Der einsame kleine Elefant Winzig hätte sich sicher gefreut, dass so viele Kinder gekommen waren.
Eine kleine Buchauswahl
Zum bundesweiten Vorlesetag war es einmal andersherum. Nicht die Kinder hatten uns Leselernhelfern vorgelesen. Wir lasen stattdessen den Kindern selbst etwas vor. Dazu hatten wir in einen Extraraum der Bücherhalle im KörberHaus eingeladen.
Es kamen mehr Kinder als erwartet und die Stimmung war prächtig. Zur Leseunterstützung hatten wir auch tierische Helfer dabei. Die Handpuppen Leserabe, Schaf und Wolf machten das Ganze noch anschaulicher.
Handpuppen Wolf und Schaf
Eigentlich hatten wir mehrere Leseabschnitte mit unterschiedlichen Kindergruppen geplant, aber nach den Pausen kamen die gleichen Kinder immer wieder. Die meisten der anwesenden Kinder waren noch ziemlich klein, so dass die Aufmerksamkeit zwischendurch immer mal nachließ.
Trotzdem empfanden wir unsere Veranstaltung als vollen Erfolg. Das wollen wir im nächsten Jahr wiederholen.
Brenne auf, mein Licht, brenne auf, mein Licht, Aber nur meine liebe Laterne nicht
Laternenumzug in Kirchwerder Fotos: Tom Schmidt
Warum beginne ich diese Geschichte mit der 1. Strophe eines Kinderlieds? Auf der einen Seite ist es einer der Klassiker bei jedem Laternenumzug, auf der anderen Seite habe ich ihn vor über 60 Jahren das erste Mal bei einem Laternenumzug in Reinbek gesungen. Und Sie werden es nicht glauben, ich habe ihn tatsächlich abgespeichert und bin immer noch textsicher. Mein ganzer Stolz war Anfang der 60er Jahre eine Laterne als Mond, natürlich rund, in Gelb gehalten mit einem freundlichen Lächeln und zu der Zeit noch mit einer richtigen Kerze. Der Laternenumzug war etwas ganz Besonderes für mich. Wie ich von meinen Eltern weiß, war ich den ganzen Tag aufgeregt und habe den Liedtext zum Leidwesen meiner Eltern in der Endlosschleife gesungen. Und wenn es dann endlich losging, war ich immer fasziniert von den unterschiedlichen Motiven der Laternen in der Dämmerung, die für mich mystische Lichter in der Nacht waren. Da die Laternen sich durch das Laufen ständig bewegten, sah es aus, als wenn sie tanzten.
„Wie können noch mehr Menschen dazu bewegt werden, die vielfältigen Hamburger Theater zu besuchen“
Dies war ein Thema am Freitag beim Besuch der Intendantin des Ernst-Deutsch Theaters Isabella Vértes-Schütter im KörberHaus. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Reihe „Altersbilder“ statt. Ich kann den Besuch dieser Gespräche nur empfehlen.
Dies war aber nur die Einleitung zu meinem eigentlichen Thema, denn am nächsten Tag waren wir im Theater und erlebten, wie Menschen wie wir, die Bus und Bahn benutzen, davon abgehalten werden.
Wir erlebten im Altonaer Theater „Der Club der toten Dichter“. Ein schöner Theaterabend. Die Vorstellung war nahezu ausverkauft und die Schauspieler wurden zu Recht mit stehenden Ovationen gefeiert.
Aber nach unserer Rückkehr hatten wir lange darüber gesprochen, ob wir so etwas noch einmal machen. Unsere Bahn fuhr nur bis zum Berliner Tor. Dort mussten wir in den Schienen-Ersatz-Verkehr umsteigen. Das lässt sich manchmal nicht vermeiden und war lange angekündigt. Trotzdem in dieser Form ärgerlich. Als wir von der Bahn in den Bus umsteigen wollten, sahen wir den abfahrenden Bus, der nur zu einem Drittel voll war. Viele winkten und riefen, um den Bus noch zu stoppen, vergeblich. Daneben stand die ganze Zeit ein vollbesetzter Dienstwagen mit laufendem Motor und der Aufschrift „Verkehrslenkung“, ohne einzugreifen.
