Aus der Region, Festliches, Veranstaltungen

Happy Birthday, KörberHaus

Beitrag: Sabine Ziesmer

Seit zwei Jahren bereicherst du nun schon unser Bergedorf. Du schaffst eine besonders einladende Umgebung für die schöne Bücherei, setzt auf deiner Theaterbühne viele unterschiedliche Stücke in Szene, bietest Möglichkeiten für uns Bergedorfer*innen, mitzumachen und mitzugestalten.  Du bist ein wunderbarer Ort der Begegnung für alle Generationen und Kulturen, auch in dem schönen Café im Erdgeschoss. Du beheimatest Kinder und Jugendliche aus verschiedensten Nationen und ermöglichst ihnen in heimeliger Atmosphäre miteinander zu lernen. Brauchen die Ehrenamtlichen einen Raum, um ihre Projekte umzusetzen, öffnest du ihnen deine Türen. Danke dafür. Ich wünsche dir, dass du wächst und gedeihst, um uns weiterhin ein Ort der gegenseitigen Unterstützung, der Toleranz und der Vielfalt zu sein.

Der zweite Geburtstag des KörberHauses fällt nun genau in die Weihnachtszeit. Man muss das besondere Haus wohl als Weihnachtsgeschenk betrachten. Diesen Eindruck konnte man gewinnen, als weihnachtliche Klänge im Foyer zu gemeinschaftlichem Adventssingen einluden. Hier scheint alles mit Blick auf das Zusammenführen von Menschen ausgerichtet zu sein. Ältere Besucher und Besucherinnen standen mit Liedertexten auf den offenen Etagen, junge Mütter tanzten mit ihren Kindern zur Weihnachtsmusik und der Christbaum funkelte mit den Augen der Kinder um die Wette. Neben der Information warteten Kinderstiefel auf den Nikolaus, der sie sicher füllen würde.

Auf allen Etagen wurden Bastelarbeiten angeboten und man konnte noch ein originelles Geschenk für seine Lieben entdecken. In einem Raum der ersten Etage, etwas versteckt, aber doch von so vielen gefunden, fand die Kleidertauschparty statt. Das Motto: Nachhaltigkeit steht dir finde ich wunderbar. Die vielen Tauschenden wohl auch. Weihnachtliche Klänge und freundliche Beratung: „Das Kleid steht Ihnen ganz ausgezeichnet“, sorgte für viel Begeisterung bei allen Interessierten. Der Kleidertausch wird ebenfalls von Ehrenamtlichen organisiert. Kleidung, die nicht in das Tauschkarussell gelangt, wird am Ende des Tages gespendet. So findet jedes Stück einen neuen Platz.

Ich bin noch neu in der Körber-Gemeinschaft. Als ich zum Winterfest der Ehrenamtlichen eingeladen wurde, war ich sehr gespannt. Auch hier wurde nichts dem Zufall überlassen. Die Begrüßung, die schöne Tischdekoration, das Büfett mit den wunderbaren Küchlein und der schmackhaften Pasta bot für alle etwas. Man kam ins Gespräch und lernte einander kennen. Aus dem Augenwinkel nahm ich einen himmelblauen Holzkasten wahr, der mich an eine Wahlkabine erinnerte. Damit lag ich gar nicht mal so falsch. Ich nahm dieses Objekt vorsichtig in Augenschein, las die Aufschrift Kompliment-O-MAT und durch ein kleines Blickfeld strahlten mich zwei Augenpaare an. Man bat mich, davor Platz zu nehmen.

Nun war meine Neugier geweckt. Die beiden Frauen hinter der Kabine befragten mich nach meinen Interessen und Gewohnheiten, fragten interessiert nach und reichten mir nach einigen Minuten nicht nur ein wirklich treffendes Portrait, sondern auch ein sehr schönes Kompliment. Ganz analog schafften es die beiden Frauen, mich glücklich und gerührt zu stimmen. Ich hatte die Wahl, mich auf das Experiment einzulassen, ich habe mich dafür entschieden und ließ mich für einen kurzen Moment verzaubern. Kompliment an die Erfinderinnen des Kompliment-O-MAT.

Manchmal sagt man mir nach, ich verwende viele Adjektive und beschreibe blumig Umgebungen und Ereignisse. Das mag vielleicht so sein. Wenn ich über das KörberHaus schreibe, drängeln sich die Adjektive vor meine Tastatur. Was ich in der Adventzeit, aber nicht nur da, im KörberHaus erleben dürfte, war in jeder Hinsicht wunderbar, beeindruckend, bunt und zauberhaft.

Einen guten Start in das dritte Jahr deines Bestehens, KörberHaus.

Fotos: Sabine Ziesmer

Aus der Region, Veranstaltungen

Vorlesetag im KörberHaus

Beitrag: Jürgen Sakuth

Vorleserinnen in Aktion

Der einsame kleine Elefant Winzig hätte sich sicher gefreut, dass so viele Kinder gekommen waren.

