Freizeit & Reise

Mit dem Katamaran nach Helgoland

Beitrag: Boike Jacobs

Ein Glück, dass wir nicht mit „Detlef“ gefahren sind, mit dem Sturmtief, das kürzlich Fähren lahm legte und auch den Katamaran „Halunder Jet“ der Helgoline im Hamburger Hafen festhielt. Ein Glück, dass meine Tochter und ich uns schon vier Wochen zuvor auf den Weg nach Helgoland gemacht hatten – bei mäßigem Wetter, aber ohne Böen und Regengüsse. Beide waren wir noch nie mit einem Katamaran gefahren, beide hatten wir noch nie die Insel Helgoland besucht. Doch nun legten wir von den Landungsbrücken ab, und ein kleines Abenteuer begann.

Bei der Fahrt auf grauem Wasser unter grauem Himmel hätten wir wohl schnell die Orientierung verloren, aber große Bildschirme zeigten unseren jeweiligen Standort an, und aus den Lautsprechern gab es dazu Erklärungen. Hahnöfer Sand war mir bekannt, aber mir war nicht klar, dass es in der Elbmündung so viele Sände gibt, darunter Neßsand, Schweinesand, Hanskalbsand und Mühlenberger Loch. 1000 Kilometer bis Cuxhaven, und dann waren wir auf offener See.

Als schließlich Helgoland in Sicht kam, gab es auch enttäuschte Stimmen: „Wo sind denn die roten Felsen?“ Die sind natürlich zum Anlegen nicht geeignet, aber schon von fern waren die bunten Hummerbuden zu erkennen, die den Hafen säumen.

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Damals war's, Veranstaltungen

Mein Wirtschaftswunder

Beitrag: Sabine Ziesmer

Foto: Sabine Ziesmer

Ich gehe sehr gerne zu Vorträgen, die im KörberHaus angeboten werden. Sie finden immer in einer entspannten Atmosphäre mit vielen interessierten Zuhörern und Zuhörerinnen statt. Einige Themen beschäftigen mich häufig schon im Vorwege. So verhielt es sich auch mit der neuen ARTE-Dokumentation „Geraubtes Wirtschaftswunder“. Es sollten zahlreiche Mythen und Legenden rund um das deutsche Wirtschaftswunder entzaubert werden. Was weiß ich noch über die „Stunde Null“? Hat Ludwig Erhard die D-Mark und die Soziale Marktwirtschaft erfunden? Wie verhielt es sich mit Raub und Unrecht in der NS-Zeit?

Ja, ich werde mein Wissen mit Hilfe der Dokumentation noch einmal überprüfen. Den Zeitraum zwischen 1948 und 1973 kann ich noch zuordnen, alles andere basiert auf Erzählungen in der Kindheit, der eigenen Familie und der gesellschaftlichen Bubble, in der wir aufwuchsen.

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Geschichten und Gedichte

Gäste

Beitrag: Helmut Marquardt

Photo by Valentin S on Pexels.com

Im Herbst der Baum vom Laube sich befreit,
bald ragen kahl gen Himmel alle Äste.
Die Blätter, wie immer nur ein Schmuck auf Zeit,
man könnte sagen, waren seine Gäste.
Dem Ende neigt sich zwischen Baum und Blatt
die Bindung hin zum Leben.
Weshalb sie jetzt, inzwischen welk und matt,
einer anderen Bestimmung sich ergeben.
Vom Baum herab entfernen sie sich leise,
fast schwerelos zur Erde gleiten,
um letztendlich auf diese Art und Weise
neuem Leben den Boden zu bereiten.
Für den Baum beginnt jetzt eine harte Zeit,
gilt es, den Winter zu überbrücken.
Um im Frühling sich erneut
mit grünen Blättern dann zu schmücken.

