Damals war's, Festliches, Wissenswertes

Der 8. Mai: Tag der Kapitulation

Beitrag: Thorsten Werner

Der 8. Mai hat in der Geschichte eine besondere Bedeutung, denn an diesem Tag endete im Jahr 1945 der Zweite Weltkrieg in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht. In einigen europäischen Ländern wird dieser Tag als Gedenktag der Befreiung vom Nationalsozialismus und Faschismus begangen.

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Damals war's

Als die Pasta noch Nudel hieß

Beitrag: Edith Kalisch                     

Es ist ewig her als ich noch ein Kind war. Ich erinnere, dass es zuhause manchmal Makkaroni zum Sonntagsessen gab. Vornehmlich zum Gulasch. Diese Nudeln wurden nicht al dente gekocht. Nicht nur, weil dieses Wort in unserem Vokabular fehlte, sondern weil alles ganz gar sein musste. Also weich. Auch das Gulasch lag eher faserig auf dem Teller. Nur die Fettstückchen, die  blieben ganz labberig. 

Damals wurde versehentlich schon nachhaltig gekocht. Nicht so schieres Gulasch, wie wir es heute zu essen pflegen. Aber die Fernsehköche weisen uns schon  darauf hin, dass das Fleisch marmoriert sein sollte, weil es dann saftiger ist.

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Damals war's, Wissenswertes

Gedenken?! Wessen gedenken wir?

Beitrag: Sabine Ziesmer

Veröffentlichung: Jürgen Sakuth

Anlässlich der Woche des Gedenkens vom 20.10. bis 24.11.23 in Bergedorf stellt sich mir die Frage, wessen ich gedenken werde und wie. Ist das Gedenken ein stiller Akt der inneren Einkehr, oder ist es die aktive Auseinandersetzung mit allen zurückliegenden und aktuellen sozialen und politischen Katastrophen, die durch mangelnde Empathie und fehlende Bereitschaft zum Verständnis für alle Menschen, die in ihrem Menschsein gesehen und akzeptiert werden wollen, entstanden sind. Gedenke ich der Opfer von Faschismus und Totalitarismus, des Holocaust und der Progrome, dann muss sich das Gedenken auch einer deutlichen und lauten Sprache bedienen dürfen, um aufmerksam zu machen und wachzurütteln, damit wir niemals vergessen. Gedenke ich der Opfer des Kolonialismus und derer, die ihre Heimat oder ihr Leben wegen der Gewinnsucht der Großmächte verloren? Ja, auch ihrer gedenke ich mit lauter Stimme. Ich gedenke auch der Frauen, die im Kampf für Freiheit und Menschenrechte ihr Leben riskierten, verloren und es immer weiter riskieren werden, bis ihre Stimmen nicht mehr ungehört verhallen. Ich gedenke der Opfer aller brutalen Übergriffe, bei denen Menschen auf Grund ihrer Hautfarbe, Religion oder sexuellen Orientierung getötet und misshandelt wurden. Ich gedenke der Opfer aller Kriege und Kampfhandlungen, die es seit 1945 nicht in die Top Ten der Grausamkeiten geschafft haben. Es sind circa 70 Millionen Opfer in geschätzten 242 kriegerischen Handlungen weltweit. In den nicht enden wollenden Zug dieser Opfer reihen sich täglich neue ein. Still mahnen sie Menschlichkeit und Frieden an. Immer länger wird der Zug, dem sich nun auch Opfer des Überfalls auf die Ukraine, des Terroraktes in Israel und der Kämpfe in Gaza anschließen.  Krieg, Hass, Gewaltherrschaft, Ausbeutung und Selbstüberhöhung machen alle Opfer gleich. Sie haben keine Stimme mehr, wir müssen ihnen unsere geben. Gedenken ist eine Möglichkeit. Sie beginnt in der Stille des Entsetzens und muss den Tätern laut entgegengeschleudert werden. Gedenken wird zur Haltung, wir müssen einander im Blick behalten und füreinander einstehen. Wir müssen gemeinsam gedenken – jeden Tag.

