Wir können im Bergedorf.Blog auch sehr aktuell sein. In diesem Beitrag geht es um die Fußball WM in Amerika. Die aktuelle Sport-Berichterstattung überlasse ich lieber den Profis. Aber hier geht es um ein Social Media-Phänomen. Drei junge deutsche Fußballfans berichten als „freddyla7“ über ihre Alltagserlebnisse in Amerika und sind damit in den USA so erfolgreich, dass sie dort bereits über 722 Tsd. Follower haben und für Furore sorgen. Sie wurden sogar schon ins Weiße Haus eingeladen. Warum schreibe ich darüber bei uns im Blog?
Es handelt sich um Bergedorfer. Das ist doch eine Meldung wert.
För de Lüüd, de buerwarken doot, is de Sommertiet de wichtigste Tiet vun’t Johr. Jüst nu hett buten dat Koorn, de Raps, de Kohl, de Röven un all de velen annern Gröönsaken dat best Wassdom. Dorn warrt dat Fröhjohr, de Johrstiet vör den Sommer, ok Vörjohr nöömt. De Harvsttiet, de Johrstiet na den Sommer, warrt passlich as Najor betekent. Nu, dat ik dütt hier opschriev, fallt mi in, wat Buer Strohbeen jümmers mit ’n Plierögen see, wenn de Snack op dat Vörjohr keem:
„Dat is weller Fröhjohrstiet, de Vagels doot dat nu, de Immen doot dat, un de Bottervagels doot dat ok. Ik wörr dat jo egens ok heel geern maken, man dat Lege is, ik kann blots nich flegen!“
„Honi soit qui mal y pense!“ wörr wull de Franzoos nu seggen. Dat heet op Hoochdüütsch: „Ein Schelm, der Böses dabei denkt!“ Man de Plattsnacker seggt dorto kort un bünnig: “Man nix för ungoot!“
Quelle: Heinrich Evers „Fleitjepiepen, Utbüxen hölpt nix!“ (Balticum Verlagsgesellschaft und Werbeagentur GmbH) Illustration: Elke Grotelüschen
Willkommen an Bord von Airline Wiederkehr, Sie haben eine wirklich gute Wahl getroffen. Für Ihr Vertrauen bedanken wir uns sehr, unser Service lässt keine Wünsche offen. Nachdem wir auf den Käpt’n fünf Stunden mussten warten, zum Zeitpunkt des Abflugs war er noch nicht nüchtern genug, können wir jetzt endlich Richtung Hongkong starten, die Crew wünscht Ihnen allen einen angenehmen Flug. Leider ist der Kaffeeautomat immer noch defekt wir hoffen, dass Ihnen das Frühstück auch ohne Kaffee schmeckt. Zum Ausgleich bieten wir Ihnen und das ist hier der Gag, Eier von freilaufenden Hühnern, die befinden sich im Heck. Ein kleines Problem ist soeben noch entstanden, betrifft nur Passagiere, welche Singapur gebucht. Augenblicklich können wir dort nicht landen, denn der Käpt’n wird hier per Haftbefehl gesucht. Möchten Sie dennoch Ihren Urlaub hier verbringen und scheuen vor einem Abenteuer nicht zurück, haben Sie die Möglichkeit, mit dem Fallschirm abzuspringen, wir wünschen Hals- und Beinbruch und ein bisschen Glück. Sollt’ der Fallschirm sich nicht öffnen, bedauern wir das leise, denn es bedeutet quasi das Ende Ihrer Reise. Eines müssen wir noch auf jeden Fall ergänzen, wenn die Maschine wackelt, dann nicht durch Turbulenzen. Auch der Mensch hat im Alter hin und wieder schon Gebrechen, bei unserm Flieger Baujahr 70 sind es die Tragflächen. Haben Sie zum Schluss dennoch alles überstanden und die Welt wurde durch uns ein bisschen kleiner, können Sie gewiss sein, dass wir auch wieder landen, denn oben geblieben ist bisher noch keiner.
Neben der St. Petri-und Pauli-Kirche hängt am jetzigen Küsterhaus mit dem runden Turm eine alte, ein wenig verwitterte, aber noch gut lesbare Tafel.
In diesem Hause, das damals nicht den runden Turm als Anbau hatte, wohnte einst mit seiner Frau Abel Christine der Organist Peter Hasse, Sonntag um Sonntag sitzt er an der Orgel, die sich einst die Bergedorfer im Jahre 1593 für gar nicht billiges Geld hatten aufnötigen lassen. Schon Paul Harders, sein Vorgänger, hatte das alte Positiv aus der Klosterkirche St. Johannes Hamburg nicht gut beurteilt: „dass sie in allen Stimmen falsch war und sonderlich von den Bälgen keinen beständigen Wind geben konnte und dass sie in den siebzehn Jahren nicht durchgestimmt und gebessert war, deretwegen die besten und stärksten Stimmen stille stünden und nicht mehr gebraucht werden könnten“.
