Beitrag: Thorsten Werner

Die kürzesten Wörter,
nämlich „ja“ und „nein“,
erfordern das meiste Nachdenken.
Pythagoras von Samos
Beitrag: Thorsten Werner

Die kürzesten Wörter,
nämlich „ja“ und „nein“,
erfordern das meiste Nachdenken.
Pythagoras von Samos
Beitrag: Thorsten Werner
Ich musste nur noch den Einkauf bezahlen, als mich die Kassiererin freundlich ansprach: „Wollen Sie für den Guten Zweck aufrunden?“ „Natürlich, Kleinvieh macht ja auch Mist. Wenn viele mitmachen, bringt es viel.“ „Ja, wenn…“ antwortete die freundliche Frau leise. Da keine Schlange hinter mir war, kamen wir ins Gespräch. „Krieg und Klima sind sehr wichtig für die Menschen“ sagte ich etwas lauter und merkte wie sich eine kleine Schlange überwiegend gut gekleidete Senior*innen hinter mir bildete. „Ja, unbedingt“, „Natürlich“, „Man muss an die Zukunft denken“ hörte ich die Menschen hinter mir sagen. Inzwischen standen zahlreiche Kund*innen um mich herum und kaum jemand an der Nebenkasse. „Aber wer kümmert sich um die Obdachlosen und Armen?“ fragte ich. Die Kassiererin deutete mit dem Finger hinter mich. Die Leute standen plötzlich alle an der Nebenkasse.
„Niemand“ sagte die Kassiererin schließlich.
Beitrag: Jürgen Sakuth
Zum Plattdeutschtag am 20. April in Hamburg fanden auch einige Veranstaltungen im KörberHaus statt. Ich war bei zwei Höhepunkten dabei. Eigentlich hätte dieser Beitrag auch auf Plattdeutsch geschrieben werden sollen, aber leider kann ich Platt nur verstehen und nicht schreiben.
Der erste Höhepunkt war die gut besuchte Lesung von Ove Thomsen im Körber Saal. Er las aus seinem ersten Kinderbuch „Regen im Kopf“ (oder op Platt „Regen in’n Kopp“)



Das Thema ist nicht nur für Kinder interessant, sondern auch für Erwachsene. Ich denke, wir alle kennen das. Man will zu viel schaffen und macht sich selbst am meisten Druck. Wie meine Frau immer sagt, wenn ich mir zu viel vornehme: „Musst du schon wieder Haken setzen?“
Das Buch (Jumbo-Verlag) ist wunderschön und sehr empfehlenswert. Auch die Illustrationen von Melf Petersen sind phantastisch.
Ove Thomsen ist auch Liedermacher. Zwischen den Lesungen hat er eigene Lieder vorgetragen.
Weiterlesen „Plattdeutschtag im KörberHaus“Beitrag: Boike Jacobs
Zusammen mit der Kunstinitiative Brookkehre und zwei Filmemachern von „yeahimakemovies“ entstehen seit 2016 in den Sommerferien Kunst-und Kurzfilmprojekte mit thematisch passenden Ausflügen, bei denen die Kinder einer Wohnunterkunft in Bergedorf nicht nur ihre Rollen spielen, sondern zuvor Kulisse und Figuren selbst erschaffen.


Beitrag: Thorsten Werner

Anlässlich des Hamburger Plattdeutschtages am 20. April 2024
Sie denken plattdeutsch ist altmodisch? Von wegen. Sogar die KI (ChatGPT) spricht Plattdeutsch. Viel Spaß!
Weiterlesen „Mien Heimat“Beitrag: Jürgen Sakuth

To de Tieden, as in Niestadt noch ’n
Amtsgericht west is, dor hett de Topleger,
Wally Möllemann ut Olenkremp, mal as
Tüüg to Gericht sullt.
Dor fröggt de Amtsrichter em to Beginn
so allerhand to sien Person. He wull sien
Öller weten, fraag na sien Profeschoon
un Ehstand un to’n Sluss ok na sien’n
Gloven. „Wat meent Se denn dormit, Herr Amtsrichter?“ fraagt de.
„Auf welches Glaubensbekenntnis sind
Sie denn getauft worden, Herr Mölle-
mann?“
Jo, Herr Amtsrichter, dor weet wi op’n Dörp doch nix vun. Dor küm-
mert wi uns ok nich üm. Se künnt dorvun utgahn, dat Se un ik den
sülvigen Gloven hebbt. Dat mutt doch nu langen!“
„Sie sind aber doch ein gläubiger Christ?“
Jo, dat is richtig. Ik gah ok na de Kark, un dor heff ik Se ok al mal
seh’n, denk ik. Dorüm meen ik, wi twee glöövt seker datsülvige, Herr
Amtsrichter!“
Ja, aber Sie müssen doch wissen, ob Sie evangelisch oder katholisch
sind‘?“
Minsch, Herr Amtsrichter, dor weet unsereen op’n Lann doch nix vun
af!“
„Ja, aber Sie haben doch sicherlich schon einmal etwas von Dr. Martin
Luther gehört, Herr Möllemann?“
„Siendaag nich, Herr Richter, in mien ganzet Leven nich. Wenn un-
sereen mal krank is, denn schickt wi jümmers na Hermann-Doktor ut
Niestadt in Holsteen!“
Quelle: Heinrich Evers „Dat dröfft doch mal seggt warrn!“
(Balticum Verlagsgesellschaft und Werbeagentur GmbH)
Illustration: Elke Grotelüschen
Beitrag: Thorsten Werner
Selbstlernender Roboter
Forscher entwickelten jüngst den kleinen Roboter Max, welcher Aufgaben extrem schnell erledigen kann und selbstständig arbeitet. Sie statteten ihn mit der neuesten KI aus, damit er selbstständig Entscheidungen treffen kann. Außerdem kann er von uns Menschen lernen, wie, was und wann man arbeitet, und er trifft selbstständig Entscheidungen, um noch produktiver zu arbeiten.
Und, was lernt der kleine Streber als Erstes von uns?