Damals war's

Hammerbrook – verbrannte Kindheit

Beitrag: Ursel Tenne

Wir wohnten in der Wendenstraße in Hammerbrook, in der Nähe der Hamburger Innenstadt. Meine Eltern hatten einen „Seifenladen“ – so nannte man damals eine Art von Drogerie. Unsere Wohnung war zwar klein, aber in meinen Erinnerungen erlebte ich eine kurze glückliche Kindheit, trotz der vielen Luftangriffe. In einem großen Hof hinter den vielen Wohnblocks traf ich mich täglich mit vielen Kindern zum Spielen. Dann kam der Tag, der mein und das Leben meiner Eltern von nun an total verändern sollte.

Nachmittags beschloss meine Mutter, mit mir auf dem Fahrrad zu meinen Großeltern zu fahren – mein Vater musste im Geschäft bleiben, versprach uns aber, später nachzukommen. Auf dem Weg zu den Großeltern stürzte ich mit dem Rad, mein Knie blutete, und meine Mutter wollte wieder nach Hause fahren. Ich weinte aber, wollte unbedingt zur Oma, und meine Mutter gab nach. Wie sich später herausstellte, rettete diese Entscheidung unser Leben.

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Damals war's

Tage, die ich nie vergessen werde

Beitrag: Jürgen Sakuth

Photo by Dom J on Pexels.com

Wahrscheinlich hat jeder von uns Erinnerungen daran, wann und wie er zum ersten Mal von Ereignissen erfuhr, die die Welt veränderten, wie zum Beispiel den Fall der Mauer oder an die Flugzeug Terror Anschläge in New York.

Ich erinnere mich an eine Nachricht, die sowohl viel in der Welt elektrisierte, aber auch direkt mein Berufsleben betraf. 

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Damals war's

Wenn der Computer versagt

Beitrag: Boike Jacobs

Ja, ich weiß, das müsste eigentlich nicht sein. Im Jahr 1989 bin ich schließlich von der Schreibmaschine auf den Computer gewechselt – siehe Foto. Und es hat mir Spaß gemacht, täglich habe ich gesessen und Artikel, Briefe und mails geschrieben, später auch Layout und Seitenumbruch gelernt. Das ging mir leicht von der Hand, und man möchte eigentlich meinen, heute könnte ich mit ebenso leichter Hand meinen Computer reparieren. Aber da geht es eben los …

2002 waren Computer noch schwere, unhandliche Kästen
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Damals war's

Mein Start ins Berufsleben

Die Sache mit dem Zinsfuß

Beitrag: Jürgen Sakuth

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Im Alter von 16 Jahren sollte ich mich damals entscheiden, in welchem Beruf ich nach dem Schulabschluß arbeiten wollte.

Ich war damit völlig überfordert und hatte keine Idee. 

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Aus der Region, Damals war's

Bergedorf und die Kolonialzeit

Beitrag: Boike Jacobs

An einem der letzten ungewöhnlich warmen Novembertage fahre ich mit meiner Nachbarin nach Aumühle zum Restaurant Waldesruh am See. Was für eine schöne Aussicht habe ich von der Terrasse aus – links der See, vor mir der Wald. Doch als ich den ersten Schluck Kaffee nehme, fällt mein Blick auf ein weißes Steingebilde, das zwischen den Bäumen hervorleuchtet. Was ist das? Und warum steht es hier am See, halb verdeckt von Büschen und Zweigen?

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Aus der Region, Damals war's

Bergedorf und sein berühmtes Bier

Beitrag: Boike Jacobs

Tatsächlich dachte ich, dies seien wohl einmal Karpfenteiche gewesen, an denen ich bei meinem ersten Spaziergang durch die Chrysanderstraße vorbei lief. Aber als ich meinen Freunden davon erzählte, lachten sie herzlich. Karpfenteiche? Eisteiche waren das. Denn Bergedorf war noch vor hundert Jahren weltweit bekannt für seine wohlschmeckenden Biere. Aber was hatte das nun mit den Teichen zu tun?

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Damals war's

Von Wasser und Strom

Beitrag: Boike Jacobs

Die Jahresrechnung für Wasser lag gestern in meinem Briefkasten, und zum ersten Mal muss ich zuzahlen, obwohl ich nicht mehr Wasser verbraucht habe als im Jahr zuvor. Nun, ich war gewarnt, seit die Energiekrise über uns hereingebrochen ist, bin ich folglich noch achtsamer mit Strom und Wasser als zuvor. Und wenn jüngere Menschen stöhnen und nicht wissen, wie sie sich einschränken sollen, denke ich an meine Kindheit.

Nur am Samstag wurde gebadet
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