Beitrag: Thorsten Werner
Sommerfest im KörberHaus als Dank für die Engagierten







Eindrücke vom Sommerfest der Engagierten
Fotos: Claudia Höhne
Beitrag: Thorsten Werner
Sommerfest im KörberHaus als Dank für die Engagierten







Eindrücke vom Sommerfest der Engagierten
Fotos: Claudia Höhne
Beitrag: Boike Jacobs
Umwerfend. Einzigartig. Wunderschön. Sprachlos stehe ich vor den rund 30 Arbeiten von Kathleen Ryan, die zur Zeit in der Hamburger Kunsthalle zu sehen sind. Besonders beeindrucken mich ihre übergroßen Früchte, Zitronen, Aprikosen, Kirschen, Melonen, voller Schimmel und Fäulnis. Und gerade diesen Prozess hat Kathleen Ryan durch Hunderte von farbigen Halbedelsteinen akribisch nachgebildet. Was ursprünglich abstoßend ist, erfährt auf diese Weise eine neue Schönheit, aus dem Glatten, Unberührten wird Bewegtes, Vielfarbiges.


Aprikose und Zitrone. Fotos: Ute Klapschuweit
Weiterlesen „Verwandelter Abfall“
Beitrag: Sabine Ziesmer
Was ist eigentlich der Zugabe-Preis des KörberHauses genau? Wir sitzen in unserer monatlichen Sitzung von „bergedorf.blog“ und sprechen über mögliche Themen und anstehende Veranstaltungen. Ich bin ja immer noch ein Neuling im Kreise der versierten Schreiber und Schreiberinnen. Also frage ich mich zuerst einmal durch. Eigentlich möchte ich gern die Veranstaltung „Der Zugabe-Preis 24“ besuchen, angemeldet hatte ich mich bereits. Was liegt näher als auch darüber zu schreiben. Nun fühle ich mich doch etwas gestresst. Ich weiß eigentlich wenig über den Preis. Zu wenig, um darüber zu schreiben. „Geh einfach hin, lasse es auf dich wirken und entscheide dann, was du aus deinen Eindrücken machst.“ Ich freue mich über die Gelassenheit meiner Kollegin und auf die anstehende Veranstaltung.

Gustav Peter Wöhler Band
Seit 2019 werden jährlich in einer festlichen Gala „Gründerinnen und Gründer 60 plus“ wegen ihres besonderen gesellschaftlichen Engagements geehrt. Jeder Platz im Lichtwark Theater ist besetzt. Es herrscht eine fröhlich gespannte Atmosphäre. Man kennt einander, wenn nicht, kommt man trotzdem ins Gespräch. Fast alle wohnen dieser Verleihung nicht zum ersten Mal bei. Ich freue mich auf Gustav Peter Wöhler, dessen Musik die Feierlichkeiten flankieren wird. Durch den Abend führt die charmante NDR-Moderatorin Inka Schneider.
Weiterlesen „Dem Leben eine Zugabe abringen“Beitrag: Jürgen Sakuth
„Was geht up mann?“, schreibt Klara (Name geändert) an ihre Freundin.
So einfach kann ein erster Satz sein, über den sich die Literaten
so viele Gedanken machen.
Ich darf als Leselernhelfer mit „meiner“ dritten Schulklasse an einem Workshop mit der Kinderbuchillustratorin Antje von Stemm teilnehmen.
Zunächst geht es um das fast vergessene Briefeschreiben und verschiedene Briefformen. Nach einer kurzen Anleitung schreiben und basteln die Kinder eigene Briefe.


Beitrag: Jürgen Sakuth
As ik nülichs mit mien lütten Hutschefiedel an’e Tanksteed föhr, heff
ik mien olen Fründ Ackermann wellerdrapen. He steeg ut sien groten
swatten Mercedes un weer püükfien kleedt.
Ik gah op em to un see:
„Moin, Ackermann, dat is jo en Tofall, wat ik di mal weller draap. Wi
hebbt uns jo ’n Ewigkeit nich sehn. Aver novel büst du
worrn, siet du di domals in’e Dosenfabrik vun’e Glücksklee in Niestadt in Holsteen afmaracht hest!“
„Ik heff ni nich bi de Glücksklee-Fabrik in Niestadt arbeidt. Dat mutt ’n
Irrtum sien!“
„Nanu? Wi hebbt aver doch beide vele Johrn ünner Kalle Struck in’e Niestädter Liedertafel in’n tweten Tenor sungen!“
„Ik bün mien Leevdaag nich Maat vun’e Niestädter Liedertafel west! Ik
kann gar nich singen!“
„Minsch, Ackermann, wi Twee hebbt doch ok so manchen Kliester tosamen
hatt. Wat weern wi doch faken na de Chorproov sprüttenduun.
Kannst du di dor gor nich mehr op besinnen?“
„Dat kann ik utslüten. Mit mien kranke Lebber drink ik al siet Johrteihnten
keen Spriet mehr!“
Ik heff luut lacht un meent:
„Nu fehlt blots noch, wat du seggst, dien Naam is nich Ackermann!“
„Nee, so heet ik ok nich!“
Dor heff ik em blots noch duersam ankeken un seggt:
„Minsch, Ackermann, wat hest du di verännert!“
Quelle: Heinrich Evers „Dat dröfft doch mal seggt warrn!“
(Balticum Verlagsgesellschaft und Werbeagentur GmbH)
Beitrag: Boike Jacobs
Beruf und Berufung – passt das immer zusammen? War das gleichermaßen möglich zwischen den Jahren 1950 und 2010? Oder kann ein aus Not gewählter Beruf später zur Berufung werden? Fragen, die offenbar alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer berührten, die am 10. Juni ins KörberHaus kamen zur Vorstellung des Buches „45 Berufe geträumt, gelebt, verwirklicht“. Durch eine Anzeige neugierig gemacht, bildeten vor einem Jahr fünf Frauen und vier Männer unter der Leitung von Pastorin Angelika Schmidt ein Team, das in oft vielstündigen Interviews die Berufsbiografien von Menschen aus Bergedorf erfragten. Dabei sei schnell klar geworden, „wie abhängig wir in unseren Möglichkeiten und Entscheidungen sind von dem, was zu dieser Zeit gerade gesellschaftlich und wirtschaftlich in unserem Land angesagt ist“, so Pastorin Schmidt.

