Aus der Region

In Hamburg ist der Bär los

Tiere in der Stadt

Beitrag: Elisabeth Hartmann

Hamburg hat 1.865.565 menschliche Einwohner*innen. Und wie viele Tiere leben in dieser Stadt?

Das ist schwer auszumachen. Bekannt ist: über 105 Tausend Hunde sind registriert, Katzen und andere Lieblinge werden nicht gezählt, so genannte Nutztiere auch nicht und nicht das, was für uns Ungeziefer ist. Bei Hagenbeck gibt es rund 14.300 Tiere. Die vielen Bewohner der 38 Naturschutzgebiete Hamburgs sind unzählbar, geschweige denn die im Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer an der Elbmündung.

Weiterlesen „In Hamburg ist der Bär los“
Aus der Region, Damals war's, Veranstaltungen

Ein Ziel für die Boheme von nah und fern

Kiffen statt Knutschen

Das Gruenspan 1985…

Bildergeschichten: In meiner Fotothek finde ich Bilder vom Gruenspan. Dazu fällt mir ein:

1968: Auf dem Kiez rund um die Reeperbahn gab es einen neuen Tanzschuppen: den Grünspan. (Wir sagten wirklich der Grünspan.) Ich war dabei. (Dabei denke ich immer, es war früher als ´68.) Das Gruenspan (heutige Schreibweise) soll laut Wikipedia ein Ziel von Hippie- und Beattypen, Studenten, Kunstjüngern, verlassenen Ehemännern, jungen Intellektuellen und der ganzen Boheme von nah und fern gewesen sein. Meine Freundin und ich hatten einen handfesten Bezugspunkt: Wir kannten einen Kellner. Und neugierig auf diesen Schuppen waren wir natürlich auch.

Weiterlesen „Ein Ziel für die Boheme von nah und fern“
Aus der Region, Veranstaltungen

Komm rechts in die Queere

Seit ein paar Jahren gehe ich gerne zur Demonstration am Christopher-Street-Day (CSD) Anfang August. Nicht nur weil diese Parade so schön bunt ist, vor allem weil hier für die Gleichstellung aller Menschen demonstriert wird.

Weiterlesen „Komm rechts in die Queere“
Freizeit & Reise

10 Tausend Schritte im Stadtpark

Beitrag: Elisabeth Hartmann

Dr. Internet empfiehlt: Menschen ab 60 sollten täglich 6 bis 8 Tausend Schritte gehen, es trüge dazu bei, “das Sterberisiko zu senken”. Aha! Also mache ich mich auf. Es geht in den Hamburger Stadtpark.

Weiterlesen „10 Tausend Schritte im Stadtpark“
Geschichten und Gedichte

Sicherer Indikator für das Altsein

Von wegen, man ist so alt wie man sich fühlt

Beitrag: Elisabeth Hartmann

Woran merkt man eigentlich, dass man alt wird oder ist? An fehlenden Zähnen, grauen Haaren, knackenden Hüften oder knirschendem Knie? Zu- oder Abnahme von Hobbys? Dass man sich häufiger langweilt, weil man alles schon weiß? Dass man freiwillig früher ins Bett geht und eher aufsteht? Oder sich ein E-Fahrrad kauft?

Weiterlesen „Sicherer Indikator für das Altsein“
Freizeit & Reise

Im Museumscafé

Dort gibt es auch etwas zu sehen

Beitrag: Elisabeth Hartmann

Zur Erholung nach anstrengender Besichtigung gehe ich ins Museumscafé. Einen Pott Kaffee dazu ein Stück Blechkuchen gibt es für 6.20 €, und „Zahlung ist nur mit Karte möglich”. Die junge Frau, die den Kaffee einschenkt und den Schokoladenkuchen auf den Teller legt, sagt Bitte, Danke, Guten Appetit und Wiedersehen ohne aufzublicken. Ich finde einen guten Platz am Rande. Aber ich gucke nicht etwa einen Ausstellungskatalog an sondern beobachte die Leute und lasse dabei meiner Phantasie freien Lauf.

Weiterlesen „Im Museumscafé“
Freizeit & Reise

Hamburg Großneumarkt

Wo die Currywurst erfunden wurde

Beitrag: Elisabeth Hartmann

Hier am Großneumarkt wurde zwar die Currywurst erfunden, aber ich essen einen Schokoladenbecher! Während ich Eis und Sahne auf der Zunge zergehen lasse, schweift mein Blick vom Tischchen der Eisbude Porto Lucia, ein ehemaliges Klohäuschen im expressionistischen Stil, in die Runde. „Das Herz der Neustadt”, so nennen die Anwohner ihren Platz. Das Herz des Platzes ist für mich der Kandelaber aus Wilhelminischer Zeit mit einer Steinbank rundum. Da sitzt fast immer jemand, mal eine mit Buch, mal einer mit Bierflasche, mal eine ganze Familie mit Schleckeis.

