Aus der Region, Veranstaltungen

Wenn Helfende Hilfe brauchen

Beitrag: Boike Jacobs

Foto: pixabay

Ohne sie würde das Sozialwesen wohl einbrechen, denn seit vielen Jahren sind Frauen und Männer im Ehrenamt unschätzbare Hilfen. Das wird auch im KörberHaus täglich sichtbar und spürbar. Es sind zumeist Rentnerinnen und Rentner, die sich mit Herz und großer Einsatzbereitschaft engagieren, keine speziell Ausgebildeten, sondern Menschen mit Lebenserfahrung und viel Geduld. Was aber, wenn das bisweilen nicht ausreicht, wenn also Helfer Hilfe benötigen? Konkret gesagt: Was tun, wenn ein Kind, das man beim Lesenlernen unterstützt, ständig unruhig und laut ist? Wenn Verabredungen nicht eingehalten werden? Wenn ein an Demenz Erkrankter unvermutet aggressiv wird? Wenn die Umwelt Ehrenamtlern und ihren Schützlingen mit Spott begegnet? Wenn die Begleitung eines Sterbenden zur seelischen Überlastung wird? Und ebenso: Wenn die öffentliche Verwaltung ständig ausbremst? Das KörberHaus gab daher Ehrenamtlichen die Möglichkeit, von ihren Anliegen zu erzählen und Hilfe zu bekommen durch Imme Bruß, Trainerin für Projektmanagement. Und als die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Beginn des Treffens im FreiRaum aufschrieben und erzählten, in welchem Bereich sie ehrenamtlich arbeiten, gab es für mich die erste große Überraschung: Ausnahmslos alle engagieren sich in mehr als einem Ehrenamt.

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Aus der Region, Geschichten und Gedichte

Oskar ist wieder da!

Beitrag: Thorsten Werner

Könnt ihr euch noch an Oskar, den fleißigen Maulwurf, erinnern? Lange Zeit sah ich nichts mehr von ihm. Bis heute.
Ich traute meinen Augen nicht, als ich ein winziges Häuflein auf dem Rasen entdeckte. Inzwischen gibt es einen etwas größeren Haufen daneben.

Oskar der Maulwurf
Bild: Thorsten Werner (KI-generiert)

Habt ihr auch einen Maulwurf? Schreibt uns gerne einen Kommentar.

Aus der Region, Veranstaltungen

„Generationenwerkstatt“ gelungen

Beitrag: Boike Jacobs

Freudige Überraschung beim Projekt „Generationenwerkstatt“, zu dem das KörberHaus vor zwei Jahren zum ersten Mal einlud. Ältere Ehrenamtliche saßen mit Schülerinnen und Schülern der GSB an verschiedenen Tischen und arbeiteten über Stunden Projekte aus, die gemeinsam entwickelt werden sollten. Ich hatte den besten Tisch erwischt, denn die 17-jährigen Jugendlichen entschieden sich dafür, Pflegekräfte in Krankenhaus oder Altenheim zu unterstützen. Welche Institution und welche Menschen dafür geeignet wären, sollte bis zum nächsten Treffen herausgefunden werden. Da wollte ich gerne mithelfen.

Traurige Überraschung beim zweiten Treffen. Ausgerechnet dies Projekt der „Generationenwerkstatt“ wurde gestrichen – zu schwer, zu gefährlich, zu belastend, hieß es auf einmal. Das war nun, so dachte ich, das Ende der schönen Initiative. Aber ich lag falsch.

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Aus der Region, Wissenswertes

Das Sumpf-Blutauge: Ein Moor-Juwel als Blume des Jahres 2025

Beitrag: Thorsten Werner

Sumpfblutauge
Bild: Jutta Ende

Wer hätte gedacht, dass Moore so schön sein können?

Die Loki-Schmidt-Stiftung hat mit der Wahl des Sumpf-Blutauges zur Blume des Jahres 2025 für eine echte Überraschung gesorgt. Dieses unscheinbare, aber umso faszinierendere Gewächs aus den Mooren steht nicht nur für Schönheit, sondern auch für den dringenden Schutz unserer Ökosysteme.

