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Wenn Bach Bienen gezüchtet hätte

Beitrag: Sabine Ziesmer

„Wenn Bach Bienen gezüchtet hätte“

Schöner könnte sich Hamburg an diesem Freitagabend nicht präsentieren. Ein Flirren und Summen hängt in der lauen Sommerluft. Von allen Seiten strömen Menschen zum Rathausplatz in Hamburg. Unter freiem Himmel wird Chefdirigent Kent Nagano die Hamburger Opernliebhaber mit einem besonderen Geschenk überraschen, der Kantate „Carmina Burana“ von Carl Orff. Auf 3000 eigens für diesen Anlass aufgestellten Stühlen freuen sich Zuschauer aller Altersgruppen auf dieses gemeinsame Erlebnis.

Man kann den Moment magisch nennen, als Kent Nagano den Taktstock hebt, um den Streichern das Summen eines Bienenschwarms zu entlocken. Das Stück trägt den Namen „Wenn Bach Bienen gezüchtet hätte…“ und fängt die Stimmung des Abends wunderbar ein, der auf eine unerwartet stille Art Harmonie und Verbundenheit weiterträgt.  Wie in einer blauen Wabe entwickeln sich die einzigartigen Klänge des Philharmonischen Orchesters und finden Widerhall in den Stimmen des Chores der Hamburger Staatsoper und des Hamburger Knabenchors. Auch das ehrwürdige Hamburger Rathaus und die umliegenden Fleete erstrahlen in diesem Blau.

(Anmerkung: die Veranstaltung ist barrierefrei, kostenlos und sehr gut organisiert)

Fotos: Sabine Ziesmer

Ein Gedanke zu „Wenn Bach Bienen gezüchtet hätte“

  1. Da ich wegen eines anderen Termins den Abend nicht genießen konnte, freu ich mich ganz besonders über diesen schönen, bebilderten Beitrag. Ich habe bislang nur die Vorführungen des John Neumeier-Balletts an gleicher Stelle erlebt, aber das „Blaulicht“ ist noch eine Steigerung.

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