Zahlreiche Vereine, Clubs, Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Initiativen rufen zu Demonstrationen gegen Rechts auf, und 100-Tausende gehen in vielen Städten, bei jedem Wetter auf die Straße.
Auch der Fan-Club des FC St.Pauli, Ultra Sankt Pauli, ist dabei, er hatte zu Sonnabend, 3. Februar aufgerufen.
Im Januar war ich zum ersten Mal bei einem interkulturellen Kochabend der Körber-Stiftung dabei.
Gemeinsam gekocht wurde im KörberHaus. Ich hatte extra meine Schürze mitgenommen. Aber als ich ankam, wurde ich zunächst zu den anderen anwesenden Männern geschickt. Wir sollten uns zunächst einmal austauschen bei einer Tasse Tee.
Die Frauen fingen sofort an zu kochen. Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer*Innen kamen aus Afghanistan oder dem Iran. Später am Abend haben auch wir Männer mitgeholfen.
Ich war schon immer sehr gern in der Hamburger Theaterlandschaft unterwegs. Auch auf den kleinen Bühnen stoße ich auf herausragende Produktionen und großartige Regisseur*innen. Die Eröffnung des neuen Lichtwark-Theaters im KörberHaus habe ich mit Spannung erwartet – und ich wurde bislang auch nicht enttäuscht.
Dennoch zieht es mich immer wieder in die großen Säle des Schauspielhauses und des Thalia Theaters. Eine Freundin schwärmte so begeistert von dem Stück „Barocco“, dass ich sofort begann, mir entsprechendes Hintergrundwissen anzueignen. Dass man die europäische Stilepoche des 17. und 18. Jahrhunderts heute als Barock bezeichnet, war mir natürlich bekannt. Neu war mir allerdings, dass das Wort „barocco“ ursprünglich portugiesisch ist, aus dem dortigen Goldschmiedehandwerk stammt und übersetzt „unrunde, schiefrunde Perle“ heißt. Meine Neugier war geweckt. Zumal diese Perle auch als „eigenartig, wunderlich und ein bisschen verrückt“ galt.
Diesmal standen sie im Mittelpunkt und wurden geehrt: 65 Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler jeden Alters kamen am 30. November zu der Adventsfeier, die das KörberHaus für sie ausgerichtet hatte.
Auch die 24 Schülerinnen und Schüler der Klasse 12s aus der Stadtteilschule Bergedorf waren mit ihrer Lehrerin dabei. Von Anfang an hatten sie an der Generationenwerkstatt teilgenommen und sind mittlerweile in zwei Gruppen aktiv.
Und unverdrossen aktiv sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gruppen „Tischtennis“, „Leseforum“, „Singen am Montag“, „Internationale Literatur“, „Computer Club“, „Interkultureller Kochabend“, „Hip Hop“, „Kleidertausch“, „Fahrradtouren“ und „Schach“. Auch der Bezirks-Seniorenbeirat Bergedorf war an diesem Nachmittag vertreten und – last not least – der bergedorf.blog. Dass deren Redaktionsmitglied Elisabeth Hartmann alle mit zwei kleinen Geschichten auf den Advent einstimmte, war eine zusätzliche Überraschung.
Annalena Jonetzko, Programmleiterin von „Engagiert in Bergedorf – Bereich Alter und Demografie“ gebührt ein besonderer Dank für diesen fröhlichen Nachmittag. Die angeregten Gespräche zwischen Jung und Alt waren der beste Beweis für den Erfog ihrer intensiven Arbeit im vergangenen Jahr.
Am 15. Dezember wurde sie in der Hamburger Kunsthalle endlich eröffnet, die schon lange mit großer Spannung erwartete Ausstellung mit 60 Bildern von Caspar David Friedrich (1774 -1840). Anlass ist dessen 250. Geburtstag im kommenden Jahr, und gezeigt wird die umfangreiche Werkschau bis zum 1. April 2024.
