Beitrag: Philipp Sakuth
Fischsupp
Beitrag: Jürgen Sakuth

Elke Grotelüschen hett maleenst ’n nieget Rezept op’e Rücksiet vun’n
Klennerblatt funnen un wull dat glieks mal utprobeern: Fischsupp mit
Look.
Se güng an’n Friedag na’n Fischhöker op’n Wekenmarkt vun Niestadt
in Holsteen un seggt:
„Ik harr geern ’n lütt Stück Dösch!“
De Fischhöker wiest ehr mit sien Mess de Steed, wo he achtern vun
den groten Dösch wat afsnieden wull un fraagt:
„So veel?“
„Jo“, seggt se, „dat is akkerat so veel as ik bruuk. Maakt Se mi man ok
glieks noch de Graden rut!“
Hoher Besuch im KörberHaus
Beitrag: Jürgen Sakuth

Am 10. September war Bundespräsident Steinmeier bei uns im KörberHaus. Als ehrenamtlicher Leselernhelfer durfte ich dabei sein.
Nach den Einlasskontrollen am Hintereingang warteten wir in der Geschäftsstelle auf unseren „Auftritt“. Ich hatte das Gefühl, dass wir Erwachsenen aufgeregter waren als die Kinder, die uns und dem Bundespräsidenten vorlesen sollten.
Nachdem wir durch das Fenster die Ankunft des Staatsoberhauptes beobachtet hatten, war es bald soweit. Wir durften ins Treppenhaus. Nach einem kurzen Blick von oben auf das laufende Besuchsprogramm im Foyer nahmen wir unsere Plätze auf bereitgestellte Sofas in der Lounge ein. Noch vor dem Präsidenten positionierten sich die vielen Fotografen und Kameraleute vor uns. Und dann kamen sie wirklich. Frau Nemela von der Leitung der Körber-Stiftung, die Bezirksamtsleiterin Frau Schmidt-Hoffmann und unser Bundespräsident Herr Steinmeier.
Die Gespräche, die wir nacheinander mit ihnen führten fanden in einer sehr angenehmen, lockeren und entspannten Atmosphäre statt. Auch die Kinder waren mit Begeisterung dabei.


Ein Kind fragte den Bundespräsidenten, in welcher Schulklasse er denn wäre.
Ich glaube, Herr Steinmeier gibt sich nicht nur bürgernah, er ist es auch wirklich. Er wäre gerne wohl noch länger bei uns geblieben, aber der geplante Programmablauf musste eingehalten werden.
Danach gab es für uns eine kurze Pause. Die Kinder und wir Leselernhelferinnen und Leselernhelfer bekamen Geschenke von der Körber-Stiftung. Schließlich verabschiedeten wir uns von den Kindern, die sich für den Nachhauseweg ausgiebig an den bereitgestellten Süßigkeiten bedient hatten.
Malwettbewerb
Beitrag: Edith Kalisch

Es ist nicht wichtig, ob man gut malen oder zeichnen kann. Wichtig ist nur der Spaß an der Sache.
Ja, Spaß haben wir, Janosch und ich. Wir haben es uns angewöhnt, neben vielen anderen Spielen einen Malwettbewerb zu veranstalten. Jedes Mal, wenn wir uns treffen. Und das ist nicht gerade selten.
Janosch malt für sein Leben gern. Viele Erlebnisse werden „auf Papier“ nachgearbeitet. Die Bilder kleben dann an Kacheln in der Küche und bei mir im Flur am Einbauschrank. Für alle gut sichtbar. Der Platz wird geringer. Wir müssen uns etwas einfallen lassen. Die Freude am Malen bleibt.
Auch jetzt wird Papier, werden Buntstifte auf dem Tisch verteilt. Es ist also wieder so weit. Das Thema oder „die Kategorie“ (wie Janosch sagt) wird ausgehandelt. Während er das Weltall bevorzugt oder die Unterwasserwelt, Dinos, Schiffe auf der Elbe, liegen diese Themen mir nicht so. Vor allem, weil wir die … na ja, hatten wir schon. So habe ich eine Chance, meinen Vorschlag einzubringen. Janosch ist immer begeistert. Kommentiert ihn mit „Gute Idee!“ Bin ich froh. Heute: Albrecht Dürers Eichhörnchen. Das sind Janoschs Lieblingstiere. Konnte ja nichts schiefgehen.
Weiterlesen „Malwettbewerb“In Hamburg ist der Bär los
Tiere in der Stadt
Beitrag: Elisabeth Hartmann

Hamburg hat 1.865.565 menschliche Einwohner*innen. Und wie viele Tiere leben in dieser Stadt?



