Aus der Region

Bettler im öffentlichen Nahverkehr

Beitrag: Jürgen Sakuth

Photo by Wolfgang Weiser on Pexels.com

Wir hatten den ganzen Tag auf unsere kleinen Enkelinnen aufgepasst. Das war schön, aber auch sehr anstrengend. Am Abend wollten wir nur nach Hause, um uns auszuruhen.

Auf dem Bahnsteig Stadthausbrücke waren wir fast allein, als wir von einem aus unserer Sicht jungen Bettler (25 bis 30 Jahre) angesprochen wurden. Er bräuchte dringend Geld, weil er in einer Notlage ist. Er war sehr schmutzig und stank.

Meine Frau sagte ihm, dass wir ihm nichts geben. Daraufhin wurde er aggressiv: Wir sollten ihm das laut und deutlich ins Gesicht sagen und nicht so leise und verschämt. Sowas erlebt er immer wieder und „das gehe ihm auf den Senkel“. Er sprach weiter auf uns ein.

Wir fühlten uns stark belästigt und wussten nicht, wie wir mit der Situation umgehen sollten.

Ich bin über 40 Jahre täglich meist mit der Linie S3 aus dem Süden Hamburgs zur Arbeit gefahren, die als problematische Strecke gilt und habe während dieser Zeit nie Bettler erlebt außer zweifelhaften Musikdarbietungen mit anschließenden Geldwünschen.

Nach meinem persönlichen Empfinden nimmt die Zahl der Bettler im Moment stark zu. Ich gebe nichts, damit es nicht noch mehr werden, und ich glaube auch, dass man diesen Menschen mit ihren Drogenproblemen mittel- und langfristig durch monetäre Zuwendungen nicht hilft.

Mich würde interessieren, ob unsere Leser solche Situationen auch schon erlebt haben. Vielleicht haben Sie Tipps, wie man damit umgeht.

2 Gedanken zu „Bettler im öffentlichen Nahverkehr“

  1. Lieber Jürgen Sakuth,

    auch ich gebe den Bettlern nichts, da sie „versorgt“ sind mit Schlafplatz und Lebensmitteln, wenn sie sich an die entsprechenden Stellen wenden. Das erbettelte Geld geht in der Regel für ein Suchtmittel drauf.

    Wenn die Bettler zu aggressiv werden, was mir noch nicht passiert ist, würde ich den Notrufknopf betätigen, den es auf jedem Bahnsteig gibt.

    Herzlichen Gruß

    Helmuth Sturmhoebel

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