Moin, Moin! Gestern war es so weit: Ich wollte das brandneue Westfield Hamburg-Überseequartier erkunden. Und, mal ehrlich: Vergesst, was ihr über Shopping-Center wisst. Das Westfield ist ein Erlebnis, das Licht und Schatten hat.
Buer Willem Brodersen ut Marxdorp kummt in’e „Ule-stadt-Afteek“ vun Niestadt in Holsteen un fraagt den Pillendreiher glieks: „Kann ik hier wull ’n heel godes Middel gegen so’n duersam wohren Sluckop köpen? Ahn op den Buern sien Fraag intogahn un ahn lang en Woort to snacken, geiht de Afteker na achtern in sien Warkruum, kummt mit ’n klitschnatt Faatdook torüch un haut em dat links un rechts mit ollig Smackes üm sien Horchlappens. Denn fraagt he heel fründli: „Na, Willem, wat seggst du dorto, dien Sluckop hest du nu wull al lang weller vergeten? So’n lütten Schock is noch jümmers dat best‘ Huusmiddel. Laat di dat man vun so’n erfohren Afteker as ik segg’n!“ Willem Brodersen löppt dat Water man so vun sien blootrode Wangen, un he is messennatt an’n Liev. Bannig vergretzt see he blots noch: „Tscha, Herr Afteker, dat mit den Schock, dat mag jo wull so sien. Dör möökt se mit Recht hebb’n. Aver, wat den Sluckop anlangt, den Sluckop hett jo mien Fru un de sitt buten op mien Ackerwagen!“
Quelle: Heinrich Evers „Dat dröfft doch mal seggt warrn!“ (Balticum Verlagsgesellschaft und Werbeagentur GmbH) Illustration: Elke Grotelüschen
Die Blätter leuchten in Rot und Gold, die Luft wird klar und kühl, und drinnen warten Kuscheldecken und der erste Kürbis-Latte des Jahres. Der Herbst ist da – und mit ihm, zuverlässiger als jeder Postbote, kommt die Erkältungszeit.
Doch unter den harmlosen Schnupfen mischen sich jedes Jahr hartnäckige und gefährlichere „unsichtbare Gäste“: die Grippe und das Corona-Virus.
Bevor Sie sich gemütlich einkuscheln, lassen Sie uns kurz über den besten Schutzschild sprechen, den wir haben: die saisonalen Impfungen.
Ein Glück, dass wir nicht mit „Detlef“ gefahren sind, mit dem Sturmtief, das kürzlich Fähren lahm legte und auch den Katamaran „Halunder Jet“ der Helgoline im Hamburger Hafen festhielt. Ein Glück, dass meine Tochter und ich uns schon vier Wochen zuvor auf den Weg nach Helgoland gemacht hatten – bei mäßigem Wetter, aber ohne Böen und Regengüsse. Beide waren wir noch nie mit einem Katamaran gefahren, beide hatten wir noch nie die Insel Helgoland besucht. Doch nun legten wir von den Landungsbrücken ab, und ein kleines Abenteuer begann.
Bei der Fahrt auf grauem Wasser unter grauem Himmel hätten wir wohl schnell die Orientierung verloren, aber große Bildschirme zeigten unseren jeweiligen Standort an, und aus den Lautsprechern gab es dazu Erklärungen. Hahnöfer Sand war mir bekannt, aber mir war nicht klar, dass es in der Elbmündung so viele Sände gibt, darunter Neßsand, Schweinesand, Hanskalbsand und Mühlenberger Loch. 1000 Kilometer bis Cuxhaven, und dann waren wir auf offener See.
Als schließlich Helgoland in Sicht kam, gab es auch enttäuschte Stimmen: „Wo sind denn die roten Felsen?“ Die sind natürlich zum Anlegen nicht geeignet, aber schon von fern waren die bunten Hummerbuden zu erkennen, die den Hafen säumen.
Ich gehe sehr gerne zu Vorträgen, die im KörberHaus angeboten werden. Sie finden immer in einer entspannten Atmosphäre mit vielen interessierten Zuhörern und Zuhörerinnen statt. Einige Themen beschäftigen mich häufig schon im Vorwege. So verhielt es sich auch mit der neuen ARTE-Dokumentation „Geraubtes Wirtschaftswunder“. Es sollten zahlreiche Mythen und Legenden rund um das deutsche Wirtschaftswunder entzaubert werden. Was weiß ich noch über die „Stunde Null“? Hat Ludwig Erhard die D-Mark und die Soziale Marktwirtschaft erfunden? Wie verhielt es sich mit Raub und Unrecht in der NS-Zeit?
