Humorvolles

Abschied

Beitrag: Helmut Marquardt

Photo by Matthias Oben on Pexels.com

Neulich hat mein Rasierer den Geist aufgegeben.
Ich sag mir, nichts ist von Dauer, so ist das halt eben.
Mich von ihm zu trennen, fällt mir nicht schwer,
er landet im Müll und Ersatz muss jetzt her.
In einem Fachgeschäft, wie der Name schon sagt,
hat ein Fachverkäufer mich nach meinen Wünschen gefragt.
Ich erkläre ihm ganz kurz mein Problem
er meint, dass er dies in den Griff schon bekäm.
Langt ins Regal und dann steht auf dem Tresen
vor mir ein Rasierer, wie er noch nie dagewesen.
Dies ist unser neuestes Modell und ich hätte Glück,
es wäre der letzte, ein Ausstellungsstück.
Auch der Preis sei wirklich angemessen,
und so einen Rasierer hätt ich noch niemals besessen.
Bevor ich ihn unterbrechen kann,
zieht er mich mit Worten erneut in seinen Bann.
Dieser Rasierer, er sagts fast mit Liebe,
ist der einzige mit einem Tandemgetriebe.
Das ist schon speziell, doch es kommt noch viel besser
er verfügt über sechs, achteckig konkav geschliffene Messer.
Sie sind, um die Rasur zu optimieren,
kardanisch gelagert, da gibts kein Vibrieren.
Er besticht weiter und das ist enorm
durch seine extrem ergonomische Form.
Und dann noch, es ist wirklich unglaublich
dieser Rasierer ist extrem Wetter tauglich.
Sie sind in der Wüste und der Akku macht schlapp,
schalten Sie um auf Solar und der Strom wird nicht knapp.
Ausserdem, und seine Augen bekommen Glanz,
hat er eine ausgezeichnete Ökobilanz.
Denn dieser Rasierer, ich sags mit Verlaub
zerfällt nach 10 Jahren vollständig zu Staub.
Ich sag dem Verkäufer, es wäre am besten,
ich nähm ihn nach Haus, drei Tage zum testen.

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Plattdeutsche Texte

Johresutfohrt

Beitrag: Jürgen Sakuth

De Landfruenslüüd vun’n Knuust (so heet jo dat Eiland Fehmarn bi de Plattdüütschen in Oostholsteen) hebbt mal vör vele sohren en Utfohrt na Hamborg maakt. Toeerst güng’t na „Planten un Blomen“ un dorna na Stellingen in „Hagenbecks Deertenpark“
„De twee Saken mööt ji unbedingt kennenlehr’n!“ harr Meta Steenbuck, de Vörsittersche, swöögt. „Dat is doch wat anners, as jümmers blots Kohlköpp un swattbunte Köh op ’n Knuust ankieken!“
Gerda Mackeprang harr blots noch schimpt as ’n Rohrspatz na de vele Loperie bi Planten un Blomen un Hagenbeck:
„Dat harrn wi uns doch ok op ’n Film bi‘ t neegst Landfruens-Drapen ankieken kunn. Ik weet nich een noch ut mit mien Fööt!“
Dor meen ehr Fründin mit ’n Smuustern:
„Du hest man blots dat verkehrte Schohtüüch an, Gerda. Pariser Schoh un fehmarnsche Fööt, dat passt nu mal nich tosamen!“
Man, as dat in’n Alsterpavillon dat grote koolt-warme Bufett to Liev güng, weer de Pien vun’n Nameddag bannig flink vergeten, un all töven vull Vörfreid op dat licht frivoolsche Avendprogramm:
„Hamborg bi Nacht mit Olivia Jones“

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Veranstaltungen

Termine Mai

Beitrag: Jürgen Sakuth

Tipps aus der Redaktion

WannThemaWo
4. Mai
11 bis 17 Uhr
80 Jahre Kriegsende in Deutschland

Vorstellung verschiedener Initiativen mit ihrer Erinnerungsarbeit
Gelände des ehemaligen KZ Neuengamme
5. Mai
um 19 Uhr 30
Filmvorführung : Heldin

Drama über eine junge Pflegefachfrau in einem Krankenhaus
Sachsenwald-Forum

Hamburger Straße 8
Reinbek
Eintrittspreis 8 Euro
Online- Vorverkauf:
http://www.kultur-reinbek.de
5. Mai
um 19 Uhr
Generation talk with concentration camp survivor Helga Melmed and members of her familiy KörberHaus
Anmeldung erforderlich
http://www.koerberhaus.de
9. Mai
Senioren-
Aktiv Tag
Rund um die St. Petri und Pauli-Kirche
11. Mai
um 18 Uhr
Eröffnung Bergedorfer MusiktageKirche St. Petri und Pauli
Eintrittspreise 17 -22 Euro
http://www.bergedorfer-musiktage.de
13. Mai
um 10 Uhr
Denkste!? Philosophieren für Jung und AltKörberHaus
http://www.koerberhaus.de
17. Mai
um 16 Uhr
Leseforum: Bitte recht freundlichKörberHaus
http://www.koerberhaus.de

