Aus der Region, Wissenswertes

Seeleute schätzen die besondere Atmosphäre

Beitrag: Elisabeth Hartmann

Jetzt im Herbst gehe ich wieder in meinem näheren Umkreis spazieren. Da komme ich bei der Seemanns Mission an der Großen Elbstraße 132 vorbei.

Eingang Große Elbstraße Foto © Elisabeth Hartmann

Die bietet an: „Natürlich können auch Touristen jederzeit einen Blick in den Club werfen und auf ein frisches Bier bleiben.“ Das Angebot nehme ich an. Ich bin zwar keine Touristin, aber ich wohne im selben Stadtteil: Altona-Altstadt.

Bei einer Tasse Kaffee erfahre ich von Mitarbeitern und aus schriftlichen Informationen: „Das Seemannshotel ist der Dreh- und Angelpunkt des Hauses und in erster Linie für Seeleute gedacht.“ Aber das Team nimmt auch gerne „ganz normale“ Gäste auf. Denn „eine gute Mischung tut unserm Hause gut,“ findet Fiete Sturm, der diakonische Heimleiter.

Zimmer werden auch an Nicht-Seeleute vermietet, Foto 2018 © Stephan Töller c/o DSM Hamburg Altona e.V.

Das Haus gehört zu den weltweit 33 Einrichtungen der Deutschen Seemannsmission (DSM). Betreiber sind die evangelischen Kirchen in Deutschland. Von daher heißt es im Leitbild der DSM: „Seemannsmission ist insbesondere Seelsorge.“ Weil aber Seelsorge ganzheitlich verstanden wird, gibt es hier am Hafen in Altona-Altstadt außer einer Kirche das Hotel, einen Club mit Bar und Billard und einen Garten im Hinterhof.

Die Bar, Foto 2018 © Stephan Töller c/o DSM Hamburg Altona e.V.

Der Einladung des Hausteams : „Als 24-h-Anlaufstelle für Seeleute in schwierigen Lebenslagen sind Freundlichkeit und Hilfestellung für uns eine Selbstverständlichkeit“ folgen Seeleute, die oft wochenlang auf See, weg von zu Hause sind. In der Seemanns Mission tanken sie ein bisschen Kraft oder bekommen Hilfe im für sie fremden Land.

„Die Seeleute schätzen die besondere Atmosphäre in Altona“ Bildunterschrift u.Foto aus: „Wo Seeleute ankern,Die Geschichte der Seemannsmission Hamburg Altona“ von Arnold u. Leon Ziemer , Hamburg 2019

Ich Landratte verdanke Menschen, die überwiegend in Ost-Asien oder den GUS-Staaten zu Hause sind, dass ich jeden Morgen in mein Müsli eine Banane schnitzeln oder diesen Blog hier auf meinem I-Pad schreiben kann. Auch all die kreuzfahrenden Urlauber*innen wären ohne Seeleute schlecht bedient.

Seeleute bleiben hier unsichtbar Foto: pixabay

Apropos Hotel, wer nicht weiß, wie und wo er/sie seinen/ihren auswärtigen Besuch unterbringen soll, kann ja mal in der Seemannsmission nachfragen: reception@dsm.org Tel. 040 306220

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