Wissenswertes

Neues vom James Webb Telescope

Polarlichter am Braunen Zwerg W1935

Beitrag: Thorsten Werner

Polarlichter am braunen Zwerg W1935
Credits: Artwork: NASA, ESA, CSA, Leah Hustak (STScI)

Dieses künstlerische Konzept stellt den Braunen Zwerg W1935 dar, der sich 47 Lichtjahre von der Erde entfernt befindet. Astronomen fanden mit dem James-Webb-Weltraumteleskop der NASA Infrarotstrahlung von Methan, das von W1935 stammt. Dies ist eine unerwartete Entdeckung, da der Braune Zwerg kalt ist und keinen Mutterstern hat. Daher gibt es keine offensichtliche Energiequelle, um die obere Atmosphäre zu erwärmen und das Methan zum Leuchten zu bringen. Das Team spekuliert, dass der Methanausstoß auf Prozesse zurückzuführen sein könnte, die Polarlichter erzeugen, hier in Rot dargestellt.

Polarlichter auf der Erde entstehen, wenn energiereiche Teilchen von der Sonne vom Magnetfeld unseres Planeten eingefangen werden. Diese Teilchen stürzen in unsere Atmosphäre in der Nähe der Pole der Erde, kollidieren mit Gasmolekülen und erzeugen unheimliche, tanzende Lichtvorhänge. Da W1935 keinen Stern hat, der einen Sternwind erzeugt, ist es möglich, dass externe Wechselwirkungen mit interstellarem Plasma oder einem nahe gelegenen aktiven Mond (wie Jupiters Io) dazu beitragen könnten, die beobachtete Infrarotstrahlung zu erklären.

Wissenswertes

Alles in Liebe tun: Die Jahreslosung 2024

Beitrag: Thorsten Werner

Alles was ihr tut geschehe in Liebe.

1. Korintherbrief; Kapitel 16; Vers 14
Bild: Thorsten Werner (KI generiert)

Das Motto „Alles was ihr tut geschehe in Liebe“ aus dem 1. Korintherbrief; Kapitel 16; Vers 14 ist eine klare Aufforderung, unser Handeln von bedingungsloser Liebe zu prägen. Es ermutigt uns, bewusst Liebe in unsere Entscheidungen, Handlungen und Beziehungen einzuflechten. Doch wie können wir das in der Praxis umsetzen?

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Aus der Region, Wissenswertes

Kreuzzug gegen den Branntwein

Beitrag: Boike Jacobs

Kaum bin ich in meine Wohnung am Gojenbergsweg eingezogen, entdecke ich in der August-Bebel-Straße das schmucke weiße Haus. In altmodischer Schrift ist darauf der ebenso altmodische Name zu lesen: „Guttemplerhaus“. Das hat irgendwas mit Alkohol zu tun, erinnere ich mich dunkel. Aber warum dieser seltsame Name, der an die Tempelritter erinnert, die einst einen Kreuzzug gegen die sogenannten Ungläubigen führten? Dem muss ich auf den Grund gehen.

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Veranstaltungen, Wissenswertes

Kurt A. Körber als Kunstmäzen

Beitrag: Boike Jacobs

Am 15. Dezember wurde sie in der Hamburger Kunsthalle endlich eröffnet, die schon lange mit großer Spannung erwartete Ausstellung mit 60 Bildern von Caspar David Friedrich (1774 -1840). Anlass ist dessen 250. Geburtstag im kommenden Jahr, und gezeigt wird die umfangreiche Werkschau bis zum 1. April 2024.

Seit vielen Jahren sind die großformatigen Werke des Malers der Romantik Anziehungspunkte und beliebte Postkartenmotive und schlagen die Betrachter zunehmend in ihren Bann. In einer Zeit, in der wir uns immer weiter von der Natur entfernen, scheinen sie Werke wie der Blick in eine noch heile Welt. Aber Caspar David Friedrich zeigte schon damals die Sehnsucht nach Verlorenem und die Sorge vor einer ungewissen Zukunft.

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Wissenswertes

Neues vom James Webb Telescope

Jetstream mit 515 Km/h nahe des Äquators vom Jupiter

Beitrag: Thorsten Werner

Credits: Image: NASA, ESA, CSA, STScI, Ricardo Hueso (UPV), Imke de Pater (UC Berkeley), Thierry Fouchet (Observatory of Paris), Leigh Fletcher (University of Leicester), Michael H. Wong (UC Berkeley), Joseph DePasquale (STScI)

Dieses Bild des Jupiters, aufgenommen mit der NIRCam (Nahinfrarotkamera) des James-Webb-Weltraumteleskops der NASA, zeigt atemberaubende Details des majestätischen Planeten im Infrarotlicht. Je heller ein Fleck, desto höher ist er. Bei den zahlreichen hellen weißen „Flecken“ und „Streifen“ handelt es sich wahrscheinlich um sehr hoch gelegene Wolkenoberseiten von kondensierten konvektiven Gewittern. Polarlichter, die in diesem Bild rot erscheinen, erstrecken sich in höhere Lagen sowohl über dem Nord- als auch über dem Südpol des Planeten. Im Gegensatz dazu haben dunkle Bänder nördlich der Äquatorregion eine geringe Bewölkung.

