Aus der Region, Freizeit & Reise

Hamburg, meine Perle – die Neustadt

Beitrag: Thorsten Werner

Warst du schon mal in Hamburg Neustadt?

Ich hoffe, du hast Lust auf eine spannende Tour durch diesen lebhaften und multikulturellen Stadtteil. Die Neustadt ist ein Stadtteil mit viel Charme, Flair und Geschichte. Hier gibt es viel zu entdecken, zu erleben und zu genießen. Los geht’s!

Wir starten am Michel, der Hauptkirche St. Michaelis, die eines der Wahrzeichen der Hansestadt ist. Die Kirche ist ein Meisterwerk der Barockarchitektur und hat einen beeindruckenden Turm, den man besteigen kann. Von hier aus hast du einen tollen Blick über die Stadt und den Hafen. Der Michel ist auch ein Ort der Musik, denn hier finden regelmäßig Konzerte statt.

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Plattdeutsche Texte

Desdemona

Beitrag: Jürgen Sakuth

Fiete Beckmann harr al siet Maanden bannig hogen Blootdruck, böös
flinket Hartklabastern un to sien Triglyceride- un Cholesterinweerten
harr de Dokter blots noch meent: „Kriminell de Tallen, dat mutt nu aver
bilütten anners warrn!“
Nu hett em sien Dokter ne Kur verschreven. Veer Weken sull he in’n
Süden vun Düütschland, in de Neegde vun Baden-Baden, wat för sien
Gesundheit un Wohlbefinn’n doon.
Un de Dokter harr ok noch meent:
„Streng di an, laat man ollig poor Pund dor, Fiete, du bruukst nich al-
lens an Gewicht weller mit tohuus to bring’n!“
Na veer Weken harr sien Fru Gerda bi dat Torüchkamen ok den Indruck,
wat ehrn Fiete de Kuropenthalt allerbest bekamen weer.
Mit helle, smuustergrienen Ogen harr he sien Gerda weller in de Arms
sloten. Allens schien allerbest.
Man in de Nacht keem Gerda de Saak doch bannig snaaksch vör. Fiete
reep doch jümmers weller in’n Slaap: „Desdemona, Desdemona!“
Annern Morgen stell Gerda nu glieks ehrn Fiete to Reed:
„Du ole Slawiner hest di jo wull ’n Kurschadden in Baden-Baden an-
lacht. De halve Nacht weerst du jo blots an’t Desdemona-Ropen. Wat
seggst du dorto?“ ,
Minsch Gerda“, see Fiete dor, „du weets doch, wat ganz in de Neegde
vun Baden-Baden de Rennbahn vun Iffelzheim liggt, un de hett doch bi de
düütschen Peer-Rennbahnen’n föhren Rull. Wo ik nu al mal dor ünnen weer,
bün ik dor to’n Galopprennen west un heff op dat Peerd Desdemona wett.
Dat heff ik denn wull ok noch jümmers in’n Droom anfüert!“ Na, dor weer
jo denn Roh, un Gerda un Fiete leven vergnöögt, tofreden un bi beste Ge-
sundheit. Wenn, jo wenn nich na acht Weken de ole Postkoort kamen weer.
Fiete kunn dat al vun wieden seh’n, sien Gerda stöh mit ’n Postkoort in’e
Hand vör de Döör, as he vun sien Fröhschoppen weller tohuus keem. Un
ehr funkeln Ogen un hoochrode Kopp verspröken wohrlich nix Godes.
Gerda see nich veel, man blots: ,
Dor is ’n Postkoort för di kamen. Dien Peerd „Desdemona“ hett di
schreven! Du sasst di al mal ’n Naam för dat lütt Fahlen utsöken, wat
in’n Harvst to Welt kam’n sall!“

Quelle: Heinrich Evers „Dat dröfft doch mal seggt warrn!“
(Balticum Verlagsgesellschaft und Werbeagentur GmbH)

Freizeit & Reise

Em Guada

Ein Gastbeitrag von Elfriede Schlieper

Photo by Jill Wellington on Pexels.com

In den Seniorenratgebern wird man ja immer aufgefordert, seine grauen Zellen zu trainieren. Rätseln, Sudoku, Fremdsprachen lernen – wie wär’s denn mal mit s c h w ä b i s c h ?

Ein Tübinger Professor lustwandelt im Weinberg eines Gogen. Dr Gog schreit da Professor a: “ Wenn da net aus meim Wengert nausgoosch, schlag i dr d‘ Laif a, dass  da uff de Schtomba hoimgraddla kasch.“ Darauf der Professor entsetzt: „Entschuldigen Sie mein Herr, ich wusste nicht, dass das Ihr Weinberg ist.“ Druff dr Gog: „Dromm sait mers eich em Guada“.

Wissenswertes

Kleine Braunelle – Blume des Jahres 2023

Beitrag: Elisabeth Hartmann

Sie sind ihr bestimmt schon einmal begegnet. Die Kleine Braunelle, Blume des Jahres 2023, hat viele Orte, an denen sie gerne wächst, auch im Zierrasen taucht sie auf. Sie wächst in allen deutschen Bundesländern und ist (noch) ungefährdet, in einigen Regionen wird jedoch schon ein deutlicher Rückgang beobachtet. Die Loki-Schmidt-Stiftung will mit Wahl dieser „Allerweltsblume“ auf den schleichenden Prozess von Artenverlust aufmerksam machen.

