Dieses und Jenes

Blind Date in einer Buchhandlung

Beitrag: Tom Schmidt

Hatten Sie eigentlich schon einmal ein Blind Date? Nein? Dann geht es Ihnen wie mir, ich kenne auch nicht die klassische Situation, in einem Restaurant mit einem unverwechselbaren Erkennungszeichen zu sitzen und zu warten, wer durch die Tür das Restaurant betritt. Zugegebenermaßen ein Vabanquespiel mit offenem Ausgang, verbunden mit der Hoffnung, dass die Idee zu einem Blind Date letztendlich glimpflich ausgeht und nicht im Desaster endet.

Aber wie ich jetzt gemerkt habe, ist es nie zu spät für ein Blind Date, wobei mein Blind Date keine Verabredung mit einer unbekannten Person war, sondern sich durch Zufall im CCB ergeben hat. Der Grund war ein massiver Regenschauer, der mich dorthin flüchten ließ. Um die Zeit zu überbrücken, schlenderte ich dann durch das Erdgeschoss und kam an der Buchhandlung Heymann vorbei. Sofort fiel mein Blick auf einen größeren Tisch in der Nähe des Eingangsbereichs, auf dem unzählige braune Päckchen lagen. Da an diesem Tisch bereits einige Kunden standen, jeweils mit einem Päckchen in der Hand, und vertieft darauf schauten, wurde ich neugierig und steuerte umgehend auf den Tisch zu.

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Dieses und Jenes

Busfahrten

Beitrag: Boike Jacobs

Mittags im Bus, ein Vater schiebt einen Buggy rein, setzt sich, der Bus fährt an, der etwa eineinhalbjährige Junge schaut zum Vater und fängt an zu schreien. Der Vater aber ist mit seinem Tablet beschäftigt. Der Junge schreit lauter, der Vater reagiert nicht, da ruft eine Frau ihm zu, er solle gefälligst auf sein Kind achten. Keine Reaktion, der Junge schreit noch lauter, und die Frau ruft ebenfalls lauter. Schließlich stellt der Vater ein Kinderprogramm ein und gibt das Tablet dem kleinen Jungen. Augenblicklich ist er still, starrt auf die bunten Bilder und drückt immer wieder eine der Tasten.

Mein Bus kommt, aber als ich zur geöffneten Tür gehen will, rast ein E-Biker in hohem Tempo an mir vorbei. Er klingelt nicht, blickt durch seine Sonnenbrille starr über mich hinweg und setzt wortlos seine Fahrt fort. Fußgänger drängen sich zur Seite, schauen dem Mann nach, und eine Frau schreit: „Verdammte Radfahrer, eines Tages geschieht hier noch ein Unglück!“

Es soll in den kommenden Tagen sehr heiß werden, und so kaufe ich mehr Obst, Saft und Wasser ein als ursprünglich geplant. Wie kann ich mit dem Einkaufstrolley und der Tasche die Treppe neben der Bushaltestelle bewältigen? Zwei junge Männer kommen mir entgegen, angeregt in ein Gespräch vertieft. „Können Sie mir das hier bitte hoch tragen, damit ich meinen Bus noch kriege?“, frage ich sie. „Natürlich, natürlich“, sagt der Größere, greift zu und trägt alles leichtfüßig die Treppe hoch, während sein Kumpel fragt, ob ich es allein schaffe oder lieber seinen Arm nehmen wolle. „Ich helfe Ihnen auch in den Bus.“ Beide Angebote nehme ich dankbar an, und als der Bus anfährt, winken sie mir zu.

Vor wenigen Wochen hat meine 70-jährige Freundin eine Hüftoperation mit anschließender Reha hinter sich gebracht. Sie hat noch Schmerzen, bewegt sich mühsamer als sonst, aber sie kann immerhin gehen. Unser Bus ist voll, kein Sitzplatz frei, so frage ich ein junges Mädchen, ob sie wohl für meine Freundin aufstehen würde. Doch ehe die sich von ihrem Sitz erhoben hat, wehrt meine Freundin bereits ab. „Das brauch ich nicht“, wendet sie sich energisch mir zu, „so alt bin ich doch nun wirklich nicht.“ Schweigend lehnt sich das junge Mädchen wieder zurück und tippt erneut auf seinem Smartphone.

