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Generationenwerkstatt im KörberHaus

Beitrag: Boike Jacobs

„Kommen überhaupt Jugendliche?“, frage ich mich zu Beginn des Treffens im neuen KörberHaus. Erstmals wurde zu einer Bergedorfer Generationenwerkstatt eingeladen, bei der es um ein inspirierendes Miteinander von Jung und Alt gehen sollte.  „An zwei aufeinander folgenden Workshop-Tagen erarbeiten die Teilnehmenden Projektideen für ein besseres Miteinander. Unterstützt werden sie dabei von inspirierenden Referent:innen und sogenannten Moderator:innen, die eine breite Expertise und Vernetzung in ihren Bereichen mitbringen. Im Anschluss an die Generationenwerkstatt haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihr Projekt mit Unterstützung der Körber-Stiftung in die Umsetzung zu bringen.“

Von Anfang an in intensivem Gespräch. Alle Fotos: Bente Stachowske

Ein ambitioniertes Projekt, das viel besser gelang, als ich anfangs gedacht hatte. Die Klasse 11.3 nahm mit ihrer Lehrerin geschlossen daran teil, und am Ende fragten die Jugendlichen sogar: „Warum sind nur so wenige Seniorinnen und Senioren gekommen?“

„Mehr Begegnungsräume für Jung & Alt“, hieß die Devise. Durch Impulse, Gespräche, Diskussionen und Workshops erarbeiteten die Teilnehmenden konkrete Pläne, wie das Zusammenleben in Bergedorf auf unterschiedlichen Ebenen verbessert werden kann. Per Los auf sechs Tische verteilt, wählten alle nach intensiven Diskussionen unter sechs Themen aus: Wo können Alt & Jung sich in Zukunft begegnen? Wie können wir verschiedene Kulturen zusammenbringen? Wie muss ein Begegnungsraum aussehen? Wie können Alt & Jung zum Thema „Soziale Medien“ voneinander lernen und sich gegenseitig helfen? Wo und wie können wir Kultur für alle kostenlos anbieten? Wie können wir Pflegekräfte entlasten und im Heim lebende Menschen besuchen?

Nicht Theorie, sondern Praxis war gefragt. Und es war schön zu sehen, wie intensiv diskutiert wurde. Dabei wurde jede Gruppe von einer Moderatorin oder einem Moderator unterstützt, fachliche Hinweise wurden gegeben und finanzielle Angebote gemacht. Dass da ohne Scheu generationsübergreifend geplant wurde, lag sicher auch an den auflockernden kleinen Spielen und Kurzvorträgen. Sogar während der Mahlzeiten ging der Austausch weiter – eine wirklich inspirierende Atmosphäre.

Wie weit Vorsätze bereits in die Tat umgesetzt werden konnten, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Einige „Tische“ sind jedenfalls weiterhin im Gespräch und haben konkrete Ansätze vorbereitet. Am 30. August gibt es dann zwischen 12.30 und 15.30 Uhr ein Austauschtreffen im KörberHaus, eine Projektpräsentation folgt am 30. September. Da ist zugleich Tag der Offenen Tür mit vielen Menschen, die angesprochen werden können.

Ich bin gespannt, wen ich bei diesen Treffen wiedersehen werde, und mit wem ich hoffentlich weiter arbeiten kann.

Fotos: Bente Stachowske

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