Stand: 28. April

Plattdeutsche Texte

Bannig gode Ogen

Beitrag: Jürgen Sakuth

Stiene Madsen is nu al meist an de Achtunsöventig ran un steiht splitternakelt vör ’n Spegel in’e Slaapkamer. Un wat sall ik ju segg’n, se is blots noch an’t Schafudern, Jammern un Klagen:
„Dammi, noch mal to“, meen se na ’n Tiet un schimpt as dull: „Wat is mien Huut doch blots schrumpelig worr’n, un de Boss, de hangt jo ok al bannig wat dörch un denn de Moors, ne aver ok, de Moors is jo bilütten veel to dick worr’n!“
„Krischan“, schreet se opeenst, „Krischan, kumm doch mal gau her na mi. Ik warr jo ganz dull vun dat, wat ik in’n Spegel seeg. Nu segg mi
doch blots mal wat Godes. Segg mi doch mal wat, wo een sien Höög
un beten Vergnögen an hett!“
Krischan meen denn heel dröög:
„Nu arger di doch blots nich, Stiene, frei di doch, wat dien Ogen noch
so goot sünd! Du hest doch allens noch allerbest erkennen kunnt!“

Quelle: Heinrich Evers „Dat dröfft doch mal seggt warrn!“
(Balticum Verlagsgesellschaft und Werbeagentur GmbH)
Illustration: Elke Grotelüschen

Freizeit & Reise

Oldtimer Parade in Südfrankreich

Beitrag: Jürgen Sakuth

Die kalten Tage gehen hoffentlich bald vorbei. Ich finde, jetzt kann man sich schon langsam wieder auf schöne Sommertage freuen. Oder sich an den letzten Sommer erinnern.

Nachfolgend einige Fotoimpressionen aus dem letzten Jahr in Südfrankreich. Obwohl ich kein Autofan im eigentlichen Sinn bin, fasziniert mich der Anblick dieser historischer Fahrzeuge immer wieder.

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Veranstaltungen

Termine April

Beitrag: Jürgen Sakuth

Tipps aus der Redaktion

WannThemaWo
4. April
19 Uhr bis 21 Uhr 30
Diskussion: Brauchen wir ein soziales Pflichtjahr für Ältere?KörberSaal und Livestream,
Anmeldung erforderlich
http://www.koerber-stiftung.de
7. April
um 19 Uhr 30
Vorführung : Maria

Filmbiografie über die Opernsängerin Maria Callas (gespielt von Angelina Jolie)
Sachsenwald-Forum

Hamburger Straße 8
Reinbek
Eintrittspreis 8 Euro
Online- Vorverkauf:
http://www.kultur-reinbek.de
10. April um 18 UhrVortrag: Herzschwäche
Verstehen, Bewältigen, Behandeln
KörberHaus
http://www.koerberhaus.de
14. April
16 Uhr 30 bis 19 Uhr 30
Fotografie
KörberHaus Raum 103
http://www.koerberhaus.de

Stand: 30. März

Plattdeutsche Texte

In’n Dromarkt


Beitrag: Jürgen Sakuth

Mien Broderdeern Erna müß för’n poor Daag in’t Krankenhuus un fröog mi, wat ik ehr nich henfohren kunn. As ik se nu vun tohuus athalen dee, harr se al flink dat Nödigste tohooppackt un denn aver nix as af na’t Krankenhuus.
„Je ehr doran, je ehr dorvun!“
As wi in’e Krankenstuuv allens inrüümt harrn, meen Erna opeenst: „So‘n Mest aver ok, nu heff ik doch twee Saken vergeten. Du hest doch en ‚Kehr di an Nix‘, wörrst mi wull ut’n Drogeriemarkt Poppier-Snuuvdöker un ’n Packen Slip-Inlagen halen? De heff ik nich mit inpackt.“
Na kloor, dat maak ik doch. Wat kunn mi passeern? Na, ik jo röver na den lütten Dromarkt. De is natüürlich brekenfull. Allens Frunslüüd. Ik de eenzig Keerl.

„Goot“, heff ik dacht, „denn kannst jo al mal in alle Roh söken, wat dat hier sowat gifft.“ De Daschendöker harr ik ok heel flink funnen. Man denn güng dat ole Söken los.
En Ornen or ’n System kunn ik in düssen Hökerladen afsluut nich erkennen or wies warrn. Allens weer dörcheenanner insorteert, un dat Söken güng noch recht wat wieder.

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Humorvolles

Dumm gelaufen

Beitrag: Helmut Marquardt

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Den reifen Bananen, stets gelb und krumm,
war dieser Zustand auf Dauer zu dumm.
Sie kamen überein, sich dagegen zu wehren
und taten beim lieben Gott sich beschweren.
Der hatte für sie auch ein offenes Ohr
und sie trugen ihm ihr Anliegen vor.
Das Gelbe und Krumme, das wär nicht so fein,
gerade und rot, so wollten sie sein.
Der Herrgott sprach, das ist jammerschade,
es gäb keine Bananen, die rot sind und grade.
Er fügte hinzu ganz unverdrossen,
meine Schöpfung ist leider schon abgeschlossen
doch wollt ihr tatsächlich auf’s neue Outfit bestehen,
kann ich für Euch nur eine Möglichkeit sehen.
Ihr ändert den Namen, es geht leider nicht ohne,
dafür seid ihr gerade und rot, und heißt dann Binone.
Die Bananen packte blankes Entsetzen,
was, unseren Namen einfach ersetzen.
Das kam für sie überhaupt nicht in Frage,
deshalb verzichteten sie flugs auf ihre Klage.
Seitdem sehen wir die Bananen hier zu Lande
noch immer in ihrem krummen und gelben Gewande.

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