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Freizeit & Reise

Segeln in Saint-Tropez

Beitrag: Jürgen Sakuth

Aus der Ferne hörten wir leise Töne. Die Musik wurde nur langsam lauter. Irgendwann konnten wir die Melodie erkennen. Und dann sahen wir auch die Quelle. Vorne am Mast einer britischen Yacht, die gerade in den Hafen einlief, spielte ein junger Mann im Rock auf dem Dudelsack. Ein sehr stimmungsvoller Moment.

Es gab auch auf anderen Segelyachten Crewmitglieder, die nicht nur segeln konnten, sondern auch musikalische Talente hatten und diese bei der Rückkehr von der Regatta in den Hafen vorführten.

Aber der Reihe nach. Wenn wir in Südfrankreich Urlaub machen, gehört immer mindestens ein Ausflug nach Saint-Tropez dazu. Den Charme dieses Ortes mit der einmaligen Lage an der gleichnamigen Bucht können selbst wir Touristen nicht kaputtkriegen. Voll wird es im Herbst nur am Hafenkai, in wenigen Gassen und an Markttagen auf dem Place de Lices.

Besonders interessant ist der Besuch während der jährlichen Regatta LES VOILES DE SAINT-TROPEZ und besonders mit dem Teil der historischen, klassischen Segelyachten. Ich hatte immer davon geträumt, einmal an dieser Regatta teilzunehmen. Aber inzwischen bin ich zu alt. Die wenigen alten Mitfahrer sind meistens die Bootseigentümer, die junge kräftige Menschen zur Unterstützung brauchen. Die Winschen, die zum Setzen der Segel und für die Manöver eingesetzt werden, müssen auf diesen alten Yachten noch manuell bedient werden ohne maschinelle Unterstützung wie auf den modernen Rennyachten.

  1. Ausfahrt aus dem Hafen zur Regatta
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Aus der Region, Veranstaltungen

Termine Oktober

Beitrag: Jürgen Sakuth

Tipps aus der Redaktion

WannThemaWo
Do, 2. Oktober
um 18 Uhr 30
Filmabend mit anschließender Diskussion:
Geraubtes Wirtschaftswun-
der
– Die übertünchte Vergangenheit der Deutschen
KörberHaus

Anmeldung erforderlich:

koerber-stiftung.de
Mo, 6. Oktober
um 19 Uhr 30




Filmvorführung :
Wenn der Herbst naht

Französischer Spielfilm von François Ozon

Sachsenwald-Forum

Hamburger Straße 8
Reinbek
Eintrittspreis 8 Euro
Online- Vorverkauf:
http://www.kultur-reinbek.de
Fr, 10. Oktober
um 18 Uhr 30
Faltenrock

Ü60 Disko


Körbersaal
Mi, 29. Oktober
um 19 Uhr
Wenn das Wasser kommt

Diskussion zum Hochwasser-
schutz
KörberForum Kehrwieder 12

Anmeldung erforderlich:
Körber-stiftung.de
oder
Livestream

Stand: 26. September

Aus der Region

Hamburger Schafe

Beitrag: Sabine Ziesmer

Wer seinem trubeligen Alltag einmal entfliehen möchte, dem empfehle ich einen kleinen Ausflug in die Vier- und Marschlande. Von April bis September stehen entlang der Deiche viele Schafe. Es ist ein unbeschreiblich friedliches Bild, das sich dem Betrachter bietet. Unsere Region, eindeutig Hamburger Stadtgebiet, ist nicht nur für Blumen und Gemüse berühmt, sondern auch für seine Schafe. Sie verrichten Tag für Tag ein strammes Arbeitspensum entlang des Deiches zwischen Tatenberg und Altengamme. Auf fast 30 Kilometern dienen sie unablässig und in unnachahmlicher Gleichmut der Deichsicherheit. Das ist so bedeutend, weil viele Gehöfte, Betriebe und Wohnhäuser direkt hinter dem Deich angesiedelt sind.

