Aus der Region, Wissenswertes

Ein Ausflug in eine andere Welt –

Der Hamburger Blumen Großmarkt

Beitrag: Tom Schmidt

Ostfassade bei Nacht (Copyright: Großmarkt-Hamburg.de)

Es ist 23.00 Uhr, das Aroma des frisch gebrühten Espresso duftet bereits, die Brote sind geschmiert. Ein Blick auf die Uhr sagt mir, in 30 Minuten geht es los. Gegen 24.00 Uhr soll ich auf dem Blumen Großmarkt in Hamburg sein und auf dem Verkaufsstand meines Schwagers aushelfen, da ein Mitarbeiter ausgefallen ist. Ohne konkret zu wissen, was letztendlich auf mich zu kommt, ging ich die erste Nachtschicht in meinem Leben entspannt an.

Der Hamburger Großmarkt befindet sich zwischen dem Oberhafen und der Amsinckstraße im Stadtteil Hammerbrook auf einem 27,3 ha großen Grundstück. Der alte Spruch „die Nacht zum Tage machen“ trifft hier uneingeschränkt zu, gearbeitet wird nachts!

Als ich auf dem Großmarkt Hamburg die Schranke am Haupttor Ost passiert hatte und in Richtung der imposanten, bogenförmigen Hallen fuhr, herrschte auf dem Parkplatz vor der Halle des Gemüsemarkts bereits ein reges Treiben. Dazu muss man wissen, Gemüse – und Blumen Großmarkt sind in nebeneinander liegenden Hallen untergebracht, und der Arbeitsbeginn in den Hallen des Obst- und Gemüse Großmarktes liegt vor dem des Blumen Großmarktes. Vorsichtig fuhr ich weiter, achtete darauf, nicht mit einem der unzähligen Gabelstapler, die vollbeladen mit ihren Paletten zwischen den LKWs herum wuselten, zusammen zu stoßen.  

Endlich angekommen, hatte ich noch Zeit, mich ein wenig umzusehen. Das ist also einer der größten Blumen Großmärkte in Deutschland, dachte ich mir. Von hier aus werden unzählige Wochenmärkte und Geschäfte des Blumenfachhandels in ganz Norddeutschland mit Blumen und Zierpflanzen versorgt. Ungefähr 100 Anbieter, die sich aus Erzeugern, Großhändlern und Kommissionären zusammensetzen, bieten hier in einer 180 Meter langen, 57 Meter breiten und 14 Meter hohen Halle ihre Waren an. Und wer sich für Architektur interessiert: Die Hallen sind eine der eindrucksvollsten Beton Schalenkonstruktionen in Hamburg, ähnlich wie das zur Universität zählende Audi Max im Stadtteil Rotherbaum, und stehen seit 1996 unter Denkmalschutz. Der Umzug des Blumen Großmarktes erfolgte 1984 von den Deichtorhallen auf das Gelände des Großmarktes neben der Halle des Obst – und Gemüsemarktes. 

Mein Schwager war mittlerweile angekommen und somit betraten wir das Herzstück des Blumen Großmarktes. Mein Blick streifte kurz durch die gigantische Halle und ich wurde zu dieser unchristlichen Zeit von einer Blüten- und Farbenpracht begrüßt, die ihresgleichen sucht. Mit Sicherheit gibt es schlechtere Arbeitsplätze als diesen, sagte ich mir. Mal schauen, ob ich das in acht Stunden immer noch denke.

