Woran merkt man eigentlich, dass man alt wird oder ist? An fehlenden Zähnen, grauen Haaren, knackenden Hüften oder knirschendem Knie? Zu- oder Abnahme von Hobbys? Dass man sich häufiger langweilt, weil man alles schon weiß? Dass man freiwillig früher ins Bett geht und eher aufsteht? Oder sich ein E-Fahrrad kauft?
Nettelnburg, ein charmantes Viertel im Bezirk Bergedorf, Hamburg, bietet eine faszinierende Mischung aus Geschichte, Natur und Gemeinschaftsgefühl. Obwohl es oft im Schatten seiner bekannteren Nachbarn steht, hat Nettelnburg viel zu bieten. Nettelnburg liegt in den westlichen Elbmarschen und bietet eine reiche Flora und Fauna.
Am Hamburger Flughafen geht es bereits los. Der Schalter der spanischen Fluglinie ist zwar geöffnet, aber irgendetwas funktioniert nicht mit dem Computer. Angestellte eilen hin und her, ein Mechaniker erscheint, der Erfolg jedoch scheint gering. Es ist 7.30 Uhr, ich bin noch müde und sehne mich nach einer Tasse Kaffee. „In Malaga habe ich das auch schon erlebt, nix ging mehr, der Drucker kaputt, und alles musste mit der Hand geschrieben werden“, sagt Lieselotte. „Kenn ich“, antwortet Regina, „Spanien ist doch berüchtigt für solche Ausfälle.“ Alle vier Frauen, mit denen ich nach Florenz fliegen will, haben da schon ihre Erfahrungen gemacht, keine hält damit hinter dem Berge. „Und Du?“, fragt Barbara mich schließlich. „Ich bin vielleicht zehnmal in meinem Leben geflogen, da gibt es nicht viel zu berichten“, antworte ich. Schweigen. Ungläubiges Staunen.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich werde in unseren gemeinsamen zehn Tagen in der Toskana noch viel zu hören bekommen von den Stränden, Bergen, Unwettern, Straßenzuständen, Häfen, Himmeln, Temperaturen, Trink- und Essgewohnheiten dieser Welt. Wir zwölf Frauen wohnen in einer wunderbaren alten Hofanlage, liebevoll gestaltet, mit dem Blick auf Weinfelder und Olivenhaine vor dem Hintergrund der Appeninen. Hier zeichnen und malen wir, halten etwas fest von der Schönheit ringsum. So entstehen unter anderem diese beiden Bilder von mir.
Wie kommen Menschen mit Behinderung in den Genuss der schönsten Kulturperlen Hamburgs? Auf KulturPerlen.hamburg gibt es Infos zu immer mehr Kultureinrichtungen in Hamburg. Hier finden Menschen mit Behinderung wichtige Angaben über Museen, Theater, Kinos, Clubs, Musik und Stadtteilkultur. Die Infos sind übersichtlich geordnet – nach Veranstaltungsart und Beeinträchtigungen. So lässt sich der Kulturbesuch leichter planen und man trifft vor Ort nicht auf unerwartete Hindernisse.
Twenty-four-seven beschreibt es schnörkellos und sachlich: Rund um die Uhr, 24 Stunden an 7 Tagen, sollte man erreichbar und einsatzbereit sein. Man beschreibt damit die Rolle des arbeitenden Menschen in einer digitalen Welt.
Ich bin 67 Jahre alt und seit nunmehr 18 Monaten im Ruhestand. Wenn ich früher nicht erreichbar sein wollte, musste ich nur nicht ans Telefon gehen und die Türklingel einfach Türklingel sein lassen. Wir waren halt analog unterwegs. Das ist allerdings sehr kurz gedacht. Ich habe Schule und Studium zumindest mitfinanzieren müssen, als Arbeiterkind waren die Spielräume eng. Rund um die Uhr kreisten die Gedanken um den Job und die Ausbildung. 24 Stunden an 7 Tagen erlebte ich Anstrengung und Existenzangst. Die ersten Berufsjahre überschnitten sich mit der Erziehung meiner Tochter und der Entscheidung, als alleinerziehende Mutter für alles zuständig sein zu wollen und zu müssen. Wieder twenty-four-seven und wieder unfreiwillig. Irgendwann beginnt man eine Abhängigkeit von dieser allgegenwärtigen Belastung zu entwickeln. Wenn ich nicht völlig erschöpft in meine Kissen sank, erklärte ich meinen Tag für unausgefüllt. Die Grenze der Belastbarkeit wird immer weiter nach oben verschoben. Das galt früher und gilt auch heute. Natürlich wurde das Arbeitsaufkommen für mich im Laufe der Zeit weniger und die Ruhephase länger, aber so ganz ohne Struktur und Stress wollte ich auch nicht sein und ich verstand es gut, mich und mein Leben in Bewegung zu halten.
Begeisterung für das Ehrenamt. Bildgestaltung: HGZstudioDE
Die „Säulen der Schöpfung“ im Herzen des Adlernebels haben seit ihrer berühmten Aufnahme durch das Hubble-Weltraumteleskop im Jahr 1995 die Vorstellungskraft vieler Menschen weltweit beflügelt. Diese majestätischen Strukturen, die wie riesige Finger aus interstellarem Staub und Gas in den Weltraum ragen, sind ein faszinierendes Beispiel für die Schönheit und Dynamik unseres Universums.