Work-Life-Balance!
Beitrag: Barbara Froh
Der LandFrauenverband Hamburg spielt eine bedeutende Rolle im Engagement für Frauen im ländlichen Raum. Gegründet in der Nachkriegszeit, hat der Verband eine beeindruckende Entwicklung durchgemacht, um die Interessen und Belange von Frauen in landwirtschaftlichen Betrieben und im Gartenbau zu vertreten. Hier sind einige Schlüsselaspekte und Merkmale des Verbandes:

Beitrag: Edith Kalisch
Das KörberHaus ist schon auf dem ersten Blick zu sehen. Raffiniert angebrachte Kupferlamellen an der Fassade, viel Glas, dass Licht ins Innere des Hauses bringt. Sodass auch das Hamburger Schmuddelwetter die Besucher nicht davon abhalten soll, es zu besuchen. Besser noch, es für Alle zu erobern. Es spiegelt sich in der Bille. Doppelt hält eben besser.

Für die, die es noch nicht wissen: Es ist nur ein kurzer Weg vom Bahnhof hierher. So ca. 99 Schritte. Glaube ich. Ein Weg, ein „Bauweg“, der noch ein richtiger werden soll, von Pflanzen gesäumt wird, bald, bald. Direkt zum Haupteingang. Einige breite Stufen deuten es schon an. Es wird!
Wir betreten aber nun das Haus. Es gibt einen automatischen Türöffner. Aber entweder bin ich zu schwach, oder er ist doch häufiger defekt. Auch das wird sich bessern. Also, egal, ich bekomme die Tür auch mit Muskelkraft geöffnet.
Rechts duftet es nach Kaffee, Musik übertönt das Gemurmel der Gäste. Mich reizt heute das „Schmidtchen“ nicht. Im großen Vorraum mit vielen Pflanzen und Sitzmöglichkeiten, die Bücherhalle, geradeaus der Eingang zum Lichtwarktheater, noch geschlossen, weil zu früh.
Weiterlesen „Erst auf den zweiten Blick“Der lange Weg zum Erfolg
Beitrag: Sabine Ziesmer
Auszug aus: Wozu bin ich berufen? „45 Berufe geträumt, gelebt, verwirklicht“
Berufsbiografie von Sabine Ziesmer, Jahrgang 1957
Wir waren als geburtenstarker Jahrgang überall und stets viele. Mit 36 anderen Mädchen kam ich 1964 in die erste Klasse. Auf den Straßen und in den Hinterhöfen des Schanzenviertels im Herzen Hamburgs mangelte es nie an Spielkameraden. So lernten wir früh, dass Gemeinschaft auch Geborgenheit verhieß und im Teilen ungeahnte Möglichkeiten lagen.
Es war eine Zeit des Aufbruchs. Ich war ein Arbeiterkind im besten Sinne, der Vater immer fröhlich und aufgeschlossen für die neuen Dinge, die die 60er Jahre verhießen. Die Mutter ehrgeizig und stolz, aber auch enttäuscht vom eigenen engen Leben im Arbeitermilieu. Ihr würde ich es zu verdanken haben, dass meine Schulbildung auch in harten Jahren immer an erster Stelle stand.
Mit einem guten Abiturzeugnis in den Händen und einer begeisterten Mutter an meiner Seite, startete ich mein Lehramtsstudium an der Universität Hamburg. Wieder waren wir viele, die auf den Gängen und auf den Treppen der Universitätsgebäude den Vorlesungen folgten. Hier spürten wir zum ersten Mal, dass wir nun Konkurrent*innen waren, wir strebten alle, wie durch einen engen Flaschenhals, in den Schuldienst.
Mein Studium konnte ich erfolgreich beenden und so stand der Suche nach einer geeigneten Schule für das Referendariat nichts mehr im Wege. Ich hatte meine Chancen bekommen, ich hatte sie genutzt und ich würde meinen Weg natürlich fortsetzen. Ich war ja schließlich noch lange nicht am Ziel. Auf Hindernisse war ich ja gefasst, dass es sich derart schwierig gestalten würde, konnte ich nicht ahnen. Und das war auch gut so.
Weiterlesen „Babuschka entdeckt ihre Talente“
Unglaublich spannend - danke für diesen informativen Beitrag!