Nach einer kurzen Einweisung ging es los, den Stand möglichst schnell für die Kunden vorzubereiten. Zum Transport bzw. zur Präsentation auf dem Stand werden die Pflanzen in CC-Container gepackt. Die Container sind auf dem Großmarkt nicht wegzudenken, haben einen festen Boden und durchschnittlich vier bis sechs weitere Bretter, die individuell je nach Bedarf und Pflanzenhöhe verstellt werden können. Da die beiden vorderen Rollen lenkbar sind, bedeutet das für einen Anfänger wie mich, dass diese Transportmittel schnell ein Eigenleben entwickeln können. Besonders, wenn man mit zwei Containern voll bepackt auf dem Großmarkt unterwegs ist und ziehend oder schiebend und gleichzeitig lenkend alles umkurven muss, was einem in den engen Gängen entgegenkommt oder im Weg steht. Für einen Anfänger eine schweißtreibende Fortbewegung, zumal die „Biester“ voll bepackt schwer sind. Passend dazu der Spruch eines Kollegen, als ich mich wieder einmal voll bepackt mit zwei Containern durch die Gänge schlängelte und natürlich irgendwo hängen blieb: „Wir sind hier nicht auf dem Übungsplatz des ADAC.“ Entsprechend waren die Container letztendlich heute Nacht meine ganz persönliche Herausforderung.

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Geschichten und Gedichte, Wissenswertes

Weihnachten basteln wir uns ein Gedicht

Beitrag: Elisabeth Hartmann

Sie werden Weihnachten mit Freunden oder Verwandten, Kindern und Erwachsenen  feiern? Das ist schön, und Sie freuen sicherlich darauf. Aber manchmal, so nach dem Essen und dem Kaffee, hat man das Wichtigste schon gesagt, es drohen Langeweile oder gar ein bisschen Zwist aufzukommen. Die alten Spiele sind reizlos geworden, und ein neues lag nicht unterm Tannenbaum. Wie wäre es da mit Dichten? Ja – Sie machen einzeln, paarweise oder alle zusammen Gedichte. Und zwar Haikus. Ein Haiku ist ein japanisches Kurzgedicht mit 17 Silben, verteilt auf 3 Zeilen. Die erste Zeile hat 5, die zweite 7 und die dritte wieder 5 Silben. Auch mit der deutschen Sprache kann man so dichten. Ich habe es mal versucht:  

Roter Fensterstern
jetzt wieder im Dezember
öffnet mir das Herz.

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Damals war's, Wissenswertes

Fund beim Aufräumen

Beitrag: Thorsten Werner

Nachbau der Golden Hind

Beim Aufräumen entdeckte ich ein Buch aus meiner Kindheit „Die schönsten Seefahrergeschichten“. Neugierig blätterte ich in dem Buch, las von Francis Drake und seiner Weltumsegelung. Die Golden Hind ist etwa genau so lang wie die Sea Explorer von Boris Hermann.

Drake hatte Besatzung, 18 Kanonen und Proviant in so einem kleinen Schiff untergebracht. Wie war es bei seiner Weltumsegelung? Ich träumte:

„Francis Drakes Weltumsegelung – Der Piratenkapitän wird Ritter“

Die Reise der Pelican (später Golden Hind), das Herz der Flotte, sollte fast drei Jahre dauern und die geopolitischen Karten Europas neu schreiben.

Am 13. Dezember 1577 stach Francis Drake mit einer Flotte von fünf Schiffen – darunter sein Flagschiff, die Pelican – aus dem Hafen von Plymouth in See. Der Auftrag von Königin Elisabeth I. war ein staatliches Geheimnis: Nicht nur die Welt sollte umsegelt werden, sondern vor allem sollten die spanischen Goldschiffe im Pazifik geplündert werden, wo die Küsten Perus und Chiles kaum verteidigt wurden.

Das Flagschiff war Drakes ganzer Stolz und sein Überlebensgarant. Es war zwar klein im Vergleich zu spanischen Kriegsgaleonen, aber schnell, wendig und robust für die gewaltigen Ozeane.

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Damals war's, Wissenswertes

Von Samhain zu Süßes oder Saures

Die Geschichte von Halloween

Beitrag: Thorsten Werner

Jedes Jahr, wenn die Blätter golden werden und die Nächte länger, tauchen Kürbisse mit gruseligen Fratzen auf, und die Welt bereitet sich auf eine Nacht voller Geister, Hexen und zuckersüßer Erpressung vor.