Durch die Kombination von sichtbarem Licht, das Hubble aufzeichnet, und Infrarotlicht, das vom James Webb-Weltraumteleskop erfasst wird, entsteht ein vielschichtiges Bild dieser Sternentstehungsregion. Der Kontrast zwischen den beiden Teleskopen hilft dabei, verschiedene Aspekte der Säulen zu verstehen und zu schätzen.
Credits: Visualization: Greg Bacon (STScI), Ralf Crawford (STScI), Joseph DePasquale (STScI), Leah Hustak (STScI), Christian Nieves (STScI), Joseph Olmsted (STScI), Alyssa Pagan (STScI), Frank Summers (STScI), NASA’s Universe of LearningWeiterlesen „Die Säulen der Schöpfung“→
Zur Erholung nach anstrengender Besichtigung gehe ich ins Museumscafé. Einen Pott Kaffee dazu ein Stück Blechkuchen gibt es für 6.20 €, und „Zahlung ist nur mit Karte möglich”. Die junge Frau, die den Kaffee einschenkt und den Schokoladenkuchen auf den Teller legt, sagt Bitte, Danke, Guten Appetit und Wiedersehen ohne aufzublicken. Ich finde einen guten Platz am Rande. Aber ich gucke nicht etwa einen Ausstellungskatalog an sondern beobachte die Leute und lasse dabei meiner Phantasie freien Lauf.
Rieta Stukenbrock, Jahrgang 1944, blickt zurück auf ihren Berufsweg, der für sie begann, als sie 17 Jahre alt war.
Meine kleine Enkelin, 8 Jahre alt, verschwand sehr gerne ganz still und heimlich Richtung Dachboden. Dort gab es eine kleine Tür zur Abseite in der Dachschrägen. Man konnte dort Schätze finden, die seit vielen Jahren unbeachtet aufbewahrt wurden. So kroch sie eines Tages auf allen Vieren in diese dunkle Höhle hinein. Oma, Oma, du musst mir mal helfen, komm mal bitte hoch. Ich stieg die zwei Treppen zum Dachboden hoch. Sie hing halb in der kleinen, schmalen Tür und versuchte einen kofferartigen Gegenstand aus dem Dunkel herauszuziehen. Ach, du meine Güte! Sie hatte „Gabriele“ entdeckt, meine alte Reise- Schreibmaschine. Ganz aufgeregt und neugierig bat sie mich, den verstaubten grauen Deckel mit dem rostigen Schloss zu öffnen. „Kannst du damit mal was schreiben?“ fragte sie. Ich besorgte ein Blatt Papier, spannte es in die Maschine ein, schrieb ihren Namen und ein paar Sätze dazu. Das Geschriebene konnte man so eben lesen, das Farbband war schon sehr schwach.
Seit 1975 hatte ich die Schreibmaschine nicht mehr benutzt. Der Firmeninhaber von Triumph hat sie nach dem Namen seiner Tochter Gabriele benannt. Meine Enkelin, 2005 bereits im Computerzeitalter geboren, hatte noch nie eine Schreibmaschine gesehen und kam aus dem Staunen nicht heraus. Ich selbst war erfreut, dass meine Gabriele noch funktionierte. Ich dachte daran, wie viele Seiten ich auf dieser kleinen Schreibmaschine in meinem Leben schon geschrieben hatte. Immer war sie verlässlich und überall einsetzbar ohne Strom, Akkus und Programme.
Zum 15. Geburtstag hatte ich diese Schreibmaschine bekommen, nachdem einige Geldgeschenke zur Konfirmation für den Kauf reichten. Ich sollte auf eine berufsvorbereitende Handelsschule. Ich hatte die Aufnahmeprüfung bestanden, und für die Schule brauchte ich eine Schreibmaschine. Dort wurden Wirtschafts-fächer unterrichtet, aber auch Stenografie und Maschinenschreiben gehörten dazu und waren sehr wichtig. Das Maschinenschreiben musste man im 10-Finger-Blind-System erlernen. Das Ziel war, möglichst fehlerfrei, ohne auf die Tasten zu schauen, viele Anschläge in der Minute zu erreichen. Fleißig sein, bescheiden sein, höflich sein und vor allem der Mutter keine Sorgen bereiten – das hatte ich frühzeitig begriffen. Als Lohn für meinen Fleiß in der Schule mussten meine Eltern kein Schulgeld bezahlen. Mit 17 Jahren machte ich eine Ausbildung zur Bürokauffrau in einem großen Wohnungsunternehmen in Kiel. Ich hatte mich schnell eingelebt. Es machte mir Spaß Neues zu lernen, mit vielen jungen Menschen und netten Kollegen zusammenzuarbeiten.
Das letzte halbe Jahr meiner Ausbildung hatte mich die Chefsekretärin unter ihren Fittichen. Sie hatte eine elektrische Kugelkopfmaschine, die gerade vor zwei Jahren von IBM als technische Neuheit auf den Markt gekommen war.
Das ist mir aus der Seele gesprochen.