Mein Ur-Urgroßvater war Fischer auf der Kurischen Nehrung.
Beitrag: Jürgen Sakuth
Als wir vor einiger Zeit eine Reise in die baltischen Staaten machten, wollte ich unbedingt auch die Orte kennenlernen, wo meine Vorfahren gelebt hatten.
So machten wir von Riga aus einen Ausflug nach Klaipėda (früher Memel) an die litauische Ostseeküste, um von dort auf die Kurische Nehrung zu kommen.
Es ist Mitte Juli: 28° sollen es heute werden. Ach, denke ich, da gehe ich doch mal ins KAIFU, das gute alte Freibad in Eimsbüttel. Um 12:00 Uhr bin ich mit dem Fahrrad da. Es sind schon 25° und plötzlich scheint mir alles viel zu anstrengend: reingehen, umziehen, Platz suchen, gucken wo die Sachen bleiben, wenn ich ins Wasser gehe. Ne, denke ich, ich habe ein Fahrrad, ich fahre jetzt um die Alster!
Bald ist das 9 Euro Ticket Legende. Dann sind die Bahnen und Busse nur zu der üblichen „Rush Hour“ überfüllt oder wenn durchgesagt wird, dass sich die Bahn verspätet. Obwohl die Ansage meistens erst erfolgt, nachdem man sich schon die Beine in den Bauch gestanden hat. Nun da wollen wir nicht drüber berichten. Wir nehmen an diesem Sonntag den Bus nach Altengamme (228) und steigen an der Haltestelle Borghorst aus.
Harry Potter ist Kult. Ich las die Bücher in englisch und deutsch. Als ich vom Wizarding World Shop in Hamburg erfuhr, machte ich mich auf die Suche. Gleich über dem Gleis 9 3/4 befindet er sich.
Eigentlich wollte ich diesen Sommer viel mit meinem neuen E-Bike er-fahren und dann hier darüber glücklich und stolz berichten. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Das Thermometer steigt unaufhaltsam Tag für Tag auf über 30 Grad. Aber so gar nichts unternehmen, kommt nicht in Frage. Früh machen wir uns auf den Weg. S Bahn bis Altona (ist auch nicht immer möglich). Fußweg vorbei am Stuhlmann Brunnen, lassen die riesigen Zentauren unbeachtet. Sie kämpfen um einen im Netz zappelnden Fisch. Ein ewiger Streit zwischen Altonaer und Hamburgs Fischereihäfen.
Heute fuhr ich bei schönem Wetter zu meinem Lieblingsplatz. Da kann ich abseits des Trubels die Stille und die ursprüngliche Landschaft genießen. Ich liebe es, hier zu sitzen und dem Rauschen der Wellen zu lauschen.
Haben sie auch einen Lieblingsplatz, schreiben sie und gerne darüber in der Kommentarfunktion.
Die Touris sind dank des Endes des 9-Euro-Tickets größtenteils verschwunden, und Hamburg „gehört“ wieder den Einheimischen. Diese Gelegenheit nutzte ich zu einem Ausflug in die City. Mein erster nach der Coronapandemie.
Auf meinen Spaziergängen nehme ich gerne ein Buch mit. Es muss in die kleine Gürtel-Umhänge-Tasche passen. Letzten Sonntag war es ein Reclamheftchen mit Gedichten von Erich Fried.
Erich Fried
Du liebe Zeit
Da habe ich einen gehört wie er seufzte: „Du liebe Zeit!“
Was heißt da „Du liebe Zeit“? „Du unliebe Zeit“, muss es heißen
„Du ungeliebte Zeit!“ von dieser Unzeit, in der wir
leben müssen. Und doch Sie ist unsere einzige Zeit
Unsere Lebenszeit. Und wenn wir das Leben lieben
können wir nicht ganz lieblos gegen diese unsere Zeit sein
Wir müssen sie ja nicht genau so lassen, wie sie uns traf.
Diese beiden Frauen habe ich am 1. September vor dem Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof gesehen. Dort wurden anlässlich des Kriegbeginns vor 83 Jahren mahnende Worte gegen Krieg und für Frieden gesprochen und die Friedensfahne des DGB gehisst.
Danke für diesen schönen Beitrag, liebe Elisabeth. Vielleicht gelingt uns Geschwistern beim Familientreffen auch so ein Haiku. Fröhliche Weihnachten!