Am Busbahnhof ist mir genau vor der Nase mein 135-er davongefahren. Der nächste kommt erst in zehn Minuten, müde gehe ich zur Bank. Nur ein Platz ist noch frei, denn ein Mann hat sich quer über die übrigen Sitze gelegt. Schläft er? Nein, er raucht und trinkt dazwischen ein Dosenbier, Zigarettenschachtel und Feuerzeug liegen auf dem Boden, ein Stück weit von ihm entfernt. „Hallo“, sage ich, „denken Sie an Ihr Feuerzeug, das könnte sonst jemand wegnehmen.“ Keine Reaktion, er macht nur einen tiefen Zug und schnippt die Asche unter die Bank. Der 124-er fährt bis zum Hauptbahnhof, und als er ankommt, richtet der Mann sich mühsam auf, greift nach Zigarettenschachtel und Feuerzeug und steigt langsam in den Bus ein.

Fotos: pexels

Dieses und Jenes

Symphonie des Lebens

Beitrag: Tom Schmidt

Wohnen Sie in Bergedorf oder Lohbrügge? Dann kommen Sie wahrscheinlich nicht in den Genuss der kostenlosen Open Air-Konzerte, die allabendlich in den Entwässerungsgräben und Teichen in den Vier- und Marschlanden im Mai und Juni veranstaltet werden. Die Konzerte sind laut, bis zu 90 Dezibel sollen bereits gemessen worden sein (ein „normales“ Rockkonzert hat im Schnitt 120 Dezibel), und es ist im Landgebiet in der Stille der Nacht häufig bis zu 500 Meter weit zu hören.

Es sind meist unbekannte Solisten, die in der Dunkelheit zu später Stunde für Außenstehende einen imaginären Chor bilden, der nach dem Einsingen ausschließlich in den Stimmlagen Tenor, Bariton und Bass eine unglaubliche Geräuschkulisse bilden. Entsprechend der Stimmlagen weiß der interessierte Chorliebhaber, es handelt sich ausschließlich um einen Männerchor. Eine Besonderheit dieser Chöre muss noch erwähnt werden: Es fehlt das Herzstück eines jeden Chores, denn es gibt keinen Chorleiter, der gesamte Auftritt ist eine einzige Improvisation. Auch gibt es keine Aufstellungsordnung auf der Bühne, Tenor, Bariton und Bass sind bunt durcheinandergemischt. Das zu erwartende Chaos beim Konzert bleibt aber aus, das Gegenteil ist der Fall: Spontanität, Kreativität, Dynamik und eine unbeschreibliche Energie zeichnen diese Chöre aus.

So etwas Grandioses schaffen natürlich nur Frösche, die von April bis Juni mit ihrer individuellen Symphonie des Lebens paarungswillige weibliche Frösche anlocken wollen, um ein kurzzeitiges Bündnis einzugehen. Dazu quaken sie herzzerreißend, als gäbe es kein Morgen, und sobald einer von ihnen mit seinen Lockrufen beginnt, setzt sich sukzessive der gesamte Chor in Bewegung. Man möchte der Welt ja etwas hinterlassen. Das immer lauter werdende Quaken der Frösche ist aber auch eine Verteidigungsstrategie ihres Reviers, also in dieser Geschichte der Bühne, auf der sie sich niedergelassen haben und die gegenüber anderen Fröschen mit allen Mitteln verteidigt wird. Das Ganze passiert primär in der Dunkelheit, zumal es in der prallen Sonne zu warm für diese Tierart ist und Frösche unter anderem für Störche oder Reiher eine Deliktesse auf dem Speiseplan sind.

Jetzt fragt man sich: Wie können so kleine Tiere so einen Krach machen? Frösche verfügen über innere und äußere Schallblasen, die sie wie ein Kaugummi aufblasen können. Die Geräusche hingegen werden im Kehlkopf erzeugt, indem Luft aus der Lunge in den Hohlraum der Schallblasen gepresst wird, die wie voll aufgedrehte Lautsprecher fungieren und die Töne verstärken.