Nektar und Pollen der Kleinen Braunelle sind Leckerbissen für Sechsbeiner. Und wenn Sie einen Rasen haben und in den Genuss von Summen und Brummen oder hübsche Anblicke kommen wollen, dann sollten Sie die Tipps der Stiftung beherzigen:

Auch Menschen bietet diese Pflanze Einiges. Die mit Wasser aufbereiteten Blätter geben ein Gurgelwasser ab, bei Augenentzündungen, Lungenleiden, Magen-Darmerkrankungen und Wunden sollen sie die Heilung unterstützen. Blätter und Blüten sind essbar. Sie geben dem Salat violette Farbtupfer.

Textquelle:Loki-Schmidt-Stiftung Broschüre zur Blume des Jahres 2023 Fotos: Julian Denstorf Text : Elisabeth Hartmann

Plattdeutsche Texte

De Eenspännersche

Beitrag: Jürgen Sakuth

Ella Brodersen ut Krummbek lööp mit ehr fiefundörtig Johren jümmers
noch as Eenspännersche dörch’t Leven. Se leev alleen un wahn to-
samen mit ehr Öllern in de ole Reetdackkaat op ’n lütt Buernsteed in
Ostholsteen. Den Hoff harr se intwüschen al vun de Öllern överdragen
kregen. Se seeg egens heel goot ut, weer hoochbeent, harr lange flass-
blonne Hoor, blaagrosa Wangen un blage Ogen, de wunnerbor in ehr
smuckes Gesicht passen.

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Wissenswertes

Interview mit einer KI

Beitrag: Thorsten Werner

Ja, genau, du hast richtig gelesen. Dieses Interview führte ich nicht mit einem Menschen, sondern mit einer Künstlichen Intelligenz, dem Chatbot ChatGTP.

Bild: Thorsten Werner (KI generiert)

Hallo ChatGTP. Darf ich dir ein paar Fragen stellen?

Ja, natürlich! Ich bin hier, um dir zu helfen. Was möchtest du wissen?

Wer bist du?

Ich bin ChatGPT, ein künstlicher Intelligenz-Chatbot von OpenAI.

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Aus der Region

Eilmeldung: die nächste Eiszeit wird…

Beitrag: Edith Kalisch

Wie ich lese, ist man sich nicht so ganz sicher, sie wird in ca. 30.000 Jahren erwartet. Was für ein Glück für uns. Wir können also noch in aller Ruhe die Spuren der letzten Weichseleiszeit begutachten. Nämlich in dem Gebiet der Boberger Dünen. Am Ende dieser Eiszeit setzte die große Schmelze ein. Vor ca. 16.000 Jahren. Aus dem hohen Norden. Bestimmt schmuddelig, eisig, steinig. Im Laufe der Zeit schmirgelten sich die Steine ab, bis zuletzt dieser feinste Sand übrig blieb. Sogar am Berliner Tor soll es Dünen gegeben haben. Davon ist nichts mehr zu sehen, selbst wenn wir auf die Baustelle der S-Bahn die Hälse recken. Aber wichtig ist ja: Die Dünen sind hier. Hier bei uns in Boberg!

Wir  überlegen nicht lange. Schließlich ist es Winter. Da bietet sich eine solche Wanderung an. Finden wir. Natürlich ist Matschwetter, und so nehmen wir nicht den Pfad oberhalb des Walter Hammer Weges; sondern gehen den breiten Weg an den Tennisplätzen vorbei.  Links sehen wir Trockenrasen und graue Heidebüschel. Einige kleine Flecken sind eingezäunt. Bestimmt verstecken sich hier die auf der „Roten Liste“ stehenden Pflanzen. Schade, die Orchideen hätten wir gerne gesehen. Dafür strahlen Birkenstämme in herrlichem Weiß. Sind bestimmt die „Sibirischen“.


Nichts ist los. Mittagszeit. Das ändert sich nachdem wir den Boberger Furtweg überqueren. Hier gibt es auch einen Parkplatz. Für diejenigen, die von weither kommen.

Und hier leuchtet durch das karge Wäldchen der Dünensand.  Jetzt ist selbst der Sand mit leichtem Reif überzogen. Auch schön. Nur kalt. Im Sommer würde er unsere „Barfüße“ kitzeln. Na ja , alles zu seiner Zeit.  Wir können zwischen vier Wanderwegen wählen. Schließlich ist dieses Gebiet ca. 350 ha groß. Da ist es gut, sich zu entscheiden. Erst einmal auf dem  Dünenweg, der mit einem Schmetterling gekennzeichnet ist. Die Dünen sind teils mit hartem Strandhafer befestigt, damit Sturm und Wind den Sand nicht wegpusten.  Brav bleiben wir auf den ausgewiesenen Pfaden. Leider halten sich nicht alle Erholungssuchenden daran. Schilder weisen darauf hin, aber…   

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