Wissenswertes

Was steckt hinter dem Phänomen Weihnachtsstern

„Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her,
bis er ankam und über dem Ort stillstand, wo das Kind war.“

Ein wandernder Stern? Kann das wirklich sein? Die Beschreibung der Himmelsphänomene, welche damals beobachtet wurden, war nicht eindeutig. Gelehrte und Astronomen aller Jahrhunderte zerbrachen sich die Köpfe darüber, was die drei Weisen aus dem Morgenland wohl gesehen haben könnten.

War es ein Komet?

Der lange Schweif eines Kometen passt gut zur Vorstellung über das Aussehen des Weihnachtssterns. Infrage käme als Weihnachtsstern der Halleysche Komet, aber dieser war nur im Jahr zwölf vor Christus zu sehen. Jesu Geburt wird jedoch heute von den Historikern auf das Jahr sieben bis vier vor Christus datiert.

Im unteren Foto sehen sie den Weihnachtskometen Lovejoy über Santiago de Chile. Diese Aufnahme wurde am 22.12.2011 gemacht.

Herkunftsnachweis: Y. Beletsky/ESO 

War es ein neuer Stern, eine Supernova?

„Nova“ ist das lateinische Wort für „neu“. Aber eine Supernova ist nicht die Geburt eines neuen Sterns, sondern das Aufblähen eines massereichen Sterns am Ende seines Lebens.

Im unteren Foto sehen sie eine Supernova in der Spiralgalaxie Messier 74.

Herkunftsnachweis: ESO/PESSTO/S. Smartt

Beide Phänomene sind nur relativ kurz am Himmel zu sehen.

Die Handelsstraße, auf der die Waren der drei Weisen: (Gold, Myrrhe und Weihrauch) nach Betlehem transportiert wurden, gab es wirklich. Sie führte bis in den Iran/Irak.
Wenn wir annehmen, dass die Weisen aus dem Iran kämen, bräuchten sie für die Vorbereitung und Durchführung der Reise mehrere Monate. Doch welches Himmelsphänomen ist so lange am Himmel zu sehen?

Die Dreier-Konjunktion der Planeten Jupiter und Saturn

Eine Planetenkonjunktion ist ein Begegnung mehrerer Planeten. Sie strahlen dabei besonders hell und sind mit bloßem Auge als ein Stern wahrnehmbar. Bei einer Dreier-Konjunktion kommen sich die Planeten nicht nur einmal, sondern dreimal hintereinander sehr nahe. Dieses Himmelsphänomen ist zwar nicht so spektakulär wie ein Komet, aber lange genug am Himmel zu sehen.

Eine solche Dreier-Konjunktion hat es im Jahr 6 vor Christus im Sternbild Fische wohl tatsächlich gegeben.

Bei der ersten Begegnung begannen die Drei mit der Planung der Reise und machten sich auf den Weg. Zwischen den Zusammentreffen der Planeten lagen nur wenige Monate, sodass sie beim dritten Zusammentreffen der Planeten in Bethlehem sein könnten.

Bild: Pixabay

Quellen: https://www.scinexx.de/wissenswert/gab-es-den-stern-von-bethlehem-wirklich/

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Kosmische Crash-Tests

Was das Webb-Teleskop über galaktische Zusammenstöße verrät

Beitrag: Thorsten Werner

Stell dir vor, du würdest zwei Galaxien nehmen und sie einfach zusammenknallen lassen. Klingt nach einem ziemlich chaotischen Szenario, oder? Genau das haben sich die Wissenschaftler*innen auch gedacht und das James-Webb-Teleskop auf die Suche nach solchen kosmischen Crash-Tests geschickt.

ARP 107
Credits: Image: NASA, ESA, CSA, STScI
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Nobelpreis für Physik 2024: Ein Durchbruch, der die Welt verändert

Beitrag: Thorsten Werner

Künstliche Intelligenz – das Gehirn im Computer?

Stell dir vor, ein Computer könnte so lernen wie ein Mensch. Klingt nach Science-Fiction? Nicht mehr! Der Physik-Nobelpreis 2024 geht an die beiden Pioniere des maschinellen Lernens, John Hopfield und Geoffrey Hinton. Ihre bahnbrechenden Arbeiten haben den Weg für die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz wie wir sie heute kennen geebnet.

KI – künstlerische Darstellung
Bild: Pixabay
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Nicht auf die lange Bank schieben

Beitrag: Boike Jacobs

„Das Formular hab ich, aber ich komm einfach nicht dazu, es auszufüllen.“ – „Meine Tochter drängt mich schon länger, aber das ist ja so ein Fummelkram.“ – „Lasst mich bloß mit der Patientenverfügung in Ruhe, ich will noch nicht an den Tod denken.“

Wer will das schon? Und wenn wir uns unseren eigenen Tod vorstellen, dann am liebsten so: einschlafen und nicht mehr aufwachen. Herzinfarkt, umkippen, und weg ist man. Aber da geht es schon los, denn in einem solchen Fall wird ja sofort der Krankenwagen gerufen, und die Sanitäter beginnen schon auf der Fahrt zum Krankenhaus mit der Reanimierung. Fortgesetzt werden diese und weitere Maßnahmen dann von Ärzten und Schwestern.

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Der deutsche Warntag – Sind wir wirklich bereit für den Ernstfall?

