Freizeit & Reise

Von der Toskana zum Nordkap

Beitrag: Boike Jacobs

Am Hamburger Flughafen geht es bereits los. Der Schalter der spanischen Fluglinie ist zwar geöffnet, aber irgendetwas funktioniert nicht mit dem Computer. Angestellte eilen hin und her, ein Mechaniker erscheint, der Erfolg jedoch scheint gering. Es ist 7.30 Uhr, ich bin noch müde und sehne mich nach einer Tasse Kaffee. „In Malaga habe ich das auch schon erlebt, nix ging mehr, der Drucker kaputt, und alles musste mit der Hand geschrieben werden“, sagt Lieselotte. „Kenn ich“, antwortet Regina, „Spanien ist doch berüchtigt für solche Ausfälle.“ Alle vier Frauen, mit denen ich nach Florenz fliegen will, haben da schon ihre Erfahrungen gemacht, keine hält damit hinter dem Berge. „Und Du?“, fragt Barbara mich schließlich. „Ich bin vielleicht zehnmal in meinem Leben geflogen, da gibt es nicht viel zu berichten“, antworte ich. Schweigen. Ungläubiges Staunen.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich werde in unseren gemeinsamen zehn Tagen in der Toskana noch viel zu hören bekommen von den Stränden, Bergen, Unwettern, Straßenzuständen, Häfen, Himmeln, Temperaturen, Trink- und Essgewohnheiten dieser Welt. Wir zwölf Frauen wohnen in einer wunderbaren alten Hofanlage, liebevoll gestaltet, mit dem Blick auf Weinfelder und Olivenhaine vor dem Hintergrund der Appeninen. Hier zeichnen und malen wir, halten etwas fest von der Schönheit ringsum. So entstehen unter anderem diese beiden Bilder von mir.

Gasse in Montefioralle

Morgendlicher Blick aus meinem Fenster

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Aus der Region, Freizeit & Reise

Kulturperlen – Barrierefreie Kulturorte in Hamburg

Beitrag: Thorsten Werner

Wie kommen Menschen mit Behinderung in den Genuss der schönsten Kulturperlen Hamburgs? Auf KulturPerlen.hamburg gibt es Infos zu immer mehr Kultureinrichtungen in Hamburg. Hier finden Menschen mit Behinderung wichtige Angaben über Museen, Theater, Kinos, Clubs, Musik und Stadtteilkultur. Die Infos sind übersichtlich geordnet – nach Veranstaltungsart und Beeinträchtigungen. So lässt sich der Kulturbesuch leichter planen und man trifft vor Ort nicht auf unerwartete Hindernisse.

Mehr dazu in unseren Links.

Freizeit & Reise

Im Museumscafé

Dort gibt es auch etwas zu sehen

Beitrag: Elisabeth Hartmann

Zur Erholung nach anstrengender Besichtigung gehe ich ins Museumscafé. Einen Pott Kaffee dazu ein Stück Blechkuchen gibt es für 6.20 €, und „Zahlung ist nur mit Karte möglich”. Die junge Frau, die den Kaffee einschenkt und den Schokoladenkuchen auf den Teller legt, sagt Bitte, Danke, Guten Appetit und Wiedersehen ohne aufzublicken. Ich finde einen guten Platz am Rande. Aber ich gucke nicht etwa einen Ausstellungskatalog an sondern beobachte die Leute und lasse dabei meiner Phantasie freien Lauf.

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Freizeit & Reise

Hamburg Großneumarkt

Wo die Currywurst erfunden wurde

Beitrag: Elisabeth Hartmann

Hier am Großneumarkt wurde zwar die Currywurst erfunden, aber ich essen einen Schokoladenbecher! Während ich Eis und Sahne auf der Zunge zergehen lasse, schweift mein Blick vom Tischchen der Eisbude Porto Lucia, ein ehemaliges Klohäuschen im expressionistischen Stil, in die Runde. „Das Herz der Neustadt”, so nennen die Anwohner ihren Platz. Das Herz des Platzes ist für mich der Kandelaber aus Wilhelminischer Zeit mit einer Steinbank rundum. Da sitzt fast immer jemand, mal eine mit Buch, mal einer mit Bierflasche, mal eine ganze Familie mit Schleckeis.

Die hohen Linden spenden zur Mittagszeit lichten Schatten. Das ist gut, denn so können die Leute aus den umliegenden Büros, die an sommerlichen Markttagen wie Stare in die Imbissbuden einfallen, ihre Pause bei gedämpfter Hitze verbringen. Aber engagierte Anwohner sorgen sich: Hitze, Dürre, Versiegelung und Wurzelverletzungen bei Baumaßnahmen machen den alten Bäumen zu schaffen, hin und wieder fällt einer um. Leider sei für Baumschutzmaßnahmen kein Geld da, so wird die Bezirkspolitik zitiert. Für ein Dixieklo gibt es einen Spendenaufruf: „Sei dabei und spende jetzt für ein sauberes , gesundes Umfeld für Bäume und Menschen auf und um den Großneumarkt.”

In den Restaurants am Rande des Platzes essen und trinken entspannte Hamburger*Innen und Tourist*Innen. Letztere sind an fortgeschrittenem Alter zu erkennen. Denn ab 40 essen der Hanseat und die Hanseatin zu Hause oder in einer vornehmeren Gegend als es die am Großneumarkt ist. Apropos Essen, Uwe Timm verortet die Erfindung der Currywurst in seinem gleichnamigen Roman von 1993 auf den Großneumarkt. Hier soll die Wurstbude gestanden haben, in der in den 1940er Jahren alles seinen Anfang nahm. Heute ist in einer übrig gebliebenen Bude ein kleines Kulturzentrum für Jung und Alt untergebracht, und im Stadtgarten nebenan grünt und blüht es.

