Wir Älteren ärgern uns manchmal über die heutige Jugend, aber dass auch wir nicht immer ganz ohne Macken sind, konnte ich während einer Busreise durch die USA beobachten. Das Durchschnittsalter der Reisegruppe schätze ich auf etwa 65, aber einige waren auch weit darüber.
Wer glaubt, er benötige nun Zettel und Bleistift, irrt sich.
Nein, jetzt ist ein Besuch in unserem Schloss, das seit mehr als 700 Jahren in Bergedorf steht, angesagt. Nicht Prinz und Prinzessin lebten hier, sondern für Herzöge und Beamte galt es als Residenz. Dass das Schloss das einzige erhaltene (in Harburg gibt es noch Fragmente eines weiteren) in Hamburg ist, weiß inzwischen Jeder.
Schon lange beherbergt es auch das Museum des Bezirkes Bergedorf. Kaum lasen wir etwas über den Beginn einer neuen Ausstellung – nämlich “ Stadt, Land, Fluss“ (aha), machten wir uns auf den Weg.
Die SchlosstürDer erste Raum, der uns empfängt
Museum!? Nicht so voreilig, liebe Leute. Hier ist nichts Verstaubtes, auch wenn die große dicke Tür, die schwer zu öffnen ist, es vermuten lässt. Wir betreten aber nun ein modernisiertes Foyer (ich nenn´ es mal so). Herrlich sommergrün, die Wände. Der Empfangstresen hat ordentlich Schwung bekommen. Rechts (es geht nur rechts) verhängen Rollos, leicht lichtdurchlässig die Fenster und zeigen zarte Fotos mit Motiven aus Bergedorf.
Nein, dazu sei eine Frau nun wirklich nicht imstande, befanden die Herren der Schöpfung. Zu schwach, zu ungebildet, zu wenig kreativ. Eine Künstlerkarriere war für Frauen zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert jedenfalls nicht vorgesehen – es sei denn, sie stammten aus Künstlerfamilien. Da arbeiteten sie schon früh ihren Vätern und Brüdern zu und lernten ganz nebenbei das Malerhandwerk. In der Ausstellung „Geniale Frauen. Künstlerinnen und ihre Weggefährten“ präsentiert das Bucerius Kunst Forum nun 30 solche Frauen mit 150 Werken von der Renaissance bis zum Barock. Ihnen war der Sprung aus Küche und Kirche in die Welt der Künstler tatsächlich geglückt.
Als wir dieses Jahr vom unserem Sylturlaub nach Hamburg fuhren, erlebten wir – das pure Chaos… Unser Zug fuhr laut Plan 13:07 ab Westerland Gleis 3. Wir fanden uns rechtzeitig auf dem Bahnsteig ein. Immer mehr Reisende kamen hinzu. Kurz vor Einfahrt des Zuges: „Der von Westerland nach Hamburg Altona fährt abweichend auf Gleis 2.“ Alle rannten und hetzten zum nächsten Gleis.
Das Hanseviertel ist eine Ladenpassage in der Hamburger Innenstadt zwischen Poststraße und Große Bleichen. Es wurde am 14. November 1980 eröffnet und bietet auf 9000 m² Platz für 60 Geschäfte. Das Quartier gilt als bedeutendes Exemplar der Postmoderne. Die Architektur orientiert sich an der Backsteintradition Hamburgs und im Gegensatz zu anderen modernen Einkaufszentren an klassischen Geschäfts- und Passagenhäusern wie der Mellinpassage in den Alsterarkaden.
Er hat insgesamt nur 37 Bilder gemalt, die meisten von ihnen über mehrere Jahre – im Gegensatz etwa zu Rembrandt, von dem 350 Gemälde bekannt sind. 28 meist kleinformatige Werke von Jan Vermeer van Delft waren nun im Rijksmuseum von Amsterdam ausgestellt – die erste Gesamtschau dieses Meisters aus Hollands „Goldenem Zeitalter“, in dem der Reichtum und damit auch die Kunst zu ungeahnten Höhen wuchsen. Und zu ungeahnten Höhen wuchs auch die Zahl der Besucherinnen und Besucher, die diese Ausstellung sehen wollten. Schon weit vor der Schließung wurden keine neuen Karten verkauft, dafür aber im Internet mit Preisen weit über 200 € angeboten.
Amsterdams Rijksmuseum während der großen Vermeer-Ausstellung. Foto: wikipedia
Ende Juni wurde die Ausstellung geschlossen, aber im Hamburger Zeise Kino wird am Montag, dem 30. Juli, eine Dokumentation gezeigt mit großartigen Erläuterungen über den „Maler der Geheimnisse“, der Alltagsszenen so lebendig festgehalten hat. Selbst Bilder, die man schon oft gesehen hat, werden in diesem Film ganz neu erklärt und sichtbar gemacht.
nein, die Alster ist unser Ziel. Zu mindestens ein Stückchen am Alsterwanderweg von Poppenbüttel bis Ohlsdorf. Immerhin 10 km Fußmarsch.
Es wurde ja auch mal Zeit. Nebenfluss der Elbe, das hört sich so nichtssagend an. Klar, die Elbe ist breiter, ist länger, muss arbeiten, bringt uns bis zur Nordsee, hat Ufer, die einladen. Gibt noch viel zu sagen. Na, nun ist aber die Alster dran. Außerdem versorgt sie die Elbe auch mit Wasser, so ist es ja nun nicht. Und das bringt sie aus Schleswig Holstein mit, denn dort, 25 km nördlich von Hamburg, entspringt sie.
Einige Jahre habe ich jeden Monat jeweils für mehrere Tage in Paris gearbeitet. Die französischen Kollegen waren nicht immer ganz einfach, aber die Stadt habe ich geliebt.
Gearbeitet und gewohnt hatte ich mitten in Paris im 8. Arrondissement. Das ist in der Nähe der Champs Elysee.
Obwohl die Arbeit tagsüber sehr anstrengend war, hatte ich nachts lange Spaziergänge durch die Stadt gemacht.
Meine Lieblingsviertel waren das Gebiet, in dem ich wohnte, das Marais-Viertel und Saint-Germain des Prés. Ich konnte stundenlang durch die lauten oder stillen wunderschönen Straßen laufen mit den immer lebhaften Cafés und Restaurants.
Von einem unvergesslichen Erlebnis möchte ich hier erzählen.
Danke für diesen schönen Beitrag, liebe Elisabeth. Vielleicht gelingt uns Geschwistern beim Familientreffen auch so ein Haiku. Fröhliche Weihnachten!