Die hohen Linden spenden zur Mittagszeit lichten Schatten. Das ist gut, denn so können die Leute aus den umliegenden Büros, die an sommerlichen Markttagen wie Stare in die Imbissbuden einfallen, ihre Pause bei gedämpfter Hitze verbringen. Aber engagierte Anwohner sorgen sich: Hitze, Dürre, Versiegelung und Wurzelverletzungen bei Baumaßnahmen machen den alten Bäumen zu schaffen, hin und wieder fällt einer um. Leider sei für Baumschutzmaßnahmen kein Geld da, so wird die Bezirkspolitik zitiert. Für ein Dixieklo gibt es einen Spendenaufruf: „Sei dabei und spende jetzt für ein sauberes , gesundes Umfeld für Bäume und Menschen auf und um den Großneumarkt.”

In den Restaurants am Rande des Platzes essen und trinken entspannte Hamburger*Innen und Tourist*Innen. Letztere sind an fortgeschrittenem Alter zu erkennen. Denn ab 40 essen der Hanseat und die Hanseatin zu Hause oder in einer vornehmeren Gegend als es die am Großneumarkt ist. Apropos Essen, Uwe Timm verortet die Erfindung der Currywurst in seinem gleichnamigen Roman von 1993 auf den Großneumarkt. Hier soll die Wurstbude gestanden haben, in der in den 1940er Jahren alles seinen Anfang nahm. Heute ist in einer übrig gebliebenen Bude ein kleines Kulturzentrum für Jung und Alt untergebracht, und im Stadtgarten nebenan grünt und blüht es.

Mitten auf dem Großneumarkt gibt es diese wunderbare Eisbude, s.o.; am Rande und drum herum ist aber auch was los! Die ehemals berühmt-berüchtigte Kneipe Schmales Handtuch war hier, heute ist es eine Bier&Coctailbar und gehört einem gewissen Micky. Es soll dort den besten Caipirinha der Stadt geben!

Der Michel ist nicht fern. Am Alten Steinweg geht es immer noch ein paar Stufen runter in den Cotton Club, ein Kellerlokal aus den Hochzeiten des Hamburger Oldtime-Jazz. Mittwochs ist zum Kennenlernen der Eintritt frei. Im AKIKO, Wexstaße 39, gibt es Papier, Stoffe, Bücher und andere feine Sachen aus Japan.

Und in der Brüderstraße, gleich um die Ecke soll Uwe Timm bei seiner Tante zum Schreiben gekommen sein.

Text und Fotos: Elisabeth Hartmann

Wissenswertes

Blume des Jahres 2024 ist die Grasnelke

Foto:©Axel Jahn

Beitrag: Elisabeth Hartmann

Auf dem Kalender haben wir schon Frühling. Da wird es Zeit, auch hier die Blume des Jahres vorzustellen. Sie wird jedes Jahr von der Loki Schmidt Stiftung kreiert. Eine Anlaufstelle dieser Stiftung ist um die Ecke: das Dünenhaus in der Boberger Niederung. Dort können Sie sich einen Veranstaltungskalender für 2024 besorgen oder unter http://www.loki-schmidt-stiftung.de herunterladen .

Weiterlesen „Blume des Jahres 2024 ist die Grasnelke“
Aus der Region, Veranstaltungen

„Kein Verkauf von Stadteigentum!“

Einfrucksvolle Forderung der Hafenarbeiter

Beitrag: Elisabeth Hartmann

Foto© Karin Desmarowitz

Der Platz war gut zu finden: Ein Konzert mit Trillerpfeifen, Sirenengeheul, Klatschen, Trommeln, Reden und Rufen wies mir den Weg durch Hafencity und Speicherstadt. An die Tausend Mann und Frau hatten sich am 21. Februar bei St. Annen versammelt, um gegen den Verkauf von großen Anteilen der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) an die Mediterranean Shipping Company (MSC), die weltweit größte Reederei, zu demonstrieren.

Weiterlesen „„Kein Verkauf von Stadteigentum!““
Aus der Region, Veranstaltungen

Zeichen setzen

St. Pauli demonstriert gegen Rechts

Text und Fotos: Elisabeth Hartmann

Zahlreiche Vereine, Clubs, Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Initiativen rufen zu Demonstrationen gegen Rechts auf, und 100-Tausende gehen in vielen Städten, bei jedem Wetter auf die Straße.

Auch der Fan-Club des FC St.Pauli, Ultra Sankt Pauli, ist dabei, er hatte zu Sonnabend, 3. Februar aufgerufen.

Weiterlesen „Zeichen setzen“