Das ist schwer auszumachen. Bekannt ist: über 105 Tausend Hunde sind registriert, Katzen und andere Lieblinge werden nicht gezählt, so genannte Nutztiere auch nicht und nicht das, was für uns Ungeziefer ist. Bei Hagenbeck gibt es rund 14.300 Tiere. Die vielen Bewohner der 38 Naturschutzgebiete Hamburgs sind unzählbar, geschweige denn die im Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer an der Elbmündung.
Weiterlesen „In Hamburg ist der Bär los“Eine lebenslange Liebe
Beitrag: Sabine Ziesmer

Ich wuchs in den 60er Jahren im Schanzenviertel auf. Bäume am Straßenrand gab es nicht, Ausflüge ins Grüne auch nur selten. Ein Ausflug führte uns in das Alte Land. Ich stand auf dem Deich und bestaunte die Elbe zu meinen Füßen. So kannte ich den Fluss, meinen Fluss, den ich tief im Herzen trage, noch nicht. Schöne alte Häuser schmiegten sich an den Deich, Schafe fraßen gleichmütig das Gras kurz, und es war so unendlich still.
Mit meinem Vater stand ich oft an den Landungsbrücken, von wo aus er und Hunderte andere Hafenarbeiter mit Barkassen zu den Schuppen gebracht wurden. Dort verteilten die Kaiarbeiter die Güter mit Hilfe von Kränen und einfachen Sackkarren vom Schuppen an den Kai oder umgekehrt. Mein Vater war ein Schauermann, wie diese Hafenarbeiter genannt wurden, deren Aufgabe im Be- und Entladen von Frachtschiffen bestand. Er war stolz auf sich und seine Arbeit.
An den Landungsbrücken war immer ein unüberschaubares Gewusel. Die Schornsteine der Schiffe entließen ihre giftige Last auf den ganzen Hafen. Es wurde manchmal nicht richtig hell. Arbeiter kamen zurück, andere begannen ihr Tagwerk – und das rund um die Uhr. Der größte Seehafen Deutschlands kam nie zur Ruhe.

Dass der Wandel vom Stückgut zum Container so kurz bevorstand, wussten wir zwei glücklichen Betrachter der Geschäftigkeit Mitte der 60er Jahre noch nicht. Mein Vater sollte das nicht mehr erleben. Sein Tod fiel mit der Aufstellung der ersten Containerbrücke am Burchardtkai 1968 zusammen.
Weiterlesen „Eine lebenslange Liebe“Der Römische Garten
Beitrag: Jürgen Sakuth
„Das Leben wird nicht nur weggelebt. Es wird etwas unternommen“
Diesen Spruch muss sich der Ehemann einer Freundin meiner Frau immer anhören, wenn er lieber auf dem heimischen Sofa bleiben möchte.
Nach dem obigen Motto haben wir wieder einen Ausflug gemacht. Wir waren im römischen Garten am Falkensteiner Ufer der Elbe. Der Garten gehörte früher der Familie Warburg und ist heute eine öffentliche Parkanlage in Blankenese etwa 30 m oberhalb der Elbe.



