Aus der Region

In Hamburg ist der Bär los

Tiere in der Stadt

Beitrag: Elisabeth Hartmann

Hamburg hat 1.865.565 menschliche Einwohner*innen. Und wie viele Tiere leben in dieser Stadt?

Das ist schwer auszumachen. Bekannt ist: über 105 Tausend Hunde sind registriert, Katzen und andere Lieblinge werden nicht gezählt, so genannte Nutztiere auch nicht und nicht das, was für uns Ungeziefer ist. Bei Hagenbeck gibt es rund 14.300 Tiere. Die vielen Bewohner der 38 Naturschutzgebiete Hamburgs sind unzählbar, geschweige denn die im Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer an der Elbmündung.

Aber man kümmert sich : Es gilt das Tierschutzgesetz, ein Hundegesetz regelt Freilauf, Leinen- und Maulkorbpflicht, und für die Haltung von Katzen wird empfohlen, sie nicht gedankenlos auf Gartenvögel loszulassen. Die Stadt Hamburg hat einen Schwanenvater bestellt, bei der Loki-Schmidt-Stiftung gibt es einen Bibervater, und ich habe mit Nachbarinnen eine Igelmutter-Gruppe gegründet. „Mecki“ haben wir unser scheues Wildtier genannt. Er oder sie versorgt sich nun regelmäßig abends oder nachts in dem Futterhäuschen, das wir geschützt unter einer Bank aufgestellt haben.

Vogelfreunde *innen füttern ihre Lieblinge, Taubenfans verschleudern ihr letztes Brot an gurrende Haufen. Leider werden auch immer noch Enten und Gänse auf den Gewässern der Stadt mit Brotresten gelockt, obwohl solches Futter für die Tiere überhaupt nicht gesund ist und das Wasser verdreckt. Es gibt Hinweise zum Schutz von wandernden Kröten und Straßentunnel, damit Tiere nicht überfahren werden. Und dann ist da ein Straßenschild, das nur einmal im Jahr aufgestellt wird.

Lebendige Löwen bitte nicht anfassen! Eisen-Löwen aber schon, wenn man eingelassen werden wollte.

Das Wesen unten links ist kein Tier, sondern ein Virus, das auch Hamburg heimgesucht hatte und uns allen noch in nicht so guter Erinnerung ist. Mindestens genauso hübsch, aber nicht ganz so gefährlich, sind der Frosch und die Quallen im Tropenhaus bei Hagenbeck.

Ausgebüxt von der Pelztierzucht, und nun empfinden einige Menschen den Nutria als Plage. Und: herzliche Begegnung trotz Leinenpflicht.

Dann sind da die vielen, vielen Insekten, dazu hier eine Hummel im Stadtpark und eine Spinne am seidenen Faden. Allerdings sind Spinnen keine Insekten sondern Spinnentiere. Sie haben 8 und Insekten nur 6 Beine. Und was sind dann Tausendfüßler?

Tierbilder in einem Schaufenster und an Wänden der Stadt:

Wilhelm Busch stellte im 19. Jahrhundert die Behauptung auf, dass es gewisse Landtiere in die Stadt geschafft hätten.

aus dem Tieralphabet Buchstabe S

Auch in die Literatur ist das Leben von Tieren in der Stadt eingegangen.

aus: Amerikanisches Lesebuch, Serie Piper 1992

Und welche Tiere beobachten, füttern, streicheln, kraulen, schützen, fotografieren oder beschreiben Sie, liebe Leserin und lieber Leser?

Viel Freude dabei!

Fotos: Elisabeth Hartmann

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