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„Kein Verkauf von Stadteigentum!“

Einfrucksvolle Forderung der Hafenarbeiter

Beitrag: Elisabeth Hartmann

Foto© Karin Desmarowitz

Der Platz war gut zu finden: Ein Konzert mit Trillerpfeifen, Sirenengeheul, Klatschen, Trommeln, Reden und Rufen wies mir den Weg durch Hafencity und Speicherstadt. An die Tausend Mann und Frau hatten sich am 21. Februar bei St. Annen versammelt, um gegen den Verkauf von großen Anteilen der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) an die Mediterranean Shipping Company (MSC), die weltweit größte Reederei, zu demonstrieren.

In einem Meer von Gewerkschaftsflaggen ging es dann lautstark bis in die Neustadt, immer wieder von einem Halt unterbrochen, um Menschen am Straßenrand und in Fenstern darüber zu informieren, wofür hier heute demonstriert wurde.

Foto: Elisabeth Hartmann

Am 14. Februar titelte die ZEIT in ihrem Newsletter Elbervertiefung: „Weg für den MSC Einstieg im Hafen ist frei.“ Das stimmt nicht ganz, der Senat hat es so beschlossen, aber die Bürgerschaft muss noch zustimmen. Und das wollen die aufgebrachten Hafenarbeiter und ihre Unterstützer*innen gerne verhindern. Wenn sie es nicht schaffen, kündigen sie an, werden sie weiterhin alle gewerkschaftlichen Mittel einsetzen, damit der Hamburger Hafen nicht privat regiert wird sondern in staatlicher Hand bleibt. Mit nur 0,9 % mehr Anteilen für Hamburg als die MSC erscheint das den Hafenbeschäftigten nicht sicher. „Unser Hafen – nicht euer Casino“ ist darum das Motto dieses Aufbegehrens.

Mit uns meinen sie nicht nur die Leute, die im Hafen arbeiten, sondern alle Bürger*innen der Stadt Hamburg.

Wir könnten gelernt haben, denn – so wurde in einer Rede erinnert – mit Privatisierung der großen Hamburger Krankenhäuser seien ja mehr schlechte als gute Erfahrungen gemacht worden.

Foto: Elisabeth Hartmann

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