Aus der Region, Veranstaltungen

Zeichen setzen

St. Pauli demonstriert gegen Rechts

Text und Fotos: Elisabeth Hartmann

Zahlreiche Vereine, Clubs, Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Initiativen rufen zu Demonstrationen gegen Rechts auf, und 100-Tausende gehen in vielen Städten, bei jedem Wetter auf die Straße.

Auch der Fan-Club des FC St.Pauli, Ultra Sankt Pauli, ist dabei, er hatte zu Sonnabend, 3. Februar aufgerufen.

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Aus der Region, Veranstaltungen

Interkultureller Kochabend

Text und Fotos: Jürgen Sakuth

Im Januar war ich zum ersten Mal bei einem interkulturellen Kochabend der Körber-Stiftung dabei.

Gemeinsam gekocht wurde im KörberHaus. Ich hatte extra meine Schürze mitgenommen. Aber als ich ankam, wurde ich zunächst zu den anderen anwesenden Männern geschickt. Wir sollten uns zunächst einmal austauschen bei einer Tasse Tee.

Die Frauen fingen sofort an zu kochen. Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer*Innen kamen aus Afghanistan oder dem Iran. Später am Abend haben auch wir Männer mitgeholfen.

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Aus der Region, Veranstaltungen

Ein ganz besonderer Theaterabend

Beitrag: Sabine Ziesmer

Ich war schon immer sehr gern in der Hamburger Theaterlandschaft unterwegs. Auch auf den kleinen Bühnen stoße ich auf herausragende Produktionen und großartige Regisseur*innen. Die Eröffnung des neuen Lichtwark-Theaters im KörberHaus habe ich mit Spannung erwartet – und ich wurde bislang auch nicht enttäuscht.

Dennoch zieht es mich immer wieder in die großen Säle des Schauspielhauses und des Thalia Theaters. Eine Freundin schwärmte so begeistert von dem Stück „Barocco“, dass ich sofort begann, mir entsprechendes Hintergrundwissen anzueignen. Dass man die europäische Stilepoche des 17. und 18. Jahrhunderts heute als Barock bezeichnet, war mir natürlich bekannt. Neu war mir allerdings, dass das Wort „barocco“ ursprünglich portugiesisch ist, aus dem dortigen Goldschmiedehandwerk stammt und übersetzt „unrunde, schiefrunde Perle“ heißt. Meine Neugier war geweckt. Zumal diese Perle auch als „eigenartig, wunderlich und ein bisschen verrückt“ galt.

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Wissenswertes

Alles in Liebe tun: Die Jahreslosung 2024

Beitrag: Thorsten Werner

Alles was ihr tut geschehe in Liebe.

1. Korintherbrief; Kapitel 16; Vers 14
Bild: Thorsten Werner (KI generiert)

Das Motto „Alles was ihr tut geschehe in Liebe“ aus dem 1. Korintherbrief; Kapitel 16; Vers 14 ist eine klare Aufforderung, unser Handeln von bedingungsloser Liebe zu prägen. Es ermutigt uns, bewusst Liebe in unsere Entscheidungen, Handlungen und Beziehungen einzuflechten. Doch wie können wir das in der Praxis umsetzen?

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Aus der Region, Wissenswertes

Kreuzzug gegen den Branntwein

Beitrag: Boike Jacobs

Kaum bin ich in meine Wohnung am Gojenbergsweg eingezogen, entdecke ich in der August-Bebel-Straße das schmucke weiße Haus. In altmodischer Schrift ist darauf der ebenso altmodische Name zu lesen: „Guttemplerhaus“. Das hat irgendwas mit Alkohol zu tun, erinnere ich mich dunkel. Aber warum dieser seltsame Name, der an die Tempelritter erinnert, die einst einen Kreuzzug gegen die sogenannten Ungläubigen führten? Dem muss ich auf den Grund gehen.

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Festliches

ABC der Inspirationen für 2024

Beitrag: Sabine Ziesmer

A Akzeptanz – Meinungsvielfalt provoziert Gespräche.

B Barmherzigkeit – gemeinsame Wege suchen

C Chancengleichheit – von Geburt auch gleich

D Demut – wahrnehmen und würdigen

E Ermächtigung – wer eine Stimme hat, solle sie erheben

F Freiheit – folgt dem Frieden still nach

G Gelassenheit – das Ende destruktiver Aufgeregtheit

H Heimat – ein Ort im Innern der Seele

I Imagination – die Zukunft sichtbar machen

J Juwel – den Freund an der Seite erstrahlen lassen

K Klausur – Rückzug und Besinnung in der Stille

L Leichtigkeit – sich treiben lassen, den Augenblick spüren

M Momentum – im richtigen Moment am richtigen Ort

N Nonkonformismus – umdrehen und gehen

O Optimismus – ein frohes Herz sucht neue Wege

P Partizipation – Teilhabe ist teilen und vervielfältigen zugleich

Q Quadratur – des Kreises, alles kann gehen…..

R Reflektion – Streuung der Gedanken bis zur Wiederkehr

S Sackgasse – auch an ihr Ende gelangt Sonnenschein

T Tabernakel – Zelt Gottes, Geborgenheit auf dem Weg

U Utilitarismus – Moral als Summe des Wohlergehens

V Vanillegeruch – Erinnerungsräume aufsuchen

W Wunder – nicht nur eine Frage des Glaubens X/Y

Z Zartgefühl – beim Berühren der anderen Seele

Plattdeutsche Texte

Na Wiehnachten

Veröffentlichung: Jürgen Sakuth

Fiete Beckmann, Kuddel Swömmer un Jo-
chen Rüter speelt siet vele Johr’n Skat to-
hoop. Blots in’n Christmaand bit Wiehnach-
ten laat se dat utfallen. Dor hebbt se jo all
noog annern Kraam in’n Sinn.
Na Wiehnachten sitt de dree Mannslüüd nu
weller dat eerstemal tosamen, un Fiete Beck-
mann fangt an to vertell’n:
„Ik heff mien Fru wat to Wiehnachten schenkt,
dat geiht vun null op hunnert in acht Sekun-
nen. Ik heff mien Gerda ’n witten Porsche
köfft. Se hett doch strohblonne Hoor. Dat
passt jo perfekt to ehr!“
„Dat is jo noch gor nix“, meen dor Kuddel, „ik
heff mien Fru wat schenkt, dat geiht vun null
op hunnert in fief Sekunnen!“
De annern beiden dor:
„Na, dat kann jo denn blots noch ’n Ferrari
west hebb’n!“
„Recht hebbt ji,“ meen dor Kuddel Swöm-
mer, „dat smucke rode Coupe un se mit ehr
pickenswartes Hoor dor binnen, dat passt
doch allerbest to mien leve Fru!“
„Un wat hett dien Fru to Wiehnachten kre-
gen?“ wendt sik de beiden Skatspeeler nu an
Jochen Rüter.
Dor meen Jochen:
„lIk heff mien Fru wat schenkt, dat geiht vun
null op hunnert in twee Sekunnen.
Dat is aver keen Personenwagen,
dat is ’n Personen-Waag!“

Quelle: Heinrich Evers „Dat dröfft doch mal seggt warrn!“
(Balticum Verlagsgesellschaft und Werbeagentur GmbH)
Illustration: Elke Grotelüschen