Freizeit & Reise

Deutsche Bahn – ein Irrfahrt

Beitrag: Thorsten Werner

Foto: Pixabay

Als wir dieses Jahr vom unserem Sylturlaub nach Hamburg fuhren, erlebten wir – das pure Chaos… Unser Zug fuhr laut Plan 13:07 ab Westerland Gleis 3. Wir fanden uns rechtzeitig auf dem Bahnsteig ein. Immer mehr Reisende kamen hinzu. Kurz vor Einfahrt des Zuges: „Der von Westerland nach Hamburg Altona fährt abweichend auf Gleis 2.“ Alle rannten und hetzten zum nächsten Gleis.

Endlich, der Zug kam und wir hatten eine halbwegs planmäßige Fahrt mit nur 15 Min. Verspätung. Aber dann im Bahnhof Pinneberg: „Es befinden sich Personen auf den Gleisen, der Strom wurde abgeschaltet. Bitte verlassen sie diesen Zug, da er zurück nach Westerland fährt. wie sie nach Altona weiterkommen, weis ich nicht. Die S-Bahn bringt auch nichts, sie wurde abgeschaltet.“

Ratlos verließen die Reisende den Zug. Was nun. Auf dem Bahnsteig liefen Durchsagen, dass der Strom abgeschaltet wurde und kein Zug und keine S-Bahn fährt. Beim Druck auf den SOS Knopf erfuhr man nur, das man nicht helfen könne und kein Bus – Ersatzverkehr eingerichtet wurde.

Also beschlossen wir, auf die S-Bahn zu warten. Nach 45 min. fuhren wir – zur Elbgaustraße. Von dort aus Richtung Dammtor, dann Richtung Bergedorf.

Reisedauer geplant: 5 Stunden, tatsächlich 7 Stunden.

Alle reden vom Klimaschutz, man soll vom Auto auf die Bahn umsteigen. Das funktioniert aber nur, wenn man die Alternativen zum Auto attraktiv macht. Davon ist die DB aber noch weit entfernt. Die Information der Reisenden und die Organisation nach Alternativen ist nicht ambitioniert – so kann man keine Reisenden vom wesentlich schnelleren Flieger oder dem Auto abbringen.

Hier muss dringend nachgebessert werden.

Was hast du negatives mit der DB erlebt? Findest du das noch zeitgemäß? Schreibe uns gerne in der Kommentarfunktion.

2 Gedanken zu „Deutsche Bahn – ein Irrfahrt“

  1. Wir haben vor etwa 2 Wochen Ähnliches erlebt, als wir von Bergedorf in die Hamburger Innenstadt wollten. Kein Zug fuhr. Laut Durchsage sollten wir versuchen, per Taxi, mit anderen Buslinien oder mit dem Schienenersatzverkehr(SEV) versuchen, unser Ziel zu erreichen. Die Taxifahrer wollten nur teure Touren verkaufen. Die Buslinien passten nicht und den versprochenen SEV gab es nicht. In den Hamburger Außenbezirken ist man mit den Öffentlichen aufgeschmissen, wenn eine Linie ausfällt. Wir sind nur pünktlich ins Theater gekommen, weil wir dann doch notgedrungen unser Auto genommen haben.

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  2. Also so mega dramatisch finde ich das jetzt nicht was Du erlebst hast. Und Du hast ja den Grund dafür erfahren. Da waren wohl Leute im Gleis die da nichts zu suchen hatten und um diese zu schützen wurde die Oberleitung ausgeschaltet… ich vermute mal die Personen haben da irgendwas gefährliches gemacht. Wäre es Dir liebe gewesen die Züge wären weiter gefahren bis jemand unterm Zug liegt? Selbst wenn Schienenersatzverkehr sofort geplant ist kann keiner entsprechende Busse her zaubern. Und vermutlich ging es später dann doch wieder mit den Zügen weiter, so eine Sperrung ist immer nur vorübergehend.
    Ich bin übrigens letztens erst wegen einem Blitzschlag in einen Baum der dann auf die Oberleitung fiel und diese runter riss über 3 Stunden in Freiburg hängen geblieben… da konnte gar kein Zug mehr fahren und das ganze musste mitten in der Nacht repariert werden. Ganz Freiburg waren die Hotels belegt und Taxis waren fast keine mehr zu kriegen…
    und… äh ja… mein Feierabend hat sich dann um insgesamt 4 Stunden nach hinten verschoben, das kann passieren wenn man bei der Bahn arbeitet.

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