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Aus der Region

Rätselhafte Wahlplakate

Beitrag: Boike Jacobs

Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Nein, anders: Man sieht die Bäume vor lauter Wahlplakaten nicht, wenn man z.B. den Serrahn hinunter bummelt. Hat man eines nach dem anderen betrachtet, weiß man genau, wo man am 23. Februar und am 2. März seine Kreuzchen hinsetzen wird. Oder etwa nicht?

„Auf Hamburg sein Nacken“ lese ich irritiert. Ein Rechtschreibfehler? Ein Scherz? Auch die Bilder geben keine Auskunft auf diese Frage: Ein Kinderfoto, die Gesichter mit Herzchen verdeckt, ein Arm in gestreiftem Pullover. Abschlussarbeit Kunst in Klasse 4, würde ich sagen. Aber nein, auf diese Weise wirbt die Linke, deren Kandidat ein T-Shirt trägt mit der Aufschrift „Tax the Rich“. Aha.

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Aus der Region, Freizeit & Reise

Mensch und Baum

Beitrag: Sabine Ziesmer

Skulpturen am Elbufer…

Bäume haben ähnlich mannigfaltige Erscheinungen wie wir Menschen. Einige sind von beeindruckender Statur, hochgewachsen und majestätisch. Im Hirschpark an der Elbchaussee findet man einige dieser Bäume, die noch heute von ihrer langen Reise aus fernen Ländern und ihrem harten Leben fern der Heimat erzählen – wenn man ihnen zuhören möchte. Andere sind klein und unscheinbar, kämpfen um ihr Überleben und um ihre Sichtbarkeit. Es sind oft die Straßenbäume, die uns etwas Schatten und Freude spenden, aber nur zu oft vergessen werden und immer weichen müssen, wenn die Stadtplanung es so entscheidet. Aber fast alle Bäume haben ihre Liebhaber.

Ich wandere täglich durch die Elbauen in den Vier- und Marschlanden. Wie ein Urwald säumen makaberen Skulpturen das Elbufer. Diese Bäume sind Überlebenskünstler. Sie stehen oft tief im Elbwasser und recken ihre Äste hoch in den Himmel, oder sie scheinen über den Elbsand zu kriechen als suchten sie stets neuen Halt. Bei Ebbe krallen sich die freien Wurzeln in den Sand, um so dem Wind widerstehen zu können. Eine Illusion, weil jede Flut ihren Halt fortgespült. Ich begrüße die Bäume täglich wie alte Freunde. Ich streiche mit der Hand über die raue Rinde, steige über ein Labyrinth aus freiliegenden verholzten Wurzeln und genieße den herben Duft von Holz und Brackwasser. Während der blattlosen Zeit der Stürme und des Hochwassers bietet sich mir immer wieder ein neues Bild. Die große Gruppe der geraden, schlanken Bäume trauert um die Freunde, die nun zersplittert zu ihren Füßen liegen. Jeder Baum erzählt seine eigene Geschichte. Ihr ungewöhnlicher Wuchs berichtet vom unermüdlichen Ringen gegen Sturm und Elbwasser. Kein Baum gleicht dem anderen. Wenn man diesen Urwald durchschreitet, fühlt man sich nicht mehr allein. Die Bäume machen mir Mut, mich den Herausforderungen zu stellen, meine Wurzeln tief einzugraben, oder neue zu schlagen im unbekannten Untergrund. Nur aufgeben ist keine Option. 

Fotos: Sabine Ziesmer

Aus der Region, Wissenswertes

Plattdeutsch – Mehr als nur ein Dialekt!

Beitrag: Thorsten Werner

Warum wir unsere Wurzeln nicht vergessen sollten

Haben Sie schon mal gehört, wie sich ein echter Norddeutscher über sein Wetter beschwert oder wie ein Ostfriese einen guten Tee beschreibt? Dann haben Sie wahrscheinlich schon Plattdeutsch, oder Niederdeutsch, wie es offiziell heißt, gehört. Diese Sprache, die oft als „Dialekt“ abgetan wird, ist viel mehr als das. Sie ist ein Stück unserer Kultur, ein Teil unserer Identität und ein Schatz, den es zu bewahren gilt.