Seit vielen Jahren sind die großformatigen Werke des Malers der Romantik Anziehungspunkte und beliebte Postkartenmotive und schlagen die Betrachter zunehmend in ihren Bann. In einer Zeit, in der wir uns immer weiter von der Natur entfernen, scheinen sie Werke wie der Blick in eine noch heile Welt. Aber Caspar David Friedrich zeigte schon damals die Sehnsucht nach Verlorenem und die Sorge vor einer ungewissen Zukunft.
Wer glaubt, er benötige nun Zettel und Bleistift, irrt sich.
Nein, jetzt ist ein Besuch in unserem Schloss, das seit mehr als 700 Jahren in Bergedorf steht, angesagt. Nicht Prinz und Prinzessin lebten hier, sondern für Herzöge und Beamte galt es als Residenz. Dass das Schloss das einzige erhaltene (in Harburg gibt es noch Fragmente eines weiteren) in Hamburg ist, weiß inzwischen Jeder.
Schon lange beherbergt es auch das Museum des Bezirkes Bergedorf. Kaum lasen wir etwas über den Beginn einer neuen Ausstellung – nämlich “ Stadt, Land, Fluss“ (aha), machten wir uns auf den Weg.
Die SchlosstürDer erste Raum, der uns empfängt
Museum!? Nicht so voreilig, liebe Leute. Hier ist nichts Verstaubtes, auch wenn die große dicke Tür, die schwer zu öffnen ist, es vermuten lässt. Wir betreten aber nun ein modernisiertes Foyer (ich nenn´ es mal so). Herrlich sommergrün, die Wände. Der Empfangstresen hat ordentlich Schwung bekommen. Rechts (es geht nur rechts) verhängen Rollos, leicht lichtdurchlässig die Fenster und zeigen zarte Fotos mit Motiven aus Bergedorf.
Das Debattle!, eine Debatte, organisiert im KörberHaus, die aus zwei herausragenden Teams des Debattierclubs Hamburg zusammengestellt wurde und spannender nicht hätte sein können.
Bild: Pixabay
Ich entschied mich dazu, mir am 7. November das Debattle! anzugucken, was auf den ersten Blick sehr vielversprechend aussah. Die Debatte fand auf dem ersten Stock des KörberHauses statt und wurde durch lila und blau färbendes Licht erhellt, sodass man es schwer hätte übersehen können. Um die Debatte für das Publikum, das von Zuhause aus zuschaute, live zu streamen, wurden vier Kameras an den Ecken des Veranstaltungsraums angebracht. Während ich mich auf einem beliebigen Stuhl im Publikum niederließ, fiel mir ein Chip ins Auge, der uns ermöglichte, nach der Debatte kostenlos Getränke zu erhalten.
für ein 3 monatiges Lesetraining in der Bücherhalle im KörberHaus
Das Projekt Bergedorfer LeseLernhilfe der SHiP – Stiftung für Engagement in Bergedorf geht mit dem „Lesetraining“ in der Bücherhalle im KörberHaus auf besondere Weise auf die Bedürfnisse von Grundschulkindern ein.
Beginn: Mittwoch, 17. Januar oder Donnerstag, 18. Januar 2024
Dauer: 3 Monate
Beim Lesetraining hat das Kind einmal pro Woche am Nachmittag die Chance, mit „seiner“ LeseLernhelferin bzw. „seinem“ LeseLernhelfer in der Bücherhalle Bergedorf im KörberHaus zu üben und eine Stunde lang miteinander spannende oder lustige Geschichten zu entdecken.
Ziel ist es, Kinder mit Spaß und ohne Leistungsdruck an das selbstständige Lesen heranzuführen.
Die Kinder werden drei Monate, bei Bedarf auch länger, einzeln gefördert: Die Teilnahme ist kostenlos.
Wenn sie ihr Kind anmelden möchten, schicken sie gerne eine E-Mail an das Projekt Bergedorfer LeseLernhilfe der SHiP – Stiftung für Engagement in Bergedorf:
Danke für diesen schönen Beitrag, liebe Elisabeth. Vielleicht gelingt uns Geschwistern beim Familientreffen auch so ein Haiku. Fröhliche Weihnachten!