Dass Frösche nicht zu den Lieblingstieren der Menschen gehören, ist bekannt. Viele haben ein äußerst ambivalentes Verhältnis zu diesen putzigen, schleimigen, feuchten und springenden Tieren mit einer fulminanten, schnellen Zunge, um Nahrung aufzunehmen. Wenn dann auch noch permanent die Nachtruhe gestört wird, hört für viele der Spaß auf. Wobei ich für mich sagen kann: Ein Froschkonzert auf einem Campingstuhl mit einem guten Glas Wein in einer lauen Sommernacht zu genießen, kann durchaus ein Highlight sein. Hängt natürlich von den Protagonisten auf der Bühne ab, wieviel Energie sie einsetzen, um paarungsfähige weibliche Frösche anzulocken.

Fotos: pexels, ralphs fotos

Dieses und Jenes

Bill Brook in Billbrook

Beitrag: Sabine Ziesmer

Bill Brook, ein junger kanadischer Feldwebel, kommt 1946 in Hamburg an. Er durchquert zu Fuß die Trümmerlandschaft des völlig zerstörten Hamburgs. Während der Operation Gomorrha im Sommer 1943, als Hamburg unter der Bombenlast der alliierten Fluggeschwader in Schutt und Asche versinkt, sterben 40 000 Hamburger und die Hälfte der Wohnungen wird zerstört.

Fast drei Jahre nach Gomorrha erwacht Hamburgs Zentrum wieder zum Leben. Bill Brook steigt am Hauptbahnhof aus dem Zug. Er ist das erste Mal in Hamburg. Es ist Nacht, als er im Lampenlicht des Bahnhofs ein Schild bemerkt, das seinen Namen trägt: Billbrook. Er weiß zu diesem Zeitpunkt nicht, dass das Schild auf eine Bahnstation hinweist, die an einer bereits wiederhergestellten Bahnstrecke liegt. Heute halten die Züge entweder in Billwerder oder Billstedt. Billbrook ist ein von Bille und Elbe zergliedertes Gebiet, das Besucher noch immer als industrielle Einöde empfängt. Bill Brook bezieht sein Quartier in einem den Alliierten zugeteilten Hotel. Sein Zimmergenosse kennt die Stadt bereits ein wenig und muss lachen, als Bill ihm von dem Schild mit seinem Namen drauf erzählt.

Nightmare (-HGZstudioDE-)

Am nächsten Nachmittag macht er sich auf den Weg nach Billbrook. Der Kanadier lässt das Alsterufer hinter sich, wo nur wenig von Zerstörung zu sehen ist. Die Alliierten hatten spezielle Stadtteile verschont, um dort nach ihrem Sieg über Nazideutschland ihre Verwaltung und die Konsulate zu etablieren. Nach einem langen Fußmarsch durch teilweise zerstörte, aber bewohnte Straßen, kommt Bill Brook dem Stadtteil, der seinen Namen trägt, langsam näher. Hier gibt es außer einer unendlichen Steinwüste kein Leben. Bill schafft es nicht bis ins eigentliche Billbrook, er tritt nach Stunden des Durchqueres dieser Steinwüste, ermüdet und traurig den Rückweg an.

Düsternis und Hoffnung (-HGZstudioDE-)

Bill Brook hätte tatsächlich 1946 einem Zug entsteigen und das Ortsschild Billbrook entdecken können. Es war aber Wolfgang Borchert, einer der bekanntesten Autoren der sogenannten Trümmerliteratur, der die Figur erschuf. 1941 wurde Borchert zur Wehrmacht eingezogen. Er musste am Angriff auf die Sowjetunion teilnehmen und wurde wegen Wehrkraftzersetzung inhaftiert. Krank kehrte er ins Nachkriegsdeutschland zurück, verfasste bis zu seinem Tod 1947 zahlreiche Kurzgeschichten und das Drama „Draußen vor der Tür“. Borchert stammte aus Hamburg Eppendorf und es scheint auch etwas Borchert in Bill Brook zu stecken. In der Erzählsammlung „Die Hundeblume“ findet sich „Billbrook“ neben anderen Erzählungen.