Ja, ich werde mein Wissen mit Hilfe der Dokumentation noch einmal überprüfen. Den Zeitraum zwischen 1948 und 1973 kann ich noch zuordnen, alles andere basiert auf Erzählungen in der Kindheit, der eigenen Familie und der gesellschaftlichen Bubble, in der wir aufwuchsen.
Im Herbst der Baum vom Laube sich befreit, bald ragen kahl gen Himmel alle Äste. Die Blätter, wie immer nur ein Schmuck auf Zeit, man könnte sagen, waren seine Gäste. Dem Ende neigt sich zwischen Baum und Blatt die Bindung hin zum Leben. Weshalb sie jetzt, inzwischen welk und matt, einer anderen Bestimmung sich ergeben. Vom Baum herab entfernen sie sich leise, fast schwerelos zur Erde gleiten, um letztendlich auf diese Art und Weise neuem Leben den Boden zu bereiten. Für den Baum beginnt jetzt eine harte Zeit, gilt es, den Winter zu überbrücken. Um im Frühling sich erneut mit grünen Blättern dann zu schmücken.
Aus der Ferne hörten wir leise Töne. Die Musik wurde nur langsam lauter. Irgendwann konnten wir die Melodie erkennen. Und dann sahen wir auch die Quelle. Vorne am Mast einer britischen Yacht, die gerade in den Hafen einlief, spielte ein junger Mann im Rock auf dem Dudelsack. Ein sehr stimmungsvoller Moment.
Es gab auch auf anderen Segelyachten Crewmitglieder, die nicht nur segeln konnten, sondern auch musikalische Talente hatten und diese bei der Rückkehr von der Regatta in den Hafen vorführten.
Aber der Reihe nach. Wenn wir in Südfrankreich Urlaub machen, gehört immer mindestens ein Ausflug nach Saint-Tropez dazu. Den Charme dieses Ortes mit der einmaligen Lage an der gleichnamigen Bucht können selbst wir Touristen nicht kaputtkriegen. Voll wird es im Herbst nur am Hafenkai, in wenigen Gassen und an Markttagen auf dem Place de Lices.
Besonders interessant ist der Besuch während der jährlichen Regatta LES VOILES DE SAINT-TROPEZ und besonders mit dem Teil der historischen, klassischen Segelyachten. Ich hatte immer davon geträumt, einmal an dieser Regatta teilzunehmen. Aber inzwischen bin ich zu alt. Die wenigen alten Mitfahrer sind meistens die Bootseigentümer, die junge kräftige Menschen zur Unterstützung brauchen. Die Winschen, die zum Setzen der Segel und für die Manöver eingesetzt werden, müssen auf diesen alten Yachten noch manuell bedient werden ohne maschinelle Unterstützung wie auf den modernen Rennyachten.
Wer seinem trubeligen Alltag einmal entfliehen möchte, dem empfehle ich einen kleinen Ausflug in die Vier- und Marschlande. Von April bis September stehen entlang der Deiche viele Schafe. Es ist ein unbeschreiblich friedliches Bild, das sich dem Betrachter bietet. Unsere Region, eindeutig Hamburger Stadtgebiet, ist nicht nur für Blumen und Gemüse berühmt, sondern auch für seine Schafe. Sie verrichten Tag für Tag ein strammes Arbeitspensum entlang des Deiches zwischen Tatenberg und Altengamme. Auf fast 30 Kilometern dienen sie unablässig und in unnachahmlicher Gleichmut der Deichsicherheit. Das ist so bedeutend, weil viele Gehöfte, Betriebe und Wohnhäuser direkt hinter dem Deich angesiedelt sind.
Was nun haben die Schafe mit Deichschutz zu tun? Dazu muss man wissen, dass die Deiche auf ihrer landwärts gerichteten Seite sowie der Deichkrone mit einer Grasnarbe versehen sind. Hier kommen die Schafe zum Einsatz, die das Gras sehr tief abrupfen und somit für einen dichten Grasbewuchs und Stabilität sorgen. Der „Trippelschritt“ der Schafe sorgt zusätzlich für Festigkeit. So eine Herde kann schon mal mit einer 3000 Kilogramm schweren Walze konkurrieren.
Von meinem Fenster aus kann ich zusehen, wie die Schäfer ihre Tiere Stück für Stück weitertreiben. Zuerst werden die Zäune versetzt, die Wasserstelle wird eingerichtet, und dann kommen Hund und Schafzüchter, um die Herde voranzutreiben. Nur dann reagieren die Tiere etwas hektisch, die ansonsten durch kaum etwas aus der Ruhe zu bringen sind. Manchmal stehen sie auch so, dass ein Überqueren der Straße unumgänglich ist. Geradezu generalstabsmäßig geht der Seitenwechsel vonstatten.
Das ist mir aus der Seele gesprochen.