Wissenswertes

Webb-Teleskop „durchlöchert“ den Bullet-Galaxienhaufen und enthüllt Geheimnisse der Dunklen Materie

Beitrag: Thorsten Werner

Stellt euch vor: zwei gigantische Galaxienhaufen, jeder für sich bestehend aus Milliarden von Sternen, rasen aufeinander zu und kollidieren mit unfassbarer Wucht. Genau das ist im Bullet-Haufen, der etwa 3,8 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt im Sternbild Carina liegt, passiert: ein kosmisches Spektakel, das unser James-Webb-Weltraumteleskop (Webb) jetzt mit atemberaubender Klarheit beobachtet hat.

Der Bullet-Haufen: Ein Fall für mehrere Akteure

Durch die Kombination von Webbs Infrarotdaten und Röntgendaten eines anderen Teleskops, des Chandra X-Ray Observatory, konnten die Wissenschaftler eine noch genauere Karte des Bullet-Haufens erstellen. Und was sie fanden, war verblüffend: Ein Bereich des Haufens ist asymmetrisch und langgezogen. Das deutet darauf hin, dass es vielleicht nicht nur ein einfacher Zusammenstoß zweier Haufen war, sondern eine komplexere Geschichte mit mehreren galaktischen Fusionen!

Und das Beste daran? Webb hilft uns, eines der größten Rätsel des Universums zu lösen: die Dunkle Materie!

Credits: Image: NASA, ESA, CSA, STScI, CXC

Glühende, heiße Röntgenstrahlen, die vom Chandra-Röntgenobservatorium der NASA aufgenommen wurden, erscheinen in Rosa. Das Blau steht für die Dunkle Materie, die von den Forschern mit Webbs detaillierter Bildgebung genau kartiert wurde.

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Aus der Region, Damals war's, Wissenswertes

Nostalgie im digitalen Zeitalter

Beitrag: Tom Schmidt

Als ich vor einigen Tagen wieder einmal in Bergedorf den Wiebekingweg entlang am Hotel Kuhberg Richtung Sachsentor ging, freute ich mich schon, sie wieder zu sehen und war gespannt, was sie denn heute zu berichten hatte. Und wie immer lächelte sie mich an und trug stolz ein neues, buntes Outfit, angestrahlt durch die Mittagssonne. Sie ist groß, wohl proportioniert und hat ein gepflegtes Äußeres. Einfach eine auffällige Erscheinung, an der man nicht vorbeikommt, ohne stehenzubleiben: Die Grande Dame der Außenwerbung! Es handelt sich hier um eine der wenig verbliebenen „klassischen Litfaßsäulen“ in Bergedorf, die in unterschiedlichen Größen ausschließlich mit Plakaten für kulturelle Veranstaltungen in Hamburg beklebt werden.

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Wissenswertes

Freitag, der 13.: Warum wir bei dieser Kombi Herzklopfen bekommen

Beitrag: Thorsten Werner

Bild: Thorsten Werner (KI generiert)

Puh, schon wieder Freitag, der 13.? Für viele ist das ein Tag, an dem man lieber im Bett bleiben, schwarze Katzen meiden und auf keinen Fall unter einer Leiter durchgehen sollte. Aber warum eigentlich? Ist dieser Tag wirklich vom Pech verfolgt, oder ist das alles nur Aberglaube? Und apropos Unglückszahlen: Ist die 13 die einzige, die uns das Gruseln lehrt?

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Wissenswertes

Die Überraschung aus der kosmischen Kinderstube

Beitrag: Thorsten Werner

Das James-Webb-Weltraumteleskop hat uns ein neues Rätsel des Universums präsentiert. Dieses Mal geht es um die Entstehung von Planeten in den frühen Tagen unseres Kosmos.

Ein kosmisches Rätsel

Credits: Image: NASA, ESA, CSA, STScI, Olivia C. Jones (UK ATC), Guido De Marchi (ESTEC), Margaret Meixner (USRA)
Die Galaxie NCG 346: Die gelben Kreise markieren die bei den Beobachtungen untersuchten Sterne.

Vor über 20 Jahren hat Hubble bereits Hinweise darauf gegeben, dass es in den Anfängen des Universums schon große Planeten gab. Das war seltsam, denn in dieser Zeit gab es noch nicht so viele schwere Elemente, aus denen Planeten normalerweise entstehen. Wie konnten also so schnell große Planeten entstehen?

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Geschichten und Gedichte, Wissenswertes

Alles Geschmacksache

Beitrag: Edith Kalisch

Gefüllte Heißwecken

Dresdner Stollen. Alles rutscht in die Erinnerungskiste.

