Elke Grotelüschen hett maleenst ’n nieget Rezept op’e Rücksiet vun’n Klennerblatt funnen un wull dat glieks mal utprobeern: Fischsupp mit Look. Se güng an’n Friedag na’n Fischhöker op’n Wekenmarkt vun Niestadt in Holsteen un seggt: „Ik harr geern ’n lütt Stück Dösch!“ De Fischhöker wiest ehr mit sien Mess de Steed, wo he achtern vun den groten Dösch wat afsnieden wull un fraagt: „So veel?“ „Jo“, seggt se, „dat is akkerat so veel as ik bruuk. Maakt Se mi man ok glieks noch de Graden rut!“
Am 10. September war Bundespräsident Steinmeier bei uns im KörberHaus. Als ehrenamtlicher Leselernhelfer durfte ich dabei sein.
Nach den Einlasskontrollen am Hintereingang warteten wir in der Geschäftsstelle auf unseren „Auftritt“. Ich hatte das Gefühl, dass wir Erwachsenen aufgeregter waren als die Kinder, die uns und dem Bundespräsidenten vorlesen sollten.
Nachdem wir durch das Fenster die Ankunft des Staatsoberhauptes beobachtet hatten, war es bald soweit. Wir durften ins Treppenhaus. Nach einem kurzen Blick von oben auf das laufende Besuchsprogramm im Foyer nahmen wir unsere Plätze auf bereitgestellte Sofas in der Lounge ein. Noch vor dem Präsidenten positionierten sich die vielen Fotografen und Kameraleute vor uns. Und dann kamen sie wirklich. Frau Nemela von der Leitung der Körber-Stiftung, die Bezirksamtsleiterin Frau Schmidt-Hoffmann und unser Bundespräsident Herr Steinmeier.
Die Gespräche, die wir nacheinander mit ihnen führten fanden in einer sehr angenehmen, lockeren und entspannten Atmosphäre statt. Auch die Kinder waren mit Begeisterung dabei.
Warten auf den BesuchGespräche
Ein Kind fragte den Bundespräsidenten, in welcher Schulklasse er denn wäre. Ich glaube, Herr Steinmeier gibt sich nicht nur bürgernah, er ist es auch wirklich. Er wäre gerne wohl noch länger bei uns geblieben, aber der geplante Programmablauf musste eingehalten werden. Danach gab es für uns eine kurze Pause. Die Kinder und wir Leselernhelferinnen und Leselernhelfer bekamen Geschenke von der Körber-Stiftung. Schließlich verabschiedeten wir uns von den Kindern, die sich für den Nachhauseweg ausgiebig an den bereitgestellten Süßigkeiten bedient hatten.
„Das Leben wird nicht nur weggelebt. Es wird etwas unternommen“
Diesen Spruch muss sich der Ehemann einer Freundin meiner Frau immer anhören, wenn er lieber auf dem heimischen Sofa bleiben möchte.
Nach dem obigen Motto haben wir wieder einen Ausflug gemacht. Wir waren im römischen Garten am Falkensteiner Ufer der Elbe. Der Garten gehörte früher der Familie Warburg und ist heute eine öffentliche Parkanlage in Blankenese etwa 30 m oberhalb der Elbe.