Doch während wir heute an Halloween vor allem an Kostüme und Süßigkeiten denken, reicht der Ursprung dieses Festes tief in die Geschichte zurück – bis zu einem uralten keltischen Fest, das das Ende der Ernte und den Beginn der Dunkelheit feierte: Samhain.

Foto: Pixabay
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Wissenswertes

Zeit für Riesenbeeren

Beitrag: Sabine Ziesmer

Das Laub hat seine grüne Farbe verloren und fällt langsam auf die Erde. In verschiedenen dunklen Gelbtönen, in Rot und Orange raschelt es unter unseren Füßen. Es ist Herbst. Der Regen prasselt gegen unsere Fensterscheiben, die Kinder sammeln Kastanien, es werden Erntefeste gefeiert, und wir freuen uns über die Farbvielfalt der Natur.

Ein Hauptakteur des Herbstes scheint seit einigen Jahren der Kürbis geworden zu sein. Auf vielen Wagen des schönen Vierländer Festumzugs zum Erntedankfest waren auch unterschiedlichste Kürbisse zu sehen. Der Kürbis hat sich seit einigen Jahren einen Stammplatz in den Herzen der Menschen erobert. Ursprünglich stammt er aus Süd- und Mittelamerika und wird dort seit über 12000 Jahren angebaut. Damit ist er das älteste landwirtschaftliche Produkt überhaupt. Nach Europa schaffte es der Kürbis erst im 15. Jahrhundert zusammen mit der Kartoffel und allem was nicht auf der langen Schiffsreise einging oder verfaulte.

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Wissenswertes

Goldener Herbst und die unsichtbaren Gäste

Warum Impfen jetzt doppelt zählt

Beitrag: Thorsten Werner

Die Blätter leuchten in Rot und Gold, die Luft wird klar und kühl, und drinnen warten Kuscheldecken und der erste Kürbis-Latte des Jahres. Der Herbst ist da – und mit ihm, zuverlässiger als jeder Postbote, kommt die Erkältungszeit.

Doch unter den harmlosen Schnupfen mischen sich jedes Jahr hartnäckige und gefährlichere „unsichtbare Gäste“: die Grippe und das Corona-Virus.

Bevor Sie sich gemütlich einkuscheln, lassen Sie uns kurz über den besten Schutzschild sprechen, den wir haben: die saisonalen Impfungen.

Herbst in Neu-Allermöhe
Foto: Thorsten Werner
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Wissenswertes

Das große Aufräumen im Kopf

Warum Schlaf so viel mehr ist als nur Ausruhen

Beitrag: Thorsten Werner

Foto: Pixabay

Wir alle lieben ihn, sehnen uns nach ihm und oft bekommen wir nicht genug davon: Schlaf. Doch während wir selig schlummern, passiert in unserem Körper – und vor allem in unserem Gehirn – Erstaunliches. Schlaf ist nämlich viel mehr als nur eine nette Pause vom Alltag. Er ist eine hochaktive Phase der Regeneration, Reparatur und sogar eine Art „Müllabfuhr“ für unser wichtigstes Organ.

Schlaf: Ein Luxus, der keiner ist – und wie viel wir wirklich brauchen

In unserer 24/7-Gesellschaft wird Schlaf oft als verlorene Zeit oder sogar als Schwäche angesehen. Wer erfolgreich sein will, muss angeblich früh aufstehen und lange arbeiten – Schlaf ist da nur ein notwendiges Übel. Doch das ist ein gefährlicher Trugschluss! Chronischer Schlafmangel, (weniger als 7 Stunden pro Nacht!) führt nicht nur zu Müdigkeit und Konzentrationsproblemen, sondern erhöht auch das Risiko für eine ganze Reihe von Krankheiten, von Herz-Kreislauf-Problemen über Diabetes bis hin zu psychischen Erkrankungen und sogar Alzheimer und Parkinson.