Mitten auf dem Großneumarkt gibt es diese wunderbare Eisbude, s.o.; am Rande und drum herum ist aber auch was los! Die ehemals berühmt-berüchtigte Kneipe Schmales Handtuch war hier, heute ist es eine Bier&Coctailbar und gehört einem gewissen Micky. Es soll dort den besten Caipirinha der Stadt geben!

Der Michel ist nicht fern. Am Alten Steinweg geht es immer noch ein paar Stufen runter in den Cotton Club, ein Kellerlokal aus den Hochzeiten des Hamburger Oldtime-Jazz. Mittwochs ist zum Kennenlernen der Eintritt frei. Im AKIKO, Wexstaße 39, gibt es Papier, Stoffe, Bücher und andere feine Sachen aus Japan.

Und in der Brüderstraße, gleich um die Ecke soll Uwe Timm bei seiner Tante zum Schreiben gekommen sein.

Text und Fotos: Elisabeth Hartmann

Freizeit & Reise

Wenn Senioren reisen

Beitrag: Jürgen Sakuth

Wir Älteren ärgern uns manchmal über die heutige Jugend, aber dass auch wir nicht immer ganz ohne Macken sind, konnte ich während einer Busreise durch die USA beobachten. Das Durchschnittsalter der Reisegruppe schätze ich auf etwa 65, aber einige waren auch weit darüber.

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Freizeit & Reise, Veranstaltungen

Stadt, Land, Fluss

Beitrag:  Edith Kalisch

Wer  glaubt, er benötige nun Zettel und Bleistift, irrt sich.

Nein, jetzt ist ein Besuch in unserem Schloss, das seit mehr als 700 Jahren in Bergedorf steht, angesagt. Nicht Prinz und Prinzessin lebten hier, sondern für Herzöge und Beamte galt es als Residenz. Dass das Schloss das einzige erhaltene (in Harburg gibt es noch Fragmente eines weiteren) in Hamburg ist, weiß inzwischen Jeder.

Schon lange beherbergt es auch das Museum des Bezirkes Bergedorf. Kaum lasen wir etwas über den Beginn einer neuen Ausstellung – nämlich “ Stadt, Land, Fluss“ (aha), machten wir uns auf den Weg.

Museum!?   Nicht so voreilig, liebe Leute. Hier ist nichts Verstaubtes, auch wenn die große dicke Tür, die schwer zu öffnen ist, es vermuten lässt. Wir betreten aber nun ein  modernisiertes Foyer (ich nenn´ es mal so). Herrlich sommergrün, die Wände. Der Empfangstresen hat ordentlich Schwung bekommen. Rechts (es geht nur rechts) verhängen Rollos, leicht lichtdurchlässig die Fenster und zeigen zarte Fotos mit Motiven aus Bergedorf.

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Freizeit & Reise, Wissenswertes

Hochbegabt und schnell vergessen

Beitrag: Boike Jacobs

Nein, dazu sei eine Frau nun wirklich nicht imstande, befanden die Herren der Schöpfung. Zu schwach, zu ungebildet, zu wenig kreativ. Eine Künstlerkarriere war für Frauen zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert jedenfalls nicht vorgesehen – es sei denn, sie stammten aus Künstlerfamilien. Da arbeiteten sie schon früh ihren Vätern und Brüdern zu und lernten ganz nebenbei das Malerhandwerk. In der Ausstellung „Geniale Frauen. Künstlerinnen und ihre Weggefährten“ präsentiert das Bucerius Kunst Forum nun 30 solche Frauen mit 150 Werken von der Renaissance bis zum Barock. Ihnen war der Sprung aus Küche und Kirche in die Welt der Künstler tatsächlich geglückt.

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Freizeit & Reise

Deutsche Bahn – ein Irrfahrt

Beitrag: Thorsten Werner

Foto: Pixabay

Als wir dieses Jahr vom unserem Sylturlaub nach Hamburg fuhren, erlebten wir – das pure Chaos… Unser Zug fuhr laut Plan 13:07 ab Westerland Gleis 3. Wir fanden uns rechtzeitig auf dem Bahnsteig ein. Immer mehr Reisende kamen hinzu. Kurz vor Einfahrt des Zuges: „Der von Westerland nach Hamburg Altona fährt abweichend auf Gleis 2.“ Alle rannten und hetzten zum nächsten Gleis.

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Aus der Region, Freizeit & Reise

Hamburg meine Perle – das Hanseviertel

Beitrag: Thorsten Werner

Mellinpassage in den Alsterarkaden

Das Hanseviertel ist eine Ladenpassage in der Hamburger Innenstadt zwischen Poststraße und Große Bleichen. Es wurde am 14. November 1980 eröffnet und bietet auf 9000 m² Platz für 60 Geschäfte. Das Quartier gilt als bedeutendes Exemplar der Postmoderne.
Die Architektur orientiert sich an der Backsteintradition Hamburgs und im Gegensatz zu anderen modernen Einkaufszentren an klassischen Geschäfts- und Passagenhäusern wie der Mellinpassage in den Alsterarkaden.

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