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Beitrag: Helmut Marquardt
Opa fiert Geboortsdag hüüt, Opa de ward 80 Johr. Tau düssen Festdag kummt n’ Menge Lüüd, düsse Dag ward richtig swoor. Freuh an’n Morgen kummt vörbi Paster Peter Pütten, verdeelt sien Seegen näbenbi un dann gifft dat noch’n Lütten. Up eenmal is dann dor Keunig Gustav mit sien Schütten. De steiht Spalier, dat is doch kloor un dat gifft dat noch ’n Lütten. Klock 11 dann kummt Naber Nieden mit sien dicke Olsch dortau. Se snackt lang vun ole Tieden, Opa seggt blots noch jo jo. Dat Gesabbel deiht em nich veel nütten un dann gifft dat noch’n Lütten. Mit n‘ Mal steiht de Füerwehr in’ne Dör de hebbt hüüt mal nix tau sprütten. 20 Mann sünd keen Malheur un dann gifft dat noch’n Lütten. Opa glövt, he hett sik verkäken, in de Döör dor steiht Tant Krütten. Mit de hett he nu gor nich räken un dann gifft dat noch’n Lütten. Vun Roden Krüüz dor kummt Fro Schlingen ehr Gesicht is witt as Bütten. Se deiht em n‘ Ständchen bringen un dann gifft dat noch’n Lütten. Ok de Fautballspeelers kaamt vörbi, de bruukt he nich lang tau bidden. Opa schickt jem up de Galerie un dann gifft dat noch’n Lütten. Tau Koffitiet dor kummt Armanda se is mit sien Fro an’n knütten. Sett sik mit ihr up de Veranda un dann gifft dat noch’n Lütten. Ok de Börgermeester kummt tau’n graleern doch Opa will em gor nich seen. Segg em man, he sall na Huus sik scheern, denn sien Gesabbel, dat versteiht keeneen. ’n Menge Lüüd hett he hüüt drapen, fief Buddel Kööm hebbst em utsapen un Opa hett vun all de Lütten an Avend düchtig een sitten. Annern Dag’s is em dat kloor, ok wenn man em deit düchtig bitten dann gifft dat in’n taukamen Johr tau sien Geboortsdag wiss k e e n Lütten.
As ik annerletzt in mien Köhlschapp keek, müss ik bang sien to verhun- gern. Blots lütt beten Armlüüdbotter, en half Glas Mostrich un beten To- matenschü kunn ik finnen. Allens annere weer opeten. Ik harr vergeten intoköpen. Aver dat gifft jo ok in Niestadt in Holsteen per Klöönkasten wat gegen dat Verhungern. Vun’t Fleesch mutt hier keeneen fall’in. Ik reep also mien Pizzeria an: „Hallo! Is dor de Pizzeria ‚La Trattoria“? Ik wörr geern wat to’n Eten bestell’n!“ „Nein, hier ist der Pizza-Service von Google!“ „Dat deit mi leed. Denn heff ik mi wull ’n verkehrte Nummer opschre- ven!“ „Nein, das haben Sie nicht! Google hat diese Nummer gekauft!“ „Na, dat sall mi recht sien. Denn müch ik geern…“ „Wollen Sie das Übliche?“ „Wat heet hier dat Übliche? Woher wüllt Se dat denn weten?“ „Laut unseren Aufzeichnungen haben Sie bei den letzten zehn Anrufen immer die Pizza mit Käse, Salami und dicker Kruste bestellt!“ „Kloor, dat is richtig, un nipp un nau dat will ik vundaag ok weller hebb’n!“ „Dürfte ich vorschlagen, daß Sie dieses Mal eine Pizza mit Paprika, Ru- cula, Zwiebeln und getrockneten Tomaten bestellen?“ „Ne, laat mi an Land mit dat vele Grööntüüch. Ik will Wust un Kees op mien Pizza hebb’n un dat, wenn’t geiht, nich to knapp!“ „Aber Ihre Cholesterin-Werte sind nicht so gut!“ „Wat weet Se denn vun mien Cholesterin-Weerten?“ „Aus Ihrem Gesundheits-Profil. Wir haben die Resultate Ihrer Blutwerte der letzten acht Jahre!“ „Mien Heelmiddel nehm ik jümmers an’n Morgen in, un dat heff ik vundaag ok daan. Man nu laat man dat Snacken na, ik will wat to Eten hebb’n! Ik heff ’n bannigen Smacht!“
Der heftige Regen am Sonntag während der Anfahrt konnte uns nicht aufhalten. Wir waren zum ersten Mal beim Schleswig-Holstein Musik Festival. Die Veranstaltung fand auf dem idyllisch gelegenen Gut Emkendorf statt.
Es gab drei Konzerte mit kubanischen Musikern in unterschiedlichen Besetzungen. Gespielt wurde in einer großen sehr alten hohen Scheune, was zu einer besonderen Atmosphäre führte. Zwischendurch konnten man selbst mitgebrachte Speisen und Getränke picknicken. Zum Glück wurde dafür ein altes Kuhhaus aus dem 18. Jahrhundert zur Verfügung gestellt. Die Veranstalter kennen halt die typischen norddeutschen Sommer.
Danke für diesen schönen Beitrag, liebe Elisabeth. Vielleicht gelingt uns Geschwistern beim Familientreffen auch so ein Haiku. Fröhliche Weihnachten!