Das Jahr neigte sich dem Ende zu. Der Januar dauerte und dauerte. Nun lockt der Februar mit Helau und Alaaf. Die sogenannten tollen Tage. Das reizt mich zwar nicht so sehr. Aber davor, davor gibt es Leckeres. Die gefüllten Heißwecken! Es heißt aufpassen. Nicht, dass man es verpasst. Den Blick zur Kuchenvitrine lenken. Lange gibt es diese Köstlichkeit nicht. Nur bis zum Aschermittwoch. Warum eigentlich?

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Aus der Region, Wissenswertes

Das Sumpf-Blutauge: Ein Moor-Juwel als Blume des Jahres 2025

Beitrag: Thorsten Werner

Sumpfblutauge
Bild: Jutta Ende

Wer hätte gedacht, dass Moore so schön sein können?

Die Loki-Schmidt-Stiftung hat mit der Wahl des Sumpf-Blutauges zur Blume des Jahres 2025 für eine echte Überraschung gesorgt. Dieses unscheinbare, aber umso faszinierendere Gewächs aus den Mooren steht nicht nur für Schönheit, sondern auch für den dringenden Schutz unserer Ökosysteme.

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Aus der Region, Wissenswertes

Plattdeutsch – Mehr als nur ein Dialekt!

Beitrag: Thorsten Werner

Warum wir unsere Wurzeln nicht vergessen sollten

Haben Sie schon mal gehört, wie sich ein echter Norddeutscher über sein Wetter beschwert oder wie ein Ostfriese einen guten Tee beschreibt? Dann haben Sie wahrscheinlich schon Plattdeutsch, oder Niederdeutsch, wie es offiziell heißt, gehört. Diese Sprache, die oft als „Dialekt“ abgetan wird, ist viel mehr als das. Sie ist ein Stück unserer Kultur, ein Teil unserer Identität und ein Schatz, den es zu bewahren gilt.

Plattdeutsch – eine Sprache mit Geschichte

Niederdeutsch ist keine bloße Abwandlung des Hochdeutschen, sondern eine eigenständige westgermanische Sprache. Sie hat eine lange Geschichte und war einst die Sprache der Hanse, die einen bedeutenden Einfluss auf den Handel und die Kultur in Norddeutschland hatte. Plattdeutsch hat sich über Jahrhunderte entwickelt und ist in zahlreiche Dialekte aufgeteilt, die sich oft von Dorf zu Dorf unterscheiden.

Warum ist Plattdeutsch so wichtig?

  • Kultur und Identität: Plattdeutsch ist ein wichtiger Bestandteil der norddeutschen Kultur. Sprichwörter, Lieder und Geschichten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, sind oft in Plattdeutsch verfasst. Die Sprache verbindet uns mit unseren Vorfahren und gibt uns ein Gefühl von Zugehörigkeit.
  • Sprachliche Vielfalt: Jede Sprache ist ein Schatz an Wissen und Erfahrung. Plattdeutsch trägt dazu bei, die sprachliche Vielfalt in Deutschland zu erhalten und zu fördern.
  • Tourismus: Plattdeutsch ist auch für den Tourismus interessant. Viele Besucher sind neugierig auf diese alte Sprache und möchten mehr darüber erfahren.
  • Bildung: Plattdeutsch zu lernen fördert das Sprachbewusstsein und die Fähigkeit, andere Sprachen zu lernen.

Plattdeutsch für die Zukunft

Plattdeutsch ist zwar eine alte Sprache, aber sie hat auch eine Zukunft. Immer mehr Menschen entdecken die Schönheit und den Wert dieser Sprache. Es liegt an uns allen, Plattdeutsch zu fördern und weiterzugeben, damit es auch für kommende Generationen erhalten bleibt.

Also, worauf warten sie noch? Wagen Sie den Sprung ins Plattdeutsche und entdecken Sie eine neue Welt voller Geschichten, Humor und Kultur!

Aus der Region, Wissenswertes

Die Lachmöwe braucht unsere Hilfe

Beitrag: Thorsten Werner

Lachmöwe
Foto: Pixabay

Ja, Sie haben richtig gelesen. Die Lachmöwe, unser quirliger Küsten- und Binnengewässerbewohner, ist zum Seevogel des Jahres 2025 gekürt worden. Aber warum eigentlich eine Möwe? Sind die nicht einfach nur laut und dreckig? Nun, da liegen sie ganz schön daneben! Die Lachmöwe ist viel mehr als nur ein Vogel, der uns gerne mal die Pommes stibitzt.

