Plattdeutsche Texte

En Droom in’n Advent

Veröffentlichung: Jürgen Sakuth

Quelle: Heinrich Evers „Dat dröfft doch mal seggt warrn!“
(Balticum Verlagsgesellschaft und Werbeagentur GmbH)
Illustration: Elke Grotelüschen

Freerk Ackermann un sien Fru sitt an’n tweten Adventssünndag so recht kommodig an’n Eetdisch un lött sik dat Fröhstück goot smecken. Dat twete Adventslicht is ansteken, un in’n Klöönkasten süselt Bing Crosby vun en „White Christmas“, wat bi uns jo mehrstendeels doch nix warrt. Man sünst is allens allerbest.
Düss gode Luun will de Fru jo nu geern nütten, üm noch för’n beten mehr Geld för Wiehnachtsgeschenken to warven,
un se meen swiensplietsch to ehren Keerl:
„Ik harr di vunnacht villicht en wunnerschönen Droom, Freerk.
Ik weer in en Koophuus. Dor keem en Fee an un see to mi, ik kunn för 500 € Wiehnachtsgaven inköpen, wat jümmers ik wull. Se wörr dat för mi betahlen. Allens, wat ik för Wiehnachten noch bruken kunn, heff ik funnen un bün glücklich un tofreden mit veer vulle Inkoopsdaschen tohuus gahn. Jungedi, weer dat ’n goden Droom!“
Dor seggt de Mann: „Dat is jo man gediegen. Ik harr vunnacht ok so’n wunnerschönen Droom. Üm ganz ehrlich to sien: ik leeg mit twee heel smucke Fruenslüüd in’e Puuch. Jungedi, weer dat ’n goden Droom!“ Se: „Weer ik denn ok dorbi? Weer ik ene vun de twee Fruens?“
Dor antert Freerk Ackermann mit ’n dooteernst Gesicht:
„Wo kunnst du dat wull? Du weerst doch to’n Inköpen!“

Ein Gedanke zu „En Droom in’n Advent“

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