Aus der Region, Veranstaltungen

Neues vom Haus im Park

Beitrag: Thorsten Werner

Bilder Musikecke: Ann Kathrin Stein; Gemälde: Edda Kuhn
Zum Vergrößern der Fotos auf das Foto klicken.

Mit Riesenschritten kommt das Projekt Haus im Park voran. Es gibt u.a. Kunstausstellungen, Musik- und Tanzveranstaltungen, Gesprächskreis mit wechselnden Themen, Repair-Café und eine Spielegruppe.

Das gute Gelingen ist zwar nichts Kleines,
fängt aber mit Kleinigkeiten an.

Sokrates

Wollen Sie das Projekt unterstützen und lieben Sie Kunst? Der Erlös des Verkaufs der im Foyer ausgestellten Aquarelle kommt komplett dem Haus im Park zu Gute.

Oder Sie gehen ins Restaurant im Park zum Essen. Unterstützen auch Sie dieses wundervolle Projekt.

Für mehr Informationen besuchen Sie die Webseite: Haus im Park

Fotos: Thorsten Werner

Veranstaltungen

Zwischen Flucht und Rettung liegt das Mittelmeer

Brauchen wir eine staatliche Seenotrettung?

Text: Elisabeth Hartmann

Boot mit Flüchtlingen vor der libyschen Küste ©Skye Mckee/Ärzte ohne Grenzen

Das Flüchtlingsproblem – oder besser gesagt- die Probleme von flüchtenden Menschen treiben mich um. Darum habe ich am 27.Juni 2023 eine Veranstaltung im Körber-Forum besucht, wo es um Überlegungen zur Linderung dieser Probleme ging. Angesichts der schrecklichen Tatsache, dass in diesem Jahr bis Anfang Juni bereits 1.166 Menschen bei Fluchtversuchen im Mittelmeer ertrunken sind -seit 2014 mussten so 26.924 Menschen sterben- stellte die Körber-Stiftung als Veranstalter im Format VERSUS die Frage: „Brauchen wir eine staatliche Seenotrettung?“

Seit 2020 unterwegs: Sea-Watch 4, privater Seenotretter mit kirchlicher Unterstützung Foto:Friedrich Bungert/Süddeutsche Zeitung

Zur Beantwortung dieser Frage waren Liza Pflaum, Aktivistin bei United4Rescue-Gemeinsam Retten e.V. und der CDU Politiker Christoph Ploß eingeladen. Während die Aktivistin für ein klares JA eintrat, liefen die Antworten des CDU-Politikers auf ein NEIN hinaus. Pflaums Argumente waren humanitär bestimmt, Ploß hielt sich an Partei- und Europapolitik.

von links nach rechts: Christoph Ploß, CDU, Moderatorin Karoline Meta Beisel, Süddeutsche Zeitung und Liza Pflaum, United4Rescue
Foto: Elisabeth Hartmann

Im Informationstext zur Veranstaltung hieß es : „ Ist es aber nicht gerade eine staatliche Aufgabe, Menschen in Seenot zu retten? Können Europa und Deutschland es ethisch vertreten, diese Aufgabe privaten Organisationen zu überlassen? Oder ist das Aussetzen staatlicher Programme Teil einer bitteren, aber notwendigen Absicherung europäischer Grenzen?“

Typisch für das Format VERSUS ist eine Abstimmung vom Publikum vor und nach der Debatte. Am 27.Juni stimmten vorher 86% für ein JA zu staatlicher Seenotrettung im Mittelmeer und nachher waren es 84%. Entweder haben es sich 2% während der Diskussion anders überlegt, oder es haben nachher mehr Leute abgestimmt, weil es anfangs mit dem Handy nicht so schnell geklappt hatte.

Und, wie hättest du dich entschieden?

Informationen zum Thema findest du im Internet zum Beispiel unter den Stichworten:„Flucht über das Mittelmeer“ oder „Asyl- und Migrationspolitik der EU“.

Freizeit & Reise, Wissenswertes

Meine Zeit in Paris

Text: Jürgen Sakuth

Einige Jahre habe ich jeden Monat jeweils für mehrere Tage in Paris gearbeitet. Die französischen Kollegen waren nicht immer ganz einfach, aber die Stadt habe ich geliebt.