Beitrag: Jürgen Sakuth
Auszug aus: Wozu bin ich berufen? „45 Berufe geträumt, gelebt, verwirklicht“
Die Gespräche mit Annelene, geboren 1934 habe ich, Jürgen Sakuth, per Telefon geführt. Je öfter wir telefonierten, desto mehr Details aus ihrem Leben fielen ihr ein.
Annelene erzählt:
Wir, fünf Schwestern und ein Bruder, wuchsen in einem Dorf in Dithmarschen alle im Krieg auf. Die Dorfschule wurde besucht, so gut es ging. Ostern 1940 wurde ich im Alter von fünf Jahren eingeschult. In der Grundschule hatte ich täglich zwei Stunden Unterricht. Ein ganzes Schuljahr fiel total aus, da die Klassenräume mit Flüchtlingen aus Kiel und Hamburg belegt waren.
Die vier besten Schüler, ein Junge und drei Mädchen, zu denen ich auch gehörte, kamen in die Kreisstadt Heide auf die Oberschule. Wir waren stolz, aber total überfordert, mussten ganz schnell wieder abbrechen.
Trotz der schweren Zeit im Krieg hatten wir eine relativ gute Kinderzeit. Wir hatten unsere Pflichten und unsere Freizeit. Im Dorf war schon eine Badeanstalt. Obwohl es keine Badeaufsicht gab, ist nie etwas Schlimmes passiert. Dort lernten alle das Schwimmen, man half sich gegenseitig.
Unsere Eltern hatten ein Haus mit Gemüse- und Obstgarten, zwei Kühe auf einem Stück Pachtland, zwei Schweine im Stall, Hühner, Kaninchen, Enten und drei Gänse. Wir waren sogenannte Selbstversorger. Im Wohnhaus auf dem Boden befand sich eine große Räucherkammer. Dort wurden im Winter für die Dorfbewohner alle Sorten Wurst, Speck und Schinken geräuchert. Es war schwere schmutzige Arbeit. Die Schinken waren riesig. Ob es sich finanziell gelohnt hat, kann ich nicht beurteilen.
Unsere Mutter war eine tüchtige Frau, konnte gut kochen, backen, nähen, säen und ernten. Obwohl sie ständig arbeitete, war sie doch immer ansprechbar für uns Kinder. Sie hat uns gut auf das Leben vorbereitet. Unser Vater kehrte irgendwann schwer traumatisiert aus dem Krieg zurück. Zeitweise arbeitete er als Verwalter auf einem Bauernhof, dessen Besitzer noch im Krieg war, später als Friedhofsverwalter. Der Vater verstarb früh.
Mit 13 Jahren bekam ich mein Abschlusszeugnis und das Thema Schule war durch. Ich ging als Dienstmädchen oder Magd, wie es damals hieß, zum Bauern
ganz weg von zu Hause. Eine berufliche Ausbildung war für Mädchen in diesen schweren Zeiten nicht möglich.
Eigentlich wollte ich gerne einen Bauern heiraten. Doch meine Mutter sagte: „Das wird nichts, mein Kind. Wir sind viel zu arm. Dich nimmt keiner.“ Als ich das hörte, wollte ich ab sofort nicht mehr für die Bauern arbeiten und machte mich 1951 auf den Weg nach Hamburg. Meine ältere Schwester war schon dort. Sie hat dafür gesorgt, dass ich Arbeit und Unterkunft bekam. Dort lernte ich meinen Mann kennen, den ich 1956 heiratete. Wir bekamen eine Tochter. Mein Mann war Feinmechaniker, und wir kamen über die Runden.
Weiterlesen „„Das kann meine Frau nicht““Betrag: Boike Jacobs

Fröhliches Miteinander im KörberHaus bei der 2. Generationenwerkstatt


Kennenlernen und Ziele erarbeiten


Die ersten Gruppen werden gebildet


Intensive Arbeit an allen sechs Tischen


Projekte werden vorgestellt

Dank an Annalena Jonetzko und Florian Grimme, die diese Generationenwerkstatt organisierten, und an alle Mentorinnen und Mentoren, die bei der Durchführung halfen
Fotos: Claudia Höhne
Beitrag: Thorsten Werner

Unglaublich spannend - danke für diesen informativen Beitrag!