Was nun haben die Schafe mit Deichschutz zu tun? Dazu muss man wissen, dass die Deiche auf ihrer landwärts gerichteten Seite sowie der Deichkrone mit einer Grasnarbe versehen sind. Hier kommen die Schafe zum Einsatz, die das Gras sehr tief abrupfen und somit für einen dichten Grasbewuchs und Stabilität sorgen. Der „Trippelschritt“ der Schafe sorgt zusätzlich für Festigkeit. So eine Herde kann schon mal mit einer 3000 Kilogramm schweren Walze konkurrieren.

Von meinem Fenster aus kann ich zusehen, wie die Schäfer ihre Tiere Stück für Stück weitertreiben. Zuerst werden die Zäune versetzt, die Wasserstelle wird eingerichtet, und dann kommen Hund und Schafzüchter, um die Herde voranzutreiben. Nur dann reagieren die Tiere etwas hektisch, die ansonsten durch kaum etwas aus der Ruhe zu bringen sind. Manchmal stehen sie auch so, dass ein Überqueren der Straße unumgänglich ist. Geradezu generalstabsmäßig geht der Seitenwechsel vonstatten.

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Humorvolles, Plattdeutsche Texte

Fischsupp

Beitrag: Jürgen Sakuth

Elke Grotelüschen hett maleenst ’n nieget Rezept op’e Rücksiet vun’n
Klennerblatt funnen un wull dat glieks mal utprobeern: Fischsupp mit
Look.
Se güng an’n Friedag na’n Fischhöker op’n Wekenmarkt vun Niestadt
in Holsteen un seggt:
„Ik harr geern ’n lütt Stück Dösch!“
De Fischhöker wiest ehr mit sien Mess de Steed, wo he achtern vun
den groten Dösch wat afsnieden wull un fraagt:
„So veel?“
„Jo“, seggt se, „dat is akkerat so veel as ik bruuk. Maakt Se mi man ok
glieks noch de Graden rut!“

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Aus der Region, Veranstaltungen

Hoher Besuch im KörberHaus

Beitrag: Jürgen Sakuth

Ankunft des Bundespräsidenten

Am 10. September war Bundespräsident Steinmeier bei uns im KörberHaus. Als ehrenamtlicher Leselernhelfer durfte ich dabei sein.

Nach den Einlasskontrollen am Hintereingang warteten wir in der Geschäftsstelle auf unseren „Auftritt“. Ich hatte das Gefühl, dass wir Erwachsenen aufgeregter waren als die Kinder, die uns und dem Bundespräsidenten vorlesen sollten.

Nachdem wir durch das Fenster die Ankunft des Staatsoberhauptes beobachtet hatten, war es bald soweit. Wir durften ins Treppenhaus. Nach einem kurzen Blick von oben auf das laufende Besuchsprogramm im Foyer nahmen wir unsere Plätze auf bereitgestellte Sofas in der Lounge ein. Noch vor dem Präsidenten positionierten sich die vielen Fotografen und Kameraleute vor uns. Und dann kamen sie wirklich. Frau Nemela von der Leitung der Körber-Stiftung, die Bezirksamtsleiterin Frau Schmidt-Hoffmann und unser Bundespräsident Herr Steinmeier.

Die Gespräche, die wir nacheinander mit ihnen führten fanden in einer sehr angenehmen, lockeren und entspannten Atmosphäre statt. Auch die Kinder waren mit Begeisterung dabei.

Warten auf den Besuch
Gespräche


Ein Kind fragte den Bundespräsidenten, in welcher Schulklasse er denn wäre.
Ich glaube, Herr Steinmeier gibt sich nicht nur bürgernah, er ist es auch wirklich. Er wäre gerne wohl noch länger bei uns geblieben, aber der geplante Programmablauf musste eingehalten werden.
Danach gab es für uns eine kurze Pause. Die Kinder und wir Leselernhelferinnen und Leselernhelfer bekamen Geschenke von der Körber-Stiftung. Schließlich verabschiedeten wir uns von den Kindern, die sich für den Nachhauseweg ausgiebig an den bereitgestellten Süßigkeiten bedient hatten.

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