Plattdeutsch – eine Sprache mit Geschichte

Niederdeutsch ist keine bloße Abwandlung des Hochdeutschen, sondern eine eigenständige westgermanische Sprache. Sie hat eine lange Geschichte und war einst die Sprache der Hanse, die einen bedeutenden Einfluss auf den Handel und die Kultur in Norddeutschland hatte. Plattdeutsch hat sich über Jahrhunderte entwickelt und ist in zahlreiche Dialekte aufgeteilt, die sich oft von Dorf zu Dorf unterscheiden.

Warum ist Plattdeutsch so wichtig?

  • Kultur und Identität: Plattdeutsch ist ein wichtiger Bestandteil der norddeutschen Kultur. Sprichwörter, Lieder und Geschichten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, sind oft in Plattdeutsch verfasst. Die Sprache verbindet uns mit unseren Vorfahren und gibt uns ein Gefühl von Zugehörigkeit.
  • Sprachliche Vielfalt: Jede Sprache ist ein Schatz an Wissen und Erfahrung. Plattdeutsch trägt dazu bei, die sprachliche Vielfalt in Deutschland zu erhalten und zu fördern.
  • Tourismus: Plattdeutsch ist auch für den Tourismus interessant. Viele Besucher sind neugierig auf diese alte Sprache und möchten mehr darüber erfahren.
  • Bildung: Plattdeutsch zu lernen fördert das Sprachbewusstsein und die Fähigkeit, andere Sprachen zu lernen.

Plattdeutsch für die Zukunft

Plattdeutsch ist zwar eine alte Sprache, aber sie hat auch eine Zukunft. Immer mehr Menschen entdecken die Schönheit und den Wert dieser Sprache. Es liegt an uns allen, Plattdeutsch zu fördern und weiterzugeben, damit es auch für kommende Generationen erhalten bleibt.

Also, worauf warten sie noch? Wagen Sie den Sprung ins Plattdeutsche und entdecken Sie eine neue Welt voller Geschichten, Humor und Kultur!

Aus der Region, Wissenswertes

Die Lachmöwe braucht unsere Hilfe

Beitrag: Thorsten Werner

Lachmöwe
Foto: Pixabay

Ja, Sie haben richtig gelesen. Die Lachmöwe, unser quirliger Küsten- und Binnengewässerbewohner, ist zum Seevogel des Jahres 2025 gekürt worden. Aber warum eigentlich eine Möwe? Sind die nicht einfach nur laut und dreckig? Nun, da liegen sie ganz schön daneben! Die Lachmöwe ist viel mehr als nur ein Vogel, der uns gerne mal die Pommes stibitzt.

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Aus der Region, Wissenswertes

Hammer-Hü! Was ist das denn?

Beitrag: Sabine Ziesmer

Der meistgelesene Beitrag des Jahres 2024.

Rechtzeitig vor dem Aschermittwoch beginnt man in den Vier- und Marschlanden, Vorbereitungen zum Hammer-Hü-Laufen zu treffen. Es werden Vorräte an Süßigkeiten angelegt, und ein Brett oder eine Kiste wird schon mal griffbereit in die Nähe der Haustür gerückt. Trifft man Anfang Februar auf neue Nachbarn, sollte man sie unbedingt in die Geheimnisse des Brauchtums einweihen. So kann man Enttäuschungen rechtzeitig vorbeugen. Hammer-Hü-Laufen, erfährt man immer häufiger, nie gehört – was ist das denn?

Es handelt sich dabei um einen Fastnachtsbrauch in den Vier- und Marschlanden, der in Kirchwerder und Ochsenwerder gegangen wird. Am Faschingsdienstag beginnen nach der Schule die Kinder östlich des Kirchwerder Landwegs, Aschermittwoch folgt Kirchwerder westlich des Landwegs, und am Donnerstagvormittag, da fällt die Schule aus, endet der Spaß mit Ochsenwerder.

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Aus der Region

Nachts am Baumwall

Beitrag: Jürgen Sakuth

Eigentlich bin ich kein Nachtmensch. Mich faszinieren aber immer wieder nächtliche Stadtsilhouetten. Und in der dunklen Jahreszeit muss man dafür gar nicht so lange aufbleiben oder nach New York fliegen.

Text und Fotos: Jürgen Sakuth