Schiffe im Elbschlick (-HGZstudioDE-)

Angesichts der vielen bewaffneten Konflikte überall auf der Welt, erscheint das Werk von Wolfgang Borchert auch achtzig Jahre nach seinem Tod in einem bedrückend aktuellen Licht. Die Bilder, die beim Lesen entstehen sind die aus der Ukraine, dem Sudan, Iran, Libanon, Gaza und vielen anderen Kriegsgebieten. Eine Kurzgeschichte trägt den Titel „Jesus will nicht mehr“ – wir unschuldigen Menschen auch nicht.

Fotos: privat

Geschichten und Gedichte

LiteraTürchen – Die Schneckenkönigin

Beitrag: Sabine Ziesmer

Ich gehe immer wieder gern zu Lesungen und so war es naheliegend, einen nahe an meinem Wohnort liegenden Ort aufzusuchen, um einer ganz besonderen Lesung beizuwohnen. Es handelt sich dabei um das Kulturforum SerrahnEINS in Bergedorf. Das „Haus für Alle“ bietet kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen, musikalische Darbietungen, Tanz, Kleinkunst, Kabarett und Kunstausstellungen. Das Haus soll gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und Diskussionsforen zu politischen, historischen und ökologischen Themen bieten. Ein Blick in den Veranstaltungskalender lohnt sich auf jeden Fall.

Regula Venske sollte aus ihrem neuen Krimi lesen. Zugegebenermaßen lese ich sehr gerne gute Krimis, in denen die Charaktere vor dem Kriminalfall stehen. Wenn mich dieses Genre auch noch sprachlich überzeugt, versinke ich nur zu gern in einen Krimi. Ich bin eine Geschichtensammlerin und lese mir langsam und fast betont im Innern selbst vor. Aus diesem Grunde habe ich auch nicht ein einziges Coaching für einen Leseclub bestanden: zu langsam und zu breit aufgestellt. Nun denn, ich will ja auch nicht alles lesen von dem man sagt, dass man es unbedingt gelesen haben muss. Die Schneckenkönigin von Regula Venske hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Die Hamburger Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin wurde für ihre Romane, Erzählungen und Gedichte vielfach ausgezeichnet. In der Süddeutschen Zeitung bezeichnete man sie als „Lust-Mörderin“, die schwere Stoffe mit Eleganz, Leichtigkeit und schwarzem Humor erzählt.

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Dieses und Jenes

Der Juni

Erich Kästner

Die Zeit geht mit der Zeit: Sie fliegt.
Kaum schrieb man sechs Gedichte,
ist schon ein halbes Jahr herum
und fühlt sich als Geschichte.

Die Kirschen werden reif und rot,
die süßen wie die sauern.
Auf zartes Laub fällt Staub, fällt Staub,
so sehr wir es bedauern.

Aus Gras wird Heu. Aus Obst Kompott.
Aus Herrlichkeit wird Nahrung.
Aus manchem, was das Herz erfuhr,
wird, bestenfalls, Erfahrung.
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Aus der Region

Ein Jude auf der Kanzel

Beitrag: Boike Jacobs

Die geschnitzte und bunt bemalte Kanzel hatte es mir gleich angetan, als ich Bergedorfs Kirche St. Petri und Pauli zum ersten Mal betrat. Herrlich, wie Jesu Füße bei seiner Himmelfahrt noch aus dem goldenen Gewand hängen, als er schon fast in den Wolken verschwunden ist. Zwei Schritte weiter, ebenfalls geschnitzt und in starken Farben, die Auferstehung. Um die Grabplatte sitzen drei erschrockene Männer und im Hintergrund … Ich traue meinen Augen nicht. Da hockt ein Jude und starrt ins Leere. Ein Jude? Nun, er ist deutlich zu erkennen an Judenhut und Bündel, das er an einem Stab über der Schulter trägt. Der ewige Jude in St. Petri und Pauli, nicht irgendwo versteckt, sondern auf der Kanzel ganz nahe beim Auferstandenen. Wie ist das möglich, da zu dieser Zeit weder in Bergedorf noch in den Vier- und Marschlanden Juden lebten.