In Webbs Bildern vom Jupiter vom Juli 2022 entdeckten Forscher kürzlich einen schmalen Jetstream, der sich mit einer Geschwindigkeit von 515 Kilometern pro Stunde über dem Äquator des Jupiters über den Hauptwolkenschichten bewegt.

Aus der Region, Wissenswertes

Seeleute schätzen die besondere Atmosphäre

Beitrag: Elisabeth Hartmann

Jetzt im Herbst gehe ich wieder in meinem näheren Umkreis spazieren. Da komme ich bei der Seemanns Mission an der Großen Elbstraße 132 vorbei.

Eingang Große Elbstraße Foto © Elisabeth Hartmann

Die bietet an: „Natürlich können auch Touristen jederzeit einen Blick in den Club werfen und auf ein frisches Bier bleiben.“ Das Angebot nehme ich an. Ich bin zwar keine Touristin, aber ich wohne im selben Stadtteil: Altona-Altstadt.

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Freizeit & Reise, Wissenswertes

Hochbegabt und schnell vergessen

Beitrag: Boike Jacobs

Nein, dazu sei eine Frau nun wirklich nicht imstande, befanden die Herren der Schöpfung. Zu schwach, zu ungebildet, zu wenig kreativ. Eine Künstlerkarriere war für Frauen zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert jedenfalls nicht vorgesehen – es sei denn, sie stammten aus Künstlerfamilien. Da arbeiteten sie schon früh ihren Vätern und Brüdern zu und lernten ganz nebenbei das Malerhandwerk. In der Ausstellung „Geniale Frauen. Künstlerinnen und ihre Weggefährten“ präsentiert das Bucerius Kunst Forum nun 30 solche Frauen mit 150 Werken von der Renaissance bis zum Barock. Ihnen war der Sprung aus Küche und Kirche in die Welt der Künstler tatsächlich geglückt.

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Aus der Region, Wissenswertes

Obdachlosigkeit

Beitrag: Thorsten Werner

Foto: Pixabay

Die Obdachlosigkeit ist ein drängendes, weltweites soziales Problem, auch bei uns in Hamburg. Menschen jeden Alters, Geschlechts und Hintergrunds können von ihr betroffen sein. Sie hat weitreichende Auswirkungen auf die Betroffenen sowie die Gesellschaft als Ganzes. Die Bekämpfung der Obdachlosigkeit ist deshalb von entscheidender Bedeutung.

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Damals war's, Wissenswertes

Gedenken?! Wessen gedenken wir?

Beitrag: Sabine Ziesmer

Veröffentlichung: Jürgen Sakuth

Anlässlich der Woche des Gedenkens vom 20.10. bis 24.11.23 in Bergedorf stellt sich mir die Frage, wessen ich gedenken werde und wie. Ist das Gedenken ein stiller Akt der inneren Einkehr, oder ist es die aktive Auseinandersetzung mit allen zurückliegenden und aktuellen sozialen und politischen Katastrophen, die durch mangelnde Empathie und fehlende Bereitschaft zum Verständnis für alle Menschen, die in ihrem Menschsein gesehen und akzeptiert werden wollen, entstanden sind. Gedenke ich der Opfer von Faschismus und Totalitarismus, des Holocaust und der Progrome, dann muss sich das Gedenken auch einer deutlichen und lauten Sprache bedienen dürfen, um aufmerksam zu machen und wachzurütteln, damit wir niemals vergessen. Gedenke ich der Opfer des Kolonialismus und derer, die ihre Heimat oder ihr Leben wegen der Gewinnsucht der Großmächte verloren? Ja, auch ihrer gedenke ich mit lauter Stimme. Ich gedenke auch der Frauen, die im Kampf für Freiheit und Menschenrechte ihr Leben riskierten, verloren und es immer weiter riskieren werden, bis ihre Stimmen nicht mehr ungehört verhallen. Ich gedenke der Opfer aller brutalen Übergriffe, bei denen Menschen auf Grund ihrer Hautfarbe, Religion oder sexuellen Orientierung getötet und misshandelt wurden. Ich gedenke der Opfer aller Kriege und Kampfhandlungen, die es seit 1945 nicht in die Top Ten der Grausamkeiten geschafft haben. Es sind circa 70 Millionen Opfer in geschätzten 242 kriegerischen Handlungen weltweit. In den nicht enden wollenden Zug dieser Opfer reihen sich täglich neue ein. Still mahnen sie Menschlichkeit und Frieden an. Immer länger wird der Zug, dem sich nun auch Opfer des Überfalls auf die Ukraine, des Terroraktes in Israel und der Kämpfe in Gaza anschließen.  Krieg, Hass, Gewaltherrschaft, Ausbeutung und Selbstüberhöhung machen alle Opfer gleich. Sie haben keine Stimme mehr, wir müssen ihnen unsere geben. Gedenken ist eine Möglichkeit. Sie beginnt in der Stille des Entsetzens und muss den Tätern laut entgegengeschleudert werden. Gedenken wird zur Haltung, wir müssen einander im Blick behalten und füreinander einstehen. Wir müssen gemeinsam gedenken – jeden Tag.