Termine September
Beitrag: Jürgen Sakuth
Tipps aus der Redaktion
| Wann | Thema | Wo |
| Mo, 1. September um 19 Uhr 30 | Filmvorführung : Der Salzpfad Britischer Spielfilm um ein älteres Ehepaar, das alles verloren hat und sich noch einmal auf einen langen Wanderweg im Süden Englands begibt. | Sachsenwald-Forum Hamburger Straße 8 Reinbek Eintrittspreis 8 Euro Online- Vorverkauf: http://www.kultur-reinbek.de |
| Fr, 12. September um 19 Uhr | Mischpoke Konzert | Bergedorfer Schloss Innenhof Eintrittspreis 15 Euro Vorverkauf-schloss@t-online.de |
| Mo, 15. September um 19 Uhr | Alter, was postest du da? Diskussion | KörberForum Anmeldung ab 1. September 9.00 Uhr |
| Mi, 24. September um 19 Uhr | Hier wohne ich, hier bleibe ich Diskussion | KörberHaus Anmeldung ab 10. September 9.00 Uhr |
| Fr, 26. September 15 bis 18 Uhr | Herbstfest der Engagierten | Anmeldung unter info@koerberhaus.de |
Stand: 29. August
Das große Aufräumen im Kopf
Warum Schlaf so viel mehr ist als nur Ausruhen
Beitrag: Thorsten Werner

Wir alle lieben ihn, sehnen uns nach ihm und oft bekommen wir nicht genug davon: Schlaf. Doch während wir selig schlummern, passiert in unserem Körper – und vor allem in unserem Gehirn – Erstaunliches. Schlaf ist nämlich viel mehr als nur eine nette Pause vom Alltag. Er ist eine hochaktive Phase der Regeneration, Reparatur und sogar eine Art „Müllabfuhr“ für unser wichtigstes Organ.
Schlaf: Ein Luxus, der keiner ist – und wie viel wir wirklich brauchen
In unserer 24/7-Gesellschaft wird Schlaf oft als verlorene Zeit oder sogar als Schwäche angesehen. Wer erfolgreich sein will, muss angeblich früh aufstehen und lange arbeiten – Schlaf ist da nur ein notwendiges Übel. Doch das ist ein gefährlicher Trugschluss! Chronischer Schlafmangel, (weniger als 7 Stunden pro Nacht!) führt nicht nur zu Müdigkeit und Konzentrationsproblemen, sondern erhöht auch das Risiko für eine ganze Reihe von Krankheiten, von Herz-Kreislauf-Problemen über Diabetes bis hin zu psychischen Erkrankungen und sogar Alzheimer und Parkinson.
Das glymphatische System: Die Müllabfuhr des Gehirns
Aber was genau passiert da eigentlich, während wir träumen? Eine der faszinierendsten Entdeckungen ist die des glymphatischen Systems. Stellen Sie sich das Gehirn wie eine belebte Stadt vor, in der ständig gearbeitet wird. Bei all dieser Aktivität fallen natürlich auch Abfallprodukte an. Lange Zeit war unklar, wie das Gehirn diese los wird, da es kein herkömmliches Lymphsystem besitzt.
Forscher haben nun herausgefunden, dass das Gehirn während des Schlafs ein einzigartiges „Reinigungssystem“ aktiviert. Das glymphatische System nutzt die zerebrospinale Flüssigkeit (CSF), die unser Gehirn umgibt, um Abfallstoffe, darunter schädliche Proteine wie Beta-Amyloid (das mit Alzheimer in Verbindung gebracht wird), aktiv aus dem Gehirn zu spülen. Pro Nacht fallen etwa 7 Gramm Abfälle (Proteine) an, die über das glymphatische System aus dem Gehirn abtransportiert werden. Das gelingt aber nur, wenn wir mindestens 7 Stunden am Tag schlafen.
Wie funktioniert das „große Aufräumen“?
Neueste Studien, wie sie beispielsweise im Fachmagazin Science oder Nature Neuroscience veröffentlicht wurden, zeigen, dass sich die Gehirnzellen im Schlaf quasi zusammenziehen. Das schafft winzige Zwischenräume, durch die die CSF dann effektiver strömen und die gesammelten Proteine und andere Metaboliten abtransportieren kann. Es ist wie eine Flutwelle, die durch die Gassen unserer Gehirnstadt fegt und den angesammelten Müll wegspült.
Besonders während des Tiefschlafs (Non-REM-Schlaf) ist dieses System hochaktiv. Das bedeutet: Wer zu wenig Tiefschlaf bekommt – was oft bei verkürzter Gesamtschlafdauer der Fall ist – verhindert, dass sein Gehirn diese entscheidende Reinigungsarbeit leisten kann. Das könnte erklären, warum chronischer Schlafmangel mit einem erhöhten Risiko für neurodegenerative Erkrankungen in Verbindung gebracht wird. Es ist, als würde man den Müll über Wochen nicht abholen – irgendwann wird die Stadt unbewohnbar.
Mehr als nur Abfallentsorgung: Konsolidierung und Kreativität
Aber Schlaf ist nicht nur „Müllabfuhr“. Während wir schlafen, festigt unser Gehirn auch das, was wir tagsüber gelernt haben – Stichwort Gedächtniskonsolidierung. Informationen werden vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis überführt und miteinander verknüpft. Das Gehirn arbeitet also auch im Schlaf auf Hochtouren, um Gelerntes zu verarbeiten und zu speichern.
Und haben Sie sich jemals gefragt, warum Ihnen manchmal die besten Ideen morgens im Bett kommen oder Sie nach einer guten Nachtruhe plötzlich eine Lösung für ein Problem finden? Schlaf fördert auch die Kreativität. Unser Gehirn kann im Schlaf auf eine Weise Verbindungen herstellen, die uns im Wachzustand vielleicht nicht möglich sind. Es werden scheinbar disparate Informationen verknüpft, was zu neuen Einsichten führen kann.
Was können wir tun? Die Macht eines guten Schlafs nutzen
Angesichts dieser faszinierenden Erkenntnisse wird klar: Schlaf ist kein Luxus, sondern eine biologische Notwendigkeit für unsere körperliche und geistige Gesundheit.
80. Geboortsdag