Der irgendwann folgende Bus war dann natürlich übervoll. Als wir Billwerder-Moorfleet wieder in den Zug umsteigen wollten, stand dort schon eine Bahn. Ich sagte noch zu meiner Frau „Diesmal haben wir aber Glück“. Aber in dem Moment, in dem die Bus-Gäste ausstiegen, fuhr die Bahn ab.
Neben den Problemen der fehlenden Anschlussmöglichkeiten hatten wir in jedem Bahnabschnitt heruntergekommene jugendliche Bettler im Zug, aber das nur nebenbei.
Mich interessiert wie andere Bergedorfer das sehen. Fahren Sie abends noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln in andere Hamburger Stadtteile? Nutzen Sie nur noch den privaten PKW, falls vorhanden? Oder nur noch Taxis? Oder besuchen Sie keine Theater, Kinos oder Konzerte am Abend mehr, wenn Sie auf Bus und Bahn angewiesen sind?
Wenn ich mit meiner Tochter einmal wieder richtig schön bummeln gehen wollte, unterschied sie stets zwischen „Kleine Stadt“ und „Große Stadt“. Sie liebte das Überschaubare und Gemütliche. So fuhren wir, zumeist mit dem Fahrrad, fröhlich von Kirchwerder in den Vierlanden in die „Kleine Stadt“ Bergedorf.
Als ich mich am letzten Sonntag an eben diese Ausflüge erinnerte, kamen mir der „Landmarkt“ und der verkaufsoffene Sonntag sehr gelegen. Ich war überrascht, dass es so viele Menschen in meine „Kleine Stadt“ gezogen hatte. Das würde die verschiedenen Einzelhändler sicher sehr freuen. Es fühlte sich alles sehr städtisch an, Gedränge wie in der Mönckebergstraße. Ich suchte nun nach der Verbindung zum Land, das rund um Bergedorf mit den Vier- und Marschlanden immer gegenwärtig ist. Nach wenigen Metern konnte ich einen kurzen Blick auf 3 unglückliche Heidschnucken werfen, die auch dem intensivsten Locken der umstehenden Kinder widerstanden. Sie verließen ihren Hänger nicht. Streicheln oder Füttern rückten in weite Ferne. Mal schauen womit sich unsere ländliche Region besser präsentieren würde. Die überschaubare Ansammlung verschiedenster Kürbisse und der farbenfrohe Hinweis auf das Erntedankfest am 6.10. ließen mich hoffen. Der „Landmarkt“ entpuppte sich dann als das, was leider fast alle kleineren saisonalen Märkte kennzeichnet: eine Ansammlung von Kitsch und Tand zu Bratwurst und Bier. Der kleine kolumbianische Kaffeewagen lud mich dann doch zu einem kurzen Zwischenstopp ein, zumindest für einen guten Espresso. Ich werde lieber die nächsten Tage wiederkommen, denn Bergedorf bietet mit seiner Schlosskulisse und den vielen liebevoll gestalteten Cafés viele Möglichkeiten des Verweilens ganz ohne Landmarkt.
Im Anschluss an meinen misslungenen Versuch, Stadt und Land an diesem Sonntag in Bergedorf vereint zu sehen, zog es mich ans Wasser. Am Bergedorfer Hafen herrschte auch Gedränge und an der Elbe in Kirchwerder hatten die Angler alle Strandabschnitte belegt. So besuchte ich eine Freundin, die in unmittelbarer Nachbarschaft zur Reitbrooker Mühle ein schönes Wassergrundstück an der Dove Elbe ihr Eigen nennt. Es war an diesem sonnigen Tag ein versöhnlicher Ausklang am Fluss.
Nettelnburg, ein charmantes Viertel im Bezirk Bergedorf, Hamburg, bietet eine faszinierende Mischung aus Geschichte, Natur und Gemeinschaftsgefühl. Obwohl es oft im Schatten seiner bekannteren Nachbarn steht, hat Nettelnburg viel zu bieten. Nettelnburg liegt in den westlichen Elbmarschen und bietet eine reiche Flora und Fauna.
