Der 8. Mai hat in der Geschichte eine besondere Bedeutung, denn an diesem Tag endete im Jahr 1945 der Zweite Weltkrieg in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht. In einigen europäischen Ländern wird dieser Tag als Gedenktag der Befreiung vom Nationalsozialismus und Faschismus begangen.
Es ist Sonntag, der 28. April, als sich am Lichtwarktheater im KörberHaus eine große Anzahl vergnügter Menschen mit verschiedensten Getränken vor dem Schmidtchen versammelt. Um 17.00 Uhr wärmt die Nachmittagssonne noch kräftig und so drängt sich die Frage nach der Art der augenscheinlich bevorstehenden Veranstaltung auf. Heute wird der Kabarettist Florian Schroeder in Bergedorf erwartet und das Lichtwarktheater ist ausverkauft. Die Aufführung soll um 18.00 Uhr beginnen. Eine bemerkenswerte Tageszeit für diesen Anlass. Auch Florian Schroeder wird sich noch mit dem ihm eigenen Humor diesem Umstand widmen.
Meine Frau holt Max (8 Jahre) mit dem Auto von der Schule ab. Während der Fahrt fragt Max sie: „Oma, weißt du eigentlich, dass es bald selbst fahrende Autos gibt, die von ganz alleine fahren?“
Nach kurzer Pause kommt ihm die Frage wohl so absurd vor, dass er sie selbst beantwortet:
„Oma, das erlebst du sowieso nicht mehr.“
Zuhause machen sie Hausaufgaben. Im Lesebuch müssen Wissensfragen mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden.
Auf der linken Seite ist viermal „ja“ die richtige Antwort.
Als auf der rechten Seite dreimal „nein“ die richtige Antwort ist, sagt Max: „Wenn die vierte Antwort auch „nein“ wäre, das wäre doch perfekt.“ Als die vierte Antwort „ja“ ist, ist er sichtlich enttäuscht.
Ich musste nur noch den Einkauf bezahlen, als mich die Kassiererin freundlich ansprach: „Wollen Sie für den Guten Zweck aufrunden?“ „Natürlich, Kleinvieh macht ja auch Mist. Wenn viele mitmachen, bringt es viel.“ „Ja, wenn…“ antwortete die freundliche Frau leise. Da keine Schlange hinter mir war, kamen wir ins Gespräch. „Krieg und Klima sind sehr wichtig für die Menschen“ sagte ich etwas lauter und merkte wie sich eine kleine Schlange überwiegend gut gekleidete Senior*innen hinter mir bildete. „Ja, unbedingt“, „Natürlich“, „Man muss an die Zukunft denken“ hörte ich die Menschen hinter mir sagen. Inzwischen standen zahlreiche Kund*innen um mich herum und kaum jemand an der Nebenkasse. „Aber wer kümmert sich um die Obdachlosen und Armen?“ fragte ich. Die Kassiererin deutete mit dem Finger hinter mich. Die Leute standen plötzlich alle an der Nebenkasse.
Zum Plattdeutschtag am 20. April in Hamburg fanden auch einige Veranstaltungen im KörberHaus statt. Ich war bei zwei Höhepunkten dabei. Eigentlich hätte dieser Beitrag auch auf Plattdeutsch geschrieben werden sollen, aber leider kann ich Platt nur verstehen und nicht schreiben.
Der erste Höhepunkt war die gut besuchte Lesung von Ove Thomsen im Körber Saal. Er las aus seinem ersten Kinderbuch „Regen im Kopf“ (oder op Platt „Regen in’n Kopp“)
Das Thema ist nicht nur für Kinder interessant, sondern auch für Erwachsene. Ich denke, wir alle kennen das. Man will zu viel schaffen und macht sich selbst am meisten Druck. Wie meine Frau immer sagt, wenn ich mir zu viel vornehme: „Musst du schon wieder Haken setzen?“
Das Buch (Jumbo-Verlag) ist wunderschön und sehr empfehlenswert. Auch die Illustrationen von Melf Petersen sind phantastisch.
Ove Thomsen ist auch Liedermacher. Zwischen den Lesungen hat er eigene Lieder vorgetragen.
Zusammen mit der Kunstinitiative Brookkehre und zwei Filmemachern von „yeahimakemovies“ entstehen seit 2016 in den Sommerferien Kunst-und Kurzfilmprojekte mit thematisch passenden Ausflügen, bei denen die Kinder einer Wohnunterkunft in Bergedorf nicht nur ihre Rollen spielen, sondern zuvor Kulisse und Figuren selbst erschaffen.
Regine Uhlig (oben) sowie Sabine Erler und Ute Klapschuweit basteln mit den Kindern für den Film
To de Tieden, as in Niestadt noch ’n Amtsgericht west is, dor hett de Topleger, Wally Möllemann ut Olenkremp, mal as Tüüg to Gericht sullt. Dor fröggt de Amtsrichter em to Beginn so allerhand to sien Person. He wull sien Öller weten, fraag na sien Profeschoon un Ehstand un to’n Sluss ok na sien’n Gloven. „Wat meent Se denn dormit, Herr Amtsrichter?“ fraagt de. „Auf welches Glaubensbekenntnis sind Sie denn getauft worden, Herr Mölle- mann?“
Jo, Herr Amtsrichter, dor weet wi op’n Dörp doch nix vun. Dor küm- mert wi uns ok nich üm. Se künnt dorvun utgahn, dat Se un ik den sülvigen Gloven hebbt. Dat mutt doch nu langen!“ „Sie sind aber doch ein gläubiger Christ?“ Jo, dat is richtig. Ik gah ok na de Kark, un dor heff ik Se ok al mal seh’n, denk ik. Dorüm meen ik, wi twee glöövt seker datsülvige, Herr Amtsrichter!“ Ja, aber Sie müssen doch wissen, ob Sie evangelisch oder katholisch sind‘?“ Minsch, Herr Amtsrichter, dor weet unsereen op’n Lann doch nix vun af!“ „Ja, aber Sie haben doch sicherlich schon einmal etwas von Dr. Martin Luther gehört, Herr Möllemann?“ „Siendaag nich, Herr Richter, in mien ganzet Leven nich. Wenn un- sereen mal krank is, denn schickt wi jümmers na Hermann-Doktor ut Niestadt in Holsteen!“
Quelle: Heinrich Evers „Dat dröfft doch mal seggt warrn!“ (Balticum Verlagsgesellschaft und Werbeagentur GmbH) Illustration: Elke Grotelüschen
Forscher entwickelten jüngst den kleinen Roboter Max, welcher Aufgaben extrem schnell erledigen kann und selbstständig arbeitet. Sie statteten ihn mit der neuesten KI aus, damit er selbstständig Entscheidungen treffen kann. Außerdem kann er von uns Menschen lernen, wie, was und wann man arbeitet, und er trifft selbstständig Entscheidungen, um noch produktiver zu arbeiten.
Und, was lernt der kleine Streber als Erstes von uns?
Das ist mir aus der Seele gesprochen.