Humorvolles, Plattdeutsche Texte

Emmas letzte Breef

Beitrag: Jürgen Sakuth

Fernand weer Matroos bi de Marine un to Tiet op’n Utlandinsatz vör de libaneesche Küst. Gottsleider kunn he vuntjohr ok över de Wiehnachtsdaag nich na Düütschland torüch. Wat harr doch sien hamborger Kaptein to em seggt:
„Deenst is Deenst, un Snaps is Snaps!“
Man as all de annern Suldoten kreeg ok Fernand to Wiehnachten n Breef vun sien Leefste. Se schreev:

Fernand is jo nu total trecht mit de Nerven. Mit allens harr he jo rekent, man doch mit sowat nich. He baller sik nu eerstmal ollich een. De Weh-daag mutt jo jichtenswenn ok mal weller nalaten. Un as sien Verstand an’n tokamen Dag bilütten wellerkeem, harr he ’n plietschen Infall. He güng to all sien Kameraden un sammel all Biller in, de se över harrn. Biller vun Fründinnen, Süstern, Pin-Up-Girls, even allens, wat ’n beten na wat utseeg. Tosamen mit dat Bild vun Emma steek he nu all de Fotos vun de smucken Fruenslüüd in en Ümslag. Summa summarum 57 Stück harr he tohooosammelt.
Dorto schreev he:

Quelle: Heinrich Evers „Fleitjepiepen, Utbüxen hölpt nix!“
Illustration: Elke Grotelüschen
(Balticum Verlagsgesellschaft und Werbeagentur GmbH)

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