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Aus der Region, Wissenswertes

Hammer-Hü! Was ist das denn?

Beitrag: Sabine Ziesmer

Der meistgelesene Beitrag des Jahres 2024.

Rechtzeitig vor dem Aschermittwoch beginnt man in den Vier- und Marschlanden, Vorbereitungen zum Hammer-Hü-Laufen zu treffen. Es werden Vorräte an Süßigkeiten angelegt, und ein Brett oder eine Kiste wird schon mal griffbereit in die Nähe der Haustür gerückt. Trifft man Anfang Februar auf neue Nachbarn, sollte man sie unbedingt in die Geheimnisse des Brauchtums einweihen. So kann man Enttäuschungen rechtzeitig vorbeugen. Hammer-Hü-Laufen, erfährt man immer häufiger, nie gehört – was ist das denn?

Es handelt sich dabei um einen Fastnachtsbrauch in den Vier- und Marschlanden, der in Kirchwerder und Ochsenwerder gegangen wird. Am Faschingsdienstag beginnen nach der Schule die Kinder östlich des Kirchwerder Landwegs, Aschermittwoch folgt Kirchwerder westlich des Landwegs, und am Donnerstagvormittag, da fällt die Schule aus, endet der Spaß mit Ochsenwerder.

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Was steckt hinter dem Phänomen Weihnachtsstern

„Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her,
bis er ankam und über dem Ort stillstand, wo das Kind war.“

Ein wandernder Stern? Kann das wirklich sein? Die Beschreibung der Himmelsphänomene, welche damals beobachtet wurden, war nicht eindeutig. Gelehrte und Astronomen aller Jahrhunderte zerbrachen sich die Köpfe darüber, was die drei Weisen aus dem Morgenland wohl gesehen haben könnten.

War es ein Komet?

Der lange Schweif eines Kometen passt gut zur Vorstellung über das Aussehen des Weihnachtssterns. Infrage käme als Weihnachtsstern der Halleysche Komet, aber dieser war nur im Jahr zwölf vor Christus zu sehen. Jesu Geburt wird jedoch heute von den Historikern auf das Jahr sieben bis vier vor Christus datiert.

Im unteren Foto sehen sie den Weihnachtskometen Lovejoy über Santiago de Chile. Diese Aufnahme wurde am 22.12.2011 gemacht.

Herkunftsnachweis: Y. Beletsky/ESO 

War es ein neuer Stern, eine Supernova?

„Nova“ ist das lateinische Wort für „neu“. Aber eine Supernova ist nicht die Geburt eines neuen Sterns, sondern das Aufblähen eines massereichen Sterns am Ende seines Lebens.

Im unteren Foto sehen sie eine Supernova in der Spiralgalaxie Messier 74.

Herkunftsnachweis: ESO/PESSTO/S. Smartt

Beide Phänomene sind nur relativ kurz am Himmel zu sehen.

Die Handelsstraße, auf der die Waren der drei Weisen: (Gold, Myrrhe und Weihrauch) nach Betlehem transportiert wurden, gab es wirklich. Sie führte bis in den Iran/Irak.
Wenn wir annehmen, dass die Weisen aus dem Iran kämen, bräuchten sie für die Vorbereitung und Durchführung der Reise mehrere Monate. Doch welches Himmelsphänomen ist so lange am Himmel zu sehen?

Die Dreier-Konjunktion der Planeten Jupiter und Saturn

Eine Planetenkonjunktion ist ein Begegnung mehrerer Planeten. Sie strahlen dabei besonders hell und sind mit bloßem Auge als ein Stern wahrnehmbar. Bei einer Dreier-Konjunktion kommen sich die Planeten nicht nur einmal, sondern dreimal hintereinander sehr nahe. Dieses Himmelsphänomen ist zwar nicht so spektakulär wie ein Komet, aber lange genug am Himmel zu sehen.

Eine solche Dreier-Konjunktion hat es im Jahr 6 vor Christus im Sternbild Fische wohl tatsächlich gegeben.

Bei der ersten Begegnung begannen die Drei mit der Planung der Reise und machten sich auf den Weg. Zwischen den Zusammentreffen der Planeten lagen nur wenige Monate, sodass sie beim dritten Zusammentreffen der Planeten in Bethlehem sein könnten.

Bild: Pixabay

Quellen: https://www.scinexx.de/wissenswert/gab-es-den-stern-von-bethlehem-wirklich/