Zum bundesweiten Vorlesetag war es einmal andersherum. Nicht die Kinder hatten uns Leselernhelfern vorgelesen.
Wir lasen stattdessen den Kindern selbst etwas vor. Dazu hatten wir in einen Extraraum der Bücherhalle im KörberHaus eingeladen.

Es kamen mehr Kinder als erwartet und die Stimmung war prächtig. Zur Leseunterstützung hatten wir auch tierische Helfer dabei. Die Handpuppen Leserabe, Schaf und Wolf machten das Ganze noch anschaulicher.

Handpuppen Wolf und Schaf

Eigentlich hatten wir mehrere Leseabschnitte mit unterschiedlichen Kindergruppen geplant, aber nach den Pausen kamen die gleichen Kinder immer wieder. Die meisten der anwesenden Kinder waren noch ziemlich klein, so dass die Aufmerksamkeit zwischendurch immer mal nachließ.

Trotzdem empfanden wir unsere Veranstaltung als vollen Erfolg. Das wollen wir im nächsten Jahr wiederholen.

Text und Fotos: Jürgen Sakuth

Aus der Region, Festliches

Laterne, Laterne,

Sonne, Mond und Sterne …

Beitrag: Tom Schmidt

Brenne auf, mein Licht, brenne auf, mein Licht,
Aber nur meine liebe Laterne nicht

Laternenumzug in Kirchwerder
Fotos: Tom Schmidt

Warum beginne ich diese Geschichte mit der 1. Strophe eines Kinderlieds? Auf der einen Seite ist es einer der Klassiker bei jedem Laternenumzug, auf der anderen Seite habe ich ihn vor über 60 Jahren das erste Mal bei einem Laternenumzug in Reinbek gesungen. Und Sie werden es nicht glauben, ich habe ihn tatsächlich abgespeichert und bin immer noch textsicher. Mein ganzer Stolz war Anfang der 60er Jahre eine Laterne als Mond, natürlich rund, in Gelb gehalten mit einem freundlichen Lächeln und zu der Zeit noch mit einer richtigen Kerze. Der Laternenumzug war etwas ganz Besonderes für mich. Wie ich von meinen Eltern weiß, war ich den ganzen Tag aufgeregt und habe den Liedtext zum Leidwesen meiner Eltern in der Endlosschleife gesungen. Und wenn es dann endlich losging, war ich immer fasziniert von den unterschiedlichen Motiven der Laternen in der Dämmerung, die für mich mystische Lichter in der Nacht waren. Da die Laternen sich durch das Laufen ständig bewegten, sah es aus, als wenn sie tanzten.

Weiterlesen „Laterne, Laterne,“
Aus der Region, Veranstaltungen

Kultur und Öffentlicher Nahverkehr

Beitrag: Jürgen Sakuth

Photo by Wolfgang Weiser on Pexels.com

Wie können noch mehr Menschen dazu bewegt werden, die vielfältigen Hamburger Theater zu besuchen“

Dies war ein Thema am Freitag beim Besuch der Intendantin des Ernst-Deutsch Theaters Isabella Vértes-Schütter im KörberHaus. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Reihe „Altersbilder“ statt. Ich kann den Besuch dieser Gespräche nur empfehlen.

Dies war aber nur die Einleitung zu meinem eigentlichen Thema, denn am nächsten Tag waren wir im Theater und erlebten, wie Menschen wie wir, die Bus und Bahn benutzen, davon abgehalten werden.

Wir erlebten im Altonaer Theater „Der Club der toten Dichter“. Ein schöner Theaterabend. Die Vorstellung war nahezu ausverkauft und die Schauspieler wurden zu Recht mit stehenden Ovationen gefeiert.

Aber nach unserer Rückkehr hatten wir lange darüber gesprochen, ob wir so etwas noch einmal machen. Unsere Bahn fuhr nur bis zum Berliner Tor. Dort mussten wir in den Schienen-Ersatz-Verkehr umsteigen. Das lässt sich manchmal nicht vermeiden und war lange angekündigt. Trotzdem in dieser Form ärgerlich. Als wir von der Bahn in den Bus umsteigen wollten, sahen wir den abfahrenden Bus, der nur zu einem Drittel voll war. Viele winkten und riefen, um den Bus noch zu stoppen, vergeblich. Daneben stand die ganze Zeit ein vollbesetzter Dienstwagen mit laufendem Motor und der Aufschrift „Verkehrslenkung“, ohne einzugreifen.

Der irgendwann folgende Bus war dann natürlich übervoll. Als wir Billwerder-Moorfleet wieder in den Zug umsteigen wollten, stand dort schon eine Bahn. Ich sagte noch zu meiner Frau „Diesmal haben wir aber Glück“. Aber in dem Moment, in dem die Bus-Gäste ausstiegen, fuhr die Bahn ab.

Neben den Problemen der fehlenden Anschlussmöglichkeiten hatten wir in jedem Bahnabschnitt heruntergekommene jugendliche Bettler im Zug, aber das nur nebenbei.