Das glymphatische System: Die Müllabfuhr des Gehirns

Aber was genau passiert da eigentlich, während wir träumen? Eine der faszinierendsten Entdeckungen ist die des glymphatischen Systems. Stellen Sie sich das Gehirn wie eine belebte Stadt vor, in der ständig gearbeitet wird. Bei all dieser Aktivität fallen natürlich auch Abfallprodukte an. Lange Zeit war unklar, wie das Gehirn diese los wird, da es kein herkömmliches Lymphsystem besitzt.

Forscher haben nun herausgefunden, dass das Gehirn während des Schlafs ein einzigartiges „Reinigungssystem“ aktiviert. Das glymphatische System nutzt die zerebrospinale Flüssigkeit (CSF), die unser Gehirn umgibt, um Abfallstoffe, darunter schädliche Proteine wie Beta-Amyloid (das mit Alzheimer in Verbindung gebracht wird), aktiv aus dem Gehirn zu spülen. Pro Nacht fallen etwa 7 Gramm Abfälle (Proteine) an, die über das glymphatische System aus dem Gehirn abtransportiert werden. Das gelingt aber nur, wenn wir mindestens 7 Stunden am Tag schlafen.

Wie funktioniert das „große Aufräumen“?

Neueste Studien, wie sie beispielsweise im Fachmagazin Science oder Nature Neuroscience veröffentlicht wurden, zeigen, dass sich die Gehirnzellen im Schlaf quasi zusammenziehen. Das schafft winzige Zwischenräume, durch die die CSF dann effektiver strömen und die gesammelten Proteine und andere Metaboliten abtransportieren kann. Es ist wie eine Flutwelle, die durch die Gassen unserer Gehirnstadt fegt und den angesammelten Müll wegspült.

Besonders während des Tiefschlafs (Non-REM-Schlaf) ist dieses System hochaktiv. Das bedeutet: Wer zu wenig Tiefschlaf bekommt – was oft bei verkürzter Gesamtschlafdauer der Fall ist – verhindert, dass sein Gehirn diese entscheidende Reinigungsarbeit leisten kann. Das könnte erklären, warum chronischer Schlafmangel mit einem erhöhten Risiko für neurodegenerative Erkrankungen in Verbindung gebracht wird. Es ist, als würde man den Müll über Wochen nicht abholen – irgendwann wird die Stadt unbewohnbar.

Mehr als nur Abfallentsorgung: Konsolidierung und Kreativität

Aber Schlaf ist nicht nur „Müllabfuhr“. Während wir schlafen, festigt unser Gehirn auch das, was wir tagsüber gelernt haben – Stichwort Gedächtniskonsolidierung. Informationen werden vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis überführt und miteinander verknüpft. Das Gehirn arbeitet also auch im Schlaf auf Hochtouren, um Gelerntes zu verarbeiten und zu speichern.

Und haben Sie sich jemals gefragt, warum Ihnen manchmal die besten Ideen morgens im Bett kommen oder Sie nach einer guten Nachtruhe plötzlich eine Lösung für ein Problem finden? Schlaf fördert auch die Kreativität. Unser Gehirn kann im Schlaf auf eine Weise Verbindungen herstellen, die uns im Wachzustand vielleicht nicht möglich sind. Es werden scheinbar disparate Informationen verknüpft, was zu neuen Einsichten führen kann.

Was können wir tun? Die Macht eines guten Schlafs nutzen

Angesichts dieser faszinierenden Erkenntnisse wird klar: Schlaf ist kein Luxus, sondern eine biologische Notwendigkeit für unsere körperliche und geistige Gesundheit.