Beitrag: Helmut Marquardt
Opa fiert Geboortsdag hüüt,
Opa de ward 80 Johr.
Tau düssen Festdag kummt n’ Menge Lüüd,
düsse Dag ward richtig swoor.
Freuh an’n Morgen kummt vörbi
Paster Peter Pütten,
verdeelt sien Seegen näbenbi
un dann gifft dat noch’n Lütten.
Up eenmal is dann dor
Keunig Gustav mit sien Schütten.
De steiht Spalier, dat is doch kloor
un dat gifft dat noch ’n Lütten.
Klock 11 dann kummt Naber Nieden
mit sien dicke Olsch dortau.
Se snackt lang vun ole Tieden,
Opa seggt blots noch jo jo.
Dat Gesabbel deiht em nich veel nütten
un dann gifft dat noch’n Lütten.
Mit n‘ Mal steiht de Füerwehr in’ne Dör
de hebbt hüüt mal nix tau sprütten.
20 Mann sünd keen Malheur
un dann gifft dat noch’n Lütten.
Opa glövt, he hett sik verkäken,
in de Döör dor steiht Tant Krütten.
Mit de hett he nu gor nich räken
un dann gifft dat noch’n Lütten.
Vun Roden Krüüz dor kummt Fro Schlingen
ehr Gesicht is witt as Bütten.
Se deiht em n‘ Ständchen bringen
un dann gifft dat noch’n Lütten.
Ok de Fautballspeelers kaamt vörbi,
de bruukt he nich lang tau bidden.
Opa schickt jem up de Galerie
un dann gifft dat noch’n Lütten.
Tau Koffitiet dor kummt Armanda
se is mit sien Fro an’n knütten.
Sett sik mit ihr up de Veranda
un dann gifft dat noch’n Lütten.
Ok de Börgermeester kummt tau’n graleern
doch Opa will em gor nich seen.
Segg em man, he sall na Huus sik scheern,
denn sien Gesabbel, dat versteiht keeneen.
’n Menge Lüüd hett he hüüt drapen,
fief Buddel Kööm hebbst em utsapen
un Opa hett vun all de Lütten
an Avend düchtig een sitten.
Annern Dag’s is em dat kloor,
ok wenn man em deit düchtig bitten
dann gifft dat in’n taukamen Johr
tau sien Geboortsdag wiss k e e n Lütten.

Das ist mir aus der Seele gesprochen.