Mich interessiert wie andere Bergedorfer das sehen.
Fahren Sie abends noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln in andere Hamburger Stadtteile?
Nutzen Sie nur noch den privaten PKW, falls vorhanden?
Oder nur noch Taxis?
Oder besuchen Sie keine Theater, Kinos oder Konzerte am Abend mehr, wenn Sie auf Bus und Bahn angewiesen sind?

Aus der Region

Stadt, Land, Fluss

1.Oktober 2024

Beitrag: Sabine Ziesmer

Wenn ich mit meiner Tochter einmal wieder richtig schön bummeln gehen wollte, unterschied sie stets zwischen „Kleine Stadt“ und „Große Stadt“. Sie liebte das Überschaubare und Gemütliche. So fuhren wir, zumeist mit dem Fahrrad, fröhlich von Kirchwerder in den Vierlanden in die „Kleine Stadt“ Bergedorf.

Als ich mich am letzten Sonntag an eben diese Ausflüge erinnerte, kamen mir der „Landmarkt“ und der verkaufsoffene Sonntag sehr gelegen. Ich war überrascht, dass es so viele Menschen in meine „Kleine Stadt“ gezogen hatte. Das würde die verschiedenen Einzelhändler sicher sehr freuen. Es fühlte sich alles sehr städtisch an, Gedränge wie in der Mönckebergstraße. Ich suchte nun nach der Verbindung zum Land, das rund um Bergedorf mit den Vier- und Marschlanden immer gegenwärtig ist. Nach wenigen Metern konnte ich einen kurzen Blick auf 3 unglückliche Heidschnucken werfen, die auch dem intensivsten Locken der umstehenden Kinder widerstanden. Sie verließen ihren Hänger nicht. Streicheln oder Füttern rückten in weite Ferne. Mal schauen womit sich unsere ländliche Region besser präsentieren würde. Die überschaubare Ansammlung verschiedenster Kürbisse und der farbenfrohe Hinweis auf das Erntedankfest am 6.10. ließen mich hoffen. Der „Landmarkt“ entpuppte sich dann als das, was leider fast alle kleineren saisonalen Märkte kennzeichnet: eine Ansammlung von Kitsch und Tand zu Bratwurst und Bier. Der kleine kolumbianische Kaffeewagen lud mich dann doch zu einem kurzen Zwischenstopp ein, zumindest für einen guten Espresso. Ich werde lieber die nächsten Tage wiederkommen, denn Bergedorf bietet mit seiner Schlosskulisse und den vielen liebevoll gestalteten Cafés viele Möglichkeiten des Verweilens ganz ohne Landmarkt.

Im Anschluss an meinen misslungenen Versuch, Stadt und Land an diesem Sonntag in Bergedorf vereint zu sehen, zog es mich ans Wasser. Am Bergedorfer Hafen herrschte auch Gedränge und an der Elbe in Kirchwerder hatten die Angler alle Strandabschnitte belegt. So besuchte ich eine Freundin, die in unmittelbarer Nachbarschaft zur Reitbrooker Mühle ein schönes Wassergrundstück an der Dove Elbe ihr Eigen nennt. Es war an diesem sonnigen Tag ein versöhnlicher Ausklang am Fluss.

Fotos: Sabine Ziesmer

Aus der Region

Die letzten Sommertage

Beitrag: Jürgen Sakuth

An dieser Stelle habe ich vor einiger Zeit schon geschrieben, wie gerne ich besonders im Winter im Billebad im Außenbecken schwimme.

Jetzt habe ich für den Sommer noch etwas Besseres für mich entdeckt.

Ich fahre mit dem Fahrrad durch das Bergedorfer Gehölz, über die Pionierbrücke und das Billetal bis zum Tonteich in Wohltorf.

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Aus der Region

Nettelnburg: Ein verstecktes Juwel in Hamburg

Beitrag: Thorsten Werner

Nettelnburg, ein charmantes Viertel im Bezirk Bergedorf, Hamburg, bietet eine faszinierende Mischung aus Geschichte, Natur und Gemeinschaftsgefühl. Obwohl es oft im Schatten seiner bekannteren Nachbarn steht, hat Nettelnburg viel zu bieten. Nettelnburg liegt in den westlichen Elbmarschen und bietet eine reiche Flora und Fauna.

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Aus der Region, Freizeit & Reise

Kulturperlen – Barrierefreie Kulturorte in Hamburg

Beitrag: Thorsten Werner

Wie kommen Menschen mit Behinderung in den Genuss der schönsten Kulturperlen Hamburgs? Auf KulturPerlen.hamburg gibt es Infos zu immer mehr Kultureinrichtungen in Hamburg. Hier finden Menschen mit Behinderung wichtige Angaben über Museen, Theater, Kinos, Clubs, Musik und Stadtteilkultur. Die Infos sind übersichtlich geordnet – nach Veranstaltungsart und Beeinträchtigungen. So lässt sich der Kulturbesuch leichter planen und man trifft vor Ort nicht auf unerwartete Hindernisse.

Mehr dazu in unseren Links.