Beitrag: Thorsten Werner

Bild: Pixabay

Jedes Jahr im September ertönt in Deutschland der eindringliche Ton der Warnsirenen. Gestern war es wieder soweit.
Der bundesweite Warntag ist ein wichtiger Testlauf für unsere Katastrophenschutzsysteme. Aber sind wir als Gesellschaft wirklich gut genug vorbereitet?

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Das Webb-Teleskop enthüllt ein kosmisches Tanzpaar

Ein neuer Blick auf interagierende Galaxien

Beitrag: Thorsten Werner

Das James-Webb-Weltraumteleskop hat wieder einmal atemberaubende neue Bilder geliefert, die unser Verständnis des Universums erweitern. Dieses Mal richtet sich der Blick auf ein Paar miteinander verschlungener Galaxien, die von den Astronomen liebevoll „Pinguin“ und „Ei“ getauft wurden. Unten sehen Sie eines dieser Bilder.

Interagierende Galaxien ARP 142
Credits: Image: NASA, ESA, CSA, STScI
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Die Säulen der Schöpfung

Eine neue Dimension der Sternentstehung

Beitrag: Thorsten Werner

Die „Säulen der Schöpfung“ im Herzen des Adlernebels haben seit ihrer berühmten Aufnahme durch das Hubble-Weltraumteleskop im Jahr 1995 die Vorstellungskraft vieler Menschen weltweit beflügelt. Diese majestätischen Strukturen, die wie riesige Finger aus interstellarem Staub und Gas in den Weltraum ragen, sind ein faszinierendes Beispiel für die Schönheit und Dynamik unseres Universums.

Durch die Kombination von sichtbarem Licht, das Hubble aufzeichnet, und Infrarotlicht, das vom James Webb-Weltraumteleskop erfasst wird, entsteht ein vielschichtiges Bild dieser Sternentstehungsregion. Der Kontrast zwischen den beiden Teleskopen hilft dabei, verschiedene Aspekte der Säulen zu verstehen und zu schätzen.

Credits: Visualization:
Greg Bacon (STScI), Ralf Crawford (STScI), Joseph DePasquale (STScI), Leah Hustak (STScI), Christian Nieves (STScI), Joseph Olmsted (STScI), Alyssa Pagan (STScI), Frank Summers (STScI), NASA’s Universe of Learning
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Neues vom James Webb Telescope

Beitrag: Thorsten Werner

Ein Blick in den Kosmos: Der Exoplanet WASP-43 b

Stellen Sie sich einen Planeten vor, der so groß ist wie Jupiter und um einen Stern kreist, der etwa 280 Lichtjahre entfernt ist. Dieser Planet heißt WASP-43 b und befindet sich im Sternbild Sextant. Er ist so nah an seinem Stern, dass er wahrscheinlich “gezeitenverriegelt” ist, was bedeutet, dass eine Seite des Planeten immer dem Stern zugewandt ist.

Credits: Artwork NASA, ESA, CSA, Ralf Crawford (STScI)
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Damals war's, Festliches, Wissenswertes

Der 8. Mai: Tag der Kapitulation

Beitrag: Thorsten Werner

Der 8. Mai hat in der Geschichte eine besondere Bedeutung, denn an diesem Tag endete im Jahr 1945 der Zweite Weltkrieg in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht. In einigen europäischen Ländern wird dieser Tag als Gedenktag der Befreiung vom Nationalsozialismus und Faschismus begangen.

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Neues vom James Webb Telescope

Sammlung von hoch detaillierten Aufnahmen von 19 Spiralgalaxien

Beitrag: Thorsten Werner

Diese Sammlung von 19 Spiralgalaxien des James-Webb-Weltraumteleskops im nahen und mittleren Infrarotlicht ist überwältigend und beeindruckend zugleich.

Credits:Image: NASA, ESA, CSA, STScI, Janice Lee (STScI), Thomas Williams (Oxford), PHANGS Team
Designer: Elizabeth Wheatley (STScI)

Webbs (Nahinfrarotkamera) hat Millionen von Sternen in diesen Bildern aufgenommen. Ältere Sterne erscheinen hier blau und befinden sich in den Galaxienkernen. Die Beobachtungen des MIRI (Mid-Infrared Instrument) des Teleskops heben leuchtenden Staub hervor und zeigen, wo er um und zwischen Sternen existiert – er erscheint in Rot- und Orangetönen. Sterne, die sich noch nicht vollständig gebildet haben und von Gas und Staub umhüllt sind, erscheinen hellrot.

Webbs hochauflösende Bilder sind die ersten, die große, kugelförmige Hüllen in Gas und Staub so detailliert zeigen. Diese Löcher könnten von Sternen entstanden sein, die explodierten und riesige Regionen in das interstellare Material rissen. Mehrere Galaxienkerne zeigen rosa-rote Spitzen. Dies sind klare Anzeichen dafür, dass diese Galaxien zentrale aktive supermassereiche Schwarze Löcher oder zentrale Sternhaufen haben könnten.

Diese Spiralgalaxien sind Webbs erste große Beiträge zum PHANGS-Programm (Physics at High Angular resolution in Nearby GalaxieS), das vorhandene Bilder und Daten des Hubble-Weltraumteleskops der NASA, des Multi-Unit Spectroscopic Explorer (MUSE) des Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte und des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) umfasst. Mit Webbs Bildern können die Forscher diese Galaxien nun im ultravioletten, sichtbaren, infraroten und Radiolicht untersuchen.

Quellen: https://webbtelescope.org/contents/news-releases/2024/news-2024-105