Hassehaus
Aber die 104 Hausbesitzer, 36 Budenbesitzer und 56 Mietsleute, die das alte Positiv voller Stolz gekauft hatten, waren froh, aus der berühmten Johanneskirche in der großen Stadt das Instrument zu besitzen.
Vun’e Mitt vun’n Oostermaand bit to’n Enn vun’n Maimaand kann een bi uns in’t Holt Mööschen oornen. En Dag vör dat Serveern frischen Möösch, de noch keen Blöten hett, plücken, an’e Steelennen tohoopknütten un över Nacht to’n Drögen ophangen. Mööschbläder entwickelt dat best Aroma wenn se welk sünd. Een kann dat ok torechtkriegen, wenn een den Möösch kort in dat lesschapp to’n Infreren packt.
Illustration: Elke Grotelüschen
Quelle: Heinrich Evers „Dat dröfft doch mal seggt warrn!“ (Balticum Verlagsgesellschaft und Werbeagentur GmbH)
Photo by u0412u043eu043bu043eu0434u0438u043cu0438u0440 u041eu043bu0435u0439u043du0456u043au043eu0432 on Pexels.com
Junior-Wurm sich durch den Apfel fraß, denn ein Apfel, der tat köstlich schmecken. Sein Vorteil war, dass er im Innern saß, kein Vogel konnt‘ ihn so entdecken. Doch weil auf Dauer er’s langweilig fand, im Dunkeln stets zu kauen, fraß Junior-Wurm sich durch die Apfelwand, die weite Welt zu schauen. Nun birgt ja diese weite Welt so allerhand Gefahren, und niemand hat dem Wurm erzählt, wie er sich sollt’ davor bewahren. Während er arglos aus dem Apfel schaute, das Unheil sich über ihm zusammenbraute. Es entdeckte eine Meise den Wurm für sich als Speise. Man glaubt, dies ist jetzt des Wurmes Ende, es gibt für ihn auch kein Entrinnen, da bahnt sich plötzlich an die Wende, denn die Rettung selbst, sie kommt von Innen. Junior-Wurm der hatte wirklich Glück, die Meise zwar kräftig an ihm zerrte sein Hinterteil war vom Fressen viel zu dick, ihm so nach außen hin den Weg versperrte.
Es gab einmal eine „Beiderstädtische Schiffspost“. Allerdings nur kurze Zeit im Sommer 1865. „Flora“ hieß der Dampfer mit Schaufelrad. Mit Schaufelrad, damit die Dove Elbe, wenn er in ihr entlangschipperte, durch Wellengang nicht überlief.
Morgens ging es mit dem Kondukteur an Bord von Curslack nach Hamburg und abends zurück, immer nach der jeweiligen Tide sich richtend. Für die weitere Beförderung sorgten dann die Landpostboten. Seit 1846 gab es die „Bergedorfer Landpost“,deren Einrichtung wohl auf den aktiven Bergedorfer Stadtschreibergehilfen Johann Heinrich Reppenhagen zurückgeht. Vorher hatten Bierfahrer und Brotkutscher gelegentlich die Post mitgenommen.
Für die offizielle „Bergedorfer Amtspost“ war der Königliche Postverwalter Franz Wilhelm Ludwig Paalzour zuständig. Durch diese „Bergedorfer Amtspost“ wurde die Privatpost zwischen Bergedorf und Hamburg befördert.
Vom 1. November 1861 bis 31. Dezember 1867 hatte Bergedorf eigene Briefmarken. Es gab hellblaue und dunkelbaue 1/2 Schilling-, weiße 1 Schilling-, gelbe 1 1/2 Schiling-,blau auf rosafarbene 3 Schilling- und braune 4 Schillingmarken.
Sie unterschieden sich nicht nur in der Farbe, sondern auch in der Größe und hatten alle, eben als beiderstädtische Marken, als Motiv einen halben Lubischen Adler und ein halbes Hamburger Tor – je die Hälfte von den beiden Hansestädten. Darum standen, über die vier inneren Ecken verteilt, die Buchstaben eingraviert LH PA. Das hieß Lübeck-Hamburger Postamt.
Hat mir sehr gut gefallen. Ich kenne Andrea und natürlich ihre wunderbare Kunst.