeerl vun üm un bi fiefuntwintig Johrn. He seeg so bannig anners ut as de ole Scheper MölIer in sien brune, schietige Manchesterbüx. Un he weer allerbest utstaffeert:
Brioni-Büx, Giorgio Armani-Böverhemd, Karl-Lagerfeld-Jack, Gianni-Versace-Binner, Ray-Ban-SünnbriII un op Hoochglanz poleerte, swatte Cerutti-Lackschoh.
He steeg ut, güng op den Scheper to un see to em: „Wenn ik richtig raadt, woveel Schaap in Ehr Schaapheerd sünd, krieg ik denn een vun de Schaap schenkt?“
Scheper MölIer keek den Mann heel verbaast an, smeet denn noch ’n Oog op sien friedlich grasen Schaap un see in alle Roh:
„Na goot, mienethalven. Is afmaakt, dat geiht los!“
Nu kümmt de Jungkeerl aver in’e Gang. He verbindt sien Notebook mit sien Ackersnacker, geiht in’t Internet op ’n Siet vun de NASA, scannt de Gegend mit HöIp vun sien GPS-SateIliten-Navigationssystem af, maakt en Datenbank apen un ok noch dreeundörtig Excel-TabeIIen mit ’n Unmeng vun Formeln un Tallen. To’n Sluß druckt he op sien Hi-Tech-Mini- drucker en Bericht vun 49 Sieden ut, dreiht sik na den Scheper üm un seggt:
„Se hebbt hier exakt 1.297 Schaap in Ehr Heerd!“
„Dat is richtig!“ see de Scheper. „Na, denn söökt Se sik man ‘n Schaap ut!“
Das Thermometer steigt unaufhaltsam Tag für Tag auf über 30 Grad. Aber so gar nichts unternehmen, kommt nicht in Frage. Früh machen wir uns auf den Weg. S Bahn bis Altona (ist auch nicht immer möglich). Fußweg vorbei am Stuhlmann Brunnen, lassen die riesigen Zentauren unbeachtet. Sie kämpfen um einen im Netz zappelnden Fisch. Ein ewiger Streit zwischen Altonaer und Hamburgs Fischereihäfen.
Die Lebensmittelknappheit ist zur Zeit in aller Munde und in allen Medien eines der Hauptthemen. In den Kriegen in Deutschland und in den Nachkriegsjahren waren die Lebensmittel auch hier wieder einmal knapp. Die Hausfrauen erfanden mit großem Einfallsreichtum Gerichte für die Familie. Sie erinnerten sich in diesen Zeiten auch an die Brotsuppe, die es schon seit Jahrhunderten gibt um auch harte alte Brotreste zu verwerten.
Von 1858 bis 1867 schrieb meine Ur-Urgroßmutter Amalie Niemeyer ihrer jüngsten Tochter Emilie regelmäßig Briefe, die bis heute erhalten sind. Dann aber zog Emilie in die Nachbarschaft ihrer Eltern, denn sie heiratete den Redakteur Wilhelm Benrath, Compagnon ihres Vaters in der gemeinsamen Druckerei und Musikalienhandlung. Emilie und Hermann Benrath bekamen fünf Kinder, und Emilies Liebling war Nesthäkchen Carl, mein späterer Großvater. Nach dem Abitur machte er auf Geheiß des Vaters eine kaufmännische Ausbildung und übernahm bald danach als Angestellter bei der HAPAG einen Auslandsposten in Hamburgs Partnerstadt Yokohama nahe Tokio.
Das ist mir aus der Seele gesprochen.