Gearbeitet und gewohnt hatte ich mitten in Paris im 8. Arrondissement. Das ist in der Nähe der Champs Elysee.

Obwohl die Arbeit tagsüber sehr anstrengend war, hatte ich nachts lange Spaziergänge durch die Stadt gemacht.

Meine Lieblingsviertel waren das Gebiet, in dem ich wohnte, das Marais-Viertel und Saint-Germain des Prés. Ich konnte stundenlang durch die lauten oder stillen wunderschönen Straßen laufen mit den immer lebhaften Cafés und Restaurants.

Von einem unvergesslichen Erlebnis möchte ich hier erzählen.

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Veranstaltungen

Preisverleihung an Weltverbesserer

Text und Fotos: Elisabeth Hartmann

„Die Welt zu verbessern, ist in jedem Alter möglich“, heißt es in einem Text zum Zugabe Preis der Körber-Stiftung. Mit diesem Preis werden Menschen geehrt, die in ihrer zweiten Lebenshälfte Kraft und Mut aufbringen, ein Unternehmen mit sozialer Wirkung zu gründen. „Nicht reden sondern handeln“, war ein Motto des Stifters Kurt A. Körber. Der Preis wird jährlich verliehen, es gibt ihn seit 2019, dem 60. Jubiläumsjahr der Stiftung.

Am 15. Juni 2023 wurde nun im Lichtwark-Theater zum 5. Mal der Zugabe Preis an Unternehmensgründer*innen 60plus verliehen. Eine Frau und zwei Männer stellten ihr Projekt vor, für das sie jeweils 60.000 Euro gewannen.

Die Journalistin Judith Grümmer gibt mit der Produktion von Hörbüchern sterbenden Menschen eine Stimme, die den Kindern erzählt , wer Mutter oder Vater war, und der sterbende Mensch kann mit einfühlsamer Begleitung die Ernte seines Lebensackers betrachten.

Der Agrar- und Wirtschaftswissenschaftler Dr. Titus Bahner kauft mit der „Kulturlandschaft-Genossenschaft“ landwirtschaftliche Flächen, entzieht sie damit Spekulationsgeschäften mit intensivster Landwirtschaft oder einer Versiegelung und stellt sie ökologisch wirtschaftenden Bauern und Bäuerinnen unbefristet zur Verfügung.

Dr. Hoffmann unter der Veranschaulichung der Fähigkeit von taktiler Brustuntersuchung

Der Arzt Dr. Frank Hoffmann bildet stark sehbehinderte und blinde Frauen zu Medizinisch Taktilen Untersucherinnen (MTU) aus. Denn „Blinde sehen besser“, so Frank Hoffmann, und können Brustkrebs in einem sehr frühen Stadium erkennen, was die Heilungschancen enorm erhöht.

Die Sängerin Pe Werner gab mit Pianist und Tonmeister ein unterhaltendes Kontrast-Programm zu den bewegenden Berichten der einzelnen Projekte.

In lauer Sommernacht, bei Wein und Häppchen klang der Abend auf der Terrasse des Körber Hauses mit Gesprächen über das Gehörte oder Fragen an die Preisträger*innen aus.

Aus der Region, Wissenswertes

„Mit Hexen kein Mitleid haben“

Beitrag: Boike Jacobs

Was haben Abelke Bleken aus Ochsenwerder, Mette Harden und Cathrin Danckwers aus Kirchwerder, Cathrin Schmalfeldes aus Curslack und Margareth Uhler aus Bergedorf miteinander gemein? Zwischen 1583 und 1676 wurden sie der Hexerei bezichtigt, im Kerker an Ketten gelegt und gefoltert, und eine der fünf Frauen wurde schließlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ängste und Aberglauben führten in dieser Zeit zu Anschuldigungen und Verurteilungen, deren Opfer fast ausschließlich Frauen waren. Typisch katholisch, oder?

Lucas Cranach: Hexenverbrennung in Wittenberg im Jahre 1540

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