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Zeichen setzen

St. Pauli demonstriert gegen Rechts

Text und Fotos: Elisabeth Hartmann

Zahlreiche Vereine, Clubs, Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Initiativen rufen zu Demonstrationen gegen Rechts auf, und 100-Tausende gehen in vielen Städten, bei jedem Wetter auf die Straße.

Auch der Fan-Club des FC St.Pauli, Ultra Sankt Pauli, ist dabei, er hatte zu Sonnabend, 3. Februar aufgerufen.

Von rund 200 Initiativen -nicht nur aus Hamburg- gab es Unterstützung, mit teilweise bedeutungsvollen Namen darunter RambaZamba, Polizeirevier Weiden, Reisegruppe Kiez oder Zeckenkombinat Braun Weiß.

Weil ich um die Ecke wohne, habe ich mich mit ein paar Nachbar*innen eingereiht. Selbstverständlich sind wir alle St.Pauli Fans. Auch ich, die nichts von Fußball versteht, habe mich gefreut, dass der FC St. Pauli gerade das Heimspiel gegen Greuther-Fürth an diesem Tag mit 3:2 gewonnen hatte.

Bei allem Ernst der Lage, es hat Spaß gemacht, mit rund 7 000 (die Polizei hat gezählt) Fußballfreunden und -freundinnen durch den Stadtteil St. Pauli zu laufen und dabei Zeichen zu setzen gegen faschistoide Gefahr in unserem Land, unserer Stadt, unserem Stadtteil.

Sportvereine halten sich in der Regel raus aus der Tagespolitik, denn Sport ist für alle da, und es soll nicht wegen unterschiedlicher politischer Meinungen zu Zank und Streit kommen oder gar Ausschlüsse nach sich ziehen. Aber: „Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen“! Darum der Aufruf und die Demo.

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