Wie kommen Menschen mit Behinderung in den Genuss der schönsten Kulturperlen Hamburgs? Auf KulturPerlen.hamburg gibt es Infos zu immer mehr Kultureinrichtungen in Hamburg. Hier finden Menschen mit Behinderung wichtige Angaben über Museen, Theater, Kinos, Clubs, Musik und Stadtteilkultur. Die Infos sind übersichtlich geordnet – nach Veranstaltungsart und Beeinträchtigungen. So lässt sich der Kulturbesuch leichter planen und man trifft vor Ort nicht auf unerwartete Hindernisse.
Rieta Stukenbrock, Jahrgang 1944, blickt zurück auf ihren Berufsweg, der für sie begann, als sie 17 Jahre alt war.
Meine kleine Enkelin, 8 Jahre alt, verschwand sehr gerne ganz still und heimlich Richtung Dachboden. Dort gab es eine kleine Tür zur Abseite in der Dachschrägen. Man konnte dort Schätze finden, die seit vielen Jahren unbeachtet aufbewahrt wurden. So kroch sie eines Tages auf allen Vieren in diese dunkle Höhle hinein. Oma, Oma, du musst mir mal helfen, komm mal bitte hoch. Ich stieg die zwei Treppen zum Dachboden hoch. Sie hing halb in der kleinen, schmalen Tür und versuchte einen kofferartigen Gegenstand aus dem Dunkel herauszuziehen. Ach, du meine Güte! Sie hatte „Gabriele“ entdeckt, meine alte Reise- Schreibmaschine. Ganz aufgeregt und neugierig bat sie mich, den verstaubten grauen Deckel mit dem rostigen Schloss zu öffnen. „Kannst du damit mal was schreiben?“ fragte sie. Ich besorgte ein Blatt Papier, spannte es in die Maschine ein, schrieb ihren Namen und ein paar Sätze dazu. Das Geschriebene konnte man so eben lesen, das Farbband war schon sehr schwach.
Seit 1975 hatte ich die Schreibmaschine nicht mehr benutzt. Der Firmeninhaber von Triumph hat sie nach dem Namen seiner Tochter Gabriele benannt. Meine Enkelin, 2005 bereits im Computerzeitalter geboren, hatte noch nie eine Schreibmaschine gesehen und kam aus dem Staunen nicht heraus. Ich selbst war erfreut, dass meine Gabriele noch funktionierte. Ich dachte daran, wie viele Seiten ich auf dieser kleinen Schreibmaschine in meinem Leben schon geschrieben hatte. Immer war sie verlässlich und überall einsetzbar ohne Strom, Akkus und Programme.
Zum 15. Geburtstag hatte ich diese Schreibmaschine bekommen, nachdem einige Geldgeschenke zur Konfirmation für den Kauf reichten. Ich sollte auf eine berufsvorbereitende Handelsschule. Ich hatte die Aufnahmeprüfung bestanden, und für die Schule brauchte ich eine Schreibmaschine. Dort wurden Wirtschafts-fächer unterrichtet, aber auch Stenografie und Maschinenschreiben gehörten dazu und waren sehr wichtig. Das Maschinenschreiben musste man im 10-Finger-Blind-System erlernen. Das Ziel war, möglichst fehlerfrei, ohne auf die Tasten zu schauen, viele Anschläge in der Minute zu erreichen. Fleißig sein, bescheiden sein, höflich sein und vor allem der Mutter keine Sorgen bereiten – das hatte ich frühzeitig begriffen. Als Lohn für meinen Fleiß in der Schule mussten meine Eltern kein Schulgeld bezahlen. Mit 17 Jahren machte ich eine Ausbildung zur Bürokauffrau in einem großen Wohnungsunternehmen in Kiel. Ich hatte mich schnell eingelebt. Es machte mir Spaß Neues zu lernen, mit vielen jungen Menschen und netten Kollegen zusammenzuarbeiten.
Das letzte halbe Jahr meiner Ausbildung hatte mich die Chefsekretärin unter ihren Fittichen. Sie hatte eine elektrische Kugelkopfmaschine, die gerade vor zwei Jahren von IBM als technische Neuheit auf den Markt gekommen war.
Hat mir sehr gut gefallen. Ich kenne Andrea und natürlich ihre wunderbare Kunst.