Erst nach langem Suchen werde ich in der Schrift „Wunderbarlicher Bericht von einem Juden Ahasvero“ fündig, in der es heißt: „Unter den vielen und großen Vorzügen, die Hamburg vor andern Städten genießt, ist einer von allen Lobrednern unserer Vaterstadt stets übersehen: dass Ahasverus, der ewige Jude, dessen Umherirren im Morgenlande zwar längst bekannt gewesen sein mag, im Abendlande zu allererst in Hamburg aufgetreten ist.“ Und dies ist die Geschichte, die mit vielen Ausschmückungen erzählt wird:

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Aus der Region

Welttag des Buches 2026

1,1 Millionen Bücher kostenlos für Schüler*innen in Deutschland

Beitrag: Thomas Schmidt

Sie haben richtig gelesen. Im Rahmen des Welttags des Buches werden noch bis zum 31. Mai ca. 1,1 Millionen Bücher kostenlos an Schüler*innen der 4. und 5. Klassen sowie Förder-/ Willkommens-Klassen in Deutschland verteilt. Es handelt sich hier um eine deutschlandweite Leseförderungskampagne, die ihresgleichen sucht und besonders im digitalen Zeitalter das Buch bzw. Lesen für Jugendliche in den Mittelpunkt stellt.

Unter dem Motto „Ich schenk dir eine Geschichte“ werden seit 1995 eigens für diese Aktion Bücher explizit für die Zielgruppe der Schüler*innen entwickelt, geschrieben und illustriert. Thematisch immer aktuell am Zeitgeschehen, so dass man möglichst viele Jugendliche inhaltlich abholt. In diesem Jahr handelt es sich um einen Comicroman mit dem Titel „Der fliegende Klassenscooter“. Die Autoren sind Andreas Hüging und Angelika Niestrath, für die Illustration verantwortlich ist Timo Grubing. Alle drei sind in der Jugendbuch-Szene anerkannt und erfolgreich. Natürlich habe ich das Buch gelesen und muss gestehen, dass ich es trotz meines hohen Alters sehr unterhaltsam finde und es in einem durchgelesen habe. Die drei Protagonisten, die am Anfang des Buches vorgestellt werden, können unterschiedlicher nicht sein, ergänzen sich aber hervorragend und stehen stellvertretend für die Schüler*innen von heute. Das Abenteuer, dass sie erleben, beginnt mit einer herben Enttäuschung bei einem Wettbewerb in dem Fach Naturwissenschaften und Technik, das alle drei grausam finden. Ihre vorgestellte Erfindung im Rahmen dieses Wettbewerbs bringt sie aber durch einen Zufall in das Jahr 2176, und dieses Abenteuer veränderte alles. Die NaWi-Nieten waren plötzlich in der Klasse in den Fächern Physik, Chemie und Biologie ganz weit vorne und entwickelten ihre erste eigene Erfindung. Diese kurze Zusammenfassung gibt den Inhalt des Buches nur bedingt wieder, es selber zu lesen oder es Ihren Kindern zu geben, lohnt sich mit Sicherheit.

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Veranstaltungen

Busy Talking

Beitrag: Sabine Ziesmer

„Ältere besuchen eine Kunstausstellung“ – ©HGZstudioDE

Am 28. April bot sich wieder ein Besuch des KörberHauses an. Der ehemalige SPIEGEL-Journalist Dieter Bednarz hatte ein neues Buch mit dem Titel „Alt genug, um jung zu bleiben“ veröffentlicht, das in einer Gesprächsrunde vorgestellt werden sollte. Der Saal war gut gefüllt und die Stimmung dank der geistreichen und humorvollen Einlassungen der drei Diskutanten sehr ausgelassen. In den ersten Reihen saßen einige junge Leute, die vielleicht für sich oder ihre alternden Eltern Anregungen erhofften. Der Anteil der Besucher, die offenkundig kurz vor der Beendigung ihres aktiven Berufslebens standen, war erheblich. Wir sogenannten Best-Ager mit fundiertem Wissen zu Fragen, wie man das Älterwerden aktiv, gesund und selbstbestimmt gestalten kann, nickten zustimmend die Standpunkte der Gesprächsrunde ab.

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