Wissenswertes

„Menschenähnliche Denkprozesse“

Beitrag: Boike Jacobs

„Hier ist ein Vorschlag für einen begleitenden Ausstellungstext bzw. ein Künstlerstatement, wie es in einer Galerie neben dem Bild präsentiert werden könnte: „Zwischenwelten“ 2025, Aquarell auf Papier Format: [Größe einfügen, z. B. „30 × 40 cm“] Künstlerstatement: „Zwischenwelten“ ist eine Einladung zum Innehalten – ein Moment, in dem sich Form und Bedeutung auflösen und Platz machen für das Ungewisse. Dieses Werk entstand aus dem Wunsch, das Ungeplante zuzulassen und den Farben den Raum zu geben, ihre eigene Geschichte zu erzählen. Die Aquarelltechnik ermöglicht dabei ein kontrolliertes Loslassen: Farben verlaufen, vermischen sich, stoßen aneinander – so wie Gedanken und Emotionen, die manchmal nur für einen Augenblick greifbar sind. Die Komposition lebt vom Spannungsverhältnis zwischen Bewegung und Stillstand, zwischen Licht und Schatten. Silhouetten tauchen auf, verschwinden wieder – wie Fragmente eines Traums. Ich sehe in diesem Bild keine feste Aussage, sondern eine offene Tür. Es lädt dazu ein, die eigene Interpretation zu finden – intuitiv, subjektiv, frei von Vorgaben. – [Dein Künstlername].“

Habe ich diesen Text verfasst? Um Gottes Willen! Ich habe dies Bild bei facebook veröffentlicht, und kurz darauf kam die Nachricht eines guten Bekannten: „Habe gerade Dein Aquarell gesehen & mal ChatGPT damit gefüttert, & siehe da, auch einen Namen hat es dem Bild gegeben.“

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Webb blickt hinter die Fassade der Katzenpfote – und was das für uns bedeutet

Beitrag: Thorsten Werner

Vor drei Jahren begann das James-Webb-Weltraumteleskop seine unglaubliche Reise. Seitdem hat es uns mit atemberaubenden Bildern und bahnbrechenden Entdeckungen immer wieder aufs Neue fasziniert. Jetzt, zum dritten Geburtstag, hat Webb einen weiteren Blick in die Tiefen des Universums geworfen – genauer gesagt, in den Katzenpfoten-Nebel.

Credits: Image: NASA, ESA, CSA, STScI
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Mit 70 noch über den Boden krabbeln?

Beitrag: Boike Jacobs

Noch nie habe ich bei facebook auf einen einfachen Kommentar so viele Antworten bekommen – alle negativ. Worum geht es dabei? Nun, Wirtschaftsministerin Katharina Reiche hat mit folgender Ankündigung für Wirbel gesorgt: „Der demographische Wandel und die weiter steigende Lebenserwartung machen es unumgänglich: Die Lebensarbeitszeit muss steigen.“ Es könne auf Dauer nicht gut gehen, nur zwei Drittel des Erwachsenenlebens zu arbeiten und ein Drittel in der Rente zu verbringen. „Bist Du bereit, für die deutsche Wirtschaft mehr und länger zu arbeiten?“, lautete daraufhin die Frage an die facebook community. Meine spontane Antwort: „Ja. Ich arbeite gerne, und wirtschaftlich können wir uns die von der SPD geforderte Rente ab 63 nicht leisten. Ich denke, ich stehe mit dieser Haltung nicht allein.“ Aber da hatte ich mich gründlich vertan. „Was arbeitest Du denn, Dachdecker?“, lautet die erste ironische Frage an mich. Und der Nächste legt nach: „Ich vermute, Sie sind mit 55 in Pension gegangen. Ich arbeite, seit ich 16 bin, im Drei-Schichten-System. Ich sehe mit meinen 55 Jahren und 39 Jahren Berufszeit nicht mehr so frisch aus wie Sie.“ Das war in diesem Fall gewiss nicht als Kompliment gemeint.

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