Aus der Region, Damals war's

Bergedorf und sein berühmtes Bier

Beitrag: Boike Jacobs

Tatsächlich dachte ich, dies seien wohl einmal Karpfenteiche gewesen, an denen ich bei meinem ersten Spaziergang durch die Chrysanderstraße vorbei lief. Aber als ich meinen Freunden davon erzählte, lachten sie herzlich. Karpfenteiche? Eisteiche waren das. Denn Bergedorf war noch vor hundert Jahren weltweit bekannt für seine wohlschmeckenden Biere. Aber was hatte das nun mit den Teichen zu tun?

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Damals war's

Von Wasser und Strom

Beitrag: Boike Jacobs

Die Jahresrechnung für Wasser lag gestern in meinem Briefkasten, und zum ersten Mal muss ich zuzahlen, obwohl ich nicht mehr Wasser verbraucht habe als im Jahr zuvor. Nun, ich war gewarnt, seit die Energiekrise über uns hereingebrochen ist, bin ich folglich noch achtsamer mit Strom und Wasser als zuvor. Und wenn jüngere Menschen stöhnen und nicht wissen, wie sie sich einschränken sollen, denke ich an meine Kindheit.

Nur am Samstag wurde gebadet
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Aus der Region, Damals war's

Ein jüdischer Friedhof in Bergedorf

Beitrag: Boike Jacobs

Vor einigen Jahren wurde nahe der Justus- Brinckmann-Straße ein Weg eingeweiht, der an den Juden Michel Nathan erinnert. 1841 erwarb er an dieser Stelle für sich und seine Familie ein Friedhofsgelände. Sogar eine kleine Betstube gab es damals in der heutigen Sachsenstraße 23 – ein Zeichen für ein einvernehmliches Miteinander von Bergedorfer Juden und Christen?

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Damals war's

Meine Urgroßmutter: Der japanische Enkel

Beitrag: Boike Jacobs

Von 1858 bis 1867 schrieb meine Ur-Urgroßmutter Amalie Niemeyer ihrer jüngsten Tochter Emilie regelmäßig Briefe, die bis heute erhalten sind. Dann aber zog Emilie in die Nachbarschaft ihrer Eltern, denn sie heiratete den Redakteur Wilhelm Benrath, Compagnon ihres Vaters in der gemeinsamen Druckerei und Musikalienhandlung. Emilie und Hermann Benrath bekamen fünf Kinder, und Emilies Liebling war Nesthäkchen Carl, mein späterer Großvater. Nach dem Abitur machte er auf Geheiß des Vaters eine kaufmännische Ausbildung und übernahm bald danach als Angestellter bei der HAPAG einen Auslandsposten in Hamburgs Partnerstadt Yokohama nahe Tokio.

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Meine Ur-Urgroßmutter: Picknick in Reinbeck

Beitrag: Boike Jacobs

Der Bau der Berlin-Hamburger Eisenbahn im Jahre 1846 hatte den Anstoß für eine rasante Entwicklung Reinbecks gegeben, das sich damals noch mit „ck“ schrieb. Der Ort hatte zu dieser Zeit weniger als 300 Einwohner. Wohlhabende Hamburger Bürger erkannten den Reiz der Landschaft und bauten hier ihre Villen. Die Kaltwasserheilanstalt Sophienbad machte Reinbeck für einige Jahrzehnte sogar zum Kurort. Durch zahlreiche Ausflugslokale wurde der Ort so beliebt, dass sonntags zeitweise Extrazüge von Hamburg nach Reinbeck fuhren. So blühten Gastgewerbe, Handel und Handwerk auf.

Der Ort, bisher nur eine Ansammlung einzelner Häuser, entwickelte sich zu einem bevorzugten Wohnort im Grünen. Und auch meine Ur-Urgroßmutter und ihre Familie gehörten zu den Ausflüglern, die einen Tag lang das Reinbecker Gehölz genossen.

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