Ein neuer Blick auf interagierende Galaxien
Beitrag: Thorsten Werner
Das James-Webb-Weltraumteleskop hat wieder einmal atemberaubende neue Bilder geliefert, die unser Verständnis des Universums erweitern. Dieses Mal richtet sich der Blick auf ein Paar miteinander verschlungener Galaxien, die von den Astronomen liebevoll „Pinguin“ und „Ei“ getauft wurden. Unten sehen Sie eines dieser Bilder.

Credits: Image: NASA, ESA, CSA, STScI
Ein kosmischer Tango
Diese beiden Galaxien sind in einem kosmischen Tanz miteinander verbunden. Sie ziehen sich gegenseitig an und verformen sich dabei. In den Aufnahmen des Webb-Teleskops können wir deutlich sehen, wie sich die Galaxien gegenseitig beeinflussen. Das „Ei“ ist dabei etwas kleiner und scheint vom „Pinguin“ förmlich verschlungen zu werden.
Webb zeigt neue Details
Dank der leistungsstarken Infrarotkameras des Webb-Teleskops können wir in diesen Galaxien viel tiefer blicken als je zuvor. Wir sehen riesige Staubwolken, in denen neue Sterne entstehen, und können die Bewegungen von Gas und Sternen innerhalb der Galaxien verfolgen.
Was bedeutet das für uns?
Die Beobachtung solcher interagierender Galaxien ist für Astronomen von großer Bedeutung. Sie hilft uns dabei, die Entstehung und Entwicklung von Galaxien besser zu verstehen. Außerdem können wir aus diesen Beobachtungen Rückschlüsse auf die Zukunft unserer eigenen Milchstraße ziehen, die in einigen Milliarden Jahren mit der Andromeda-Galaxie kollidieren wird.
Ein Fest für die Augen
Die neuen Bilder des Webb-Teleskops sind nicht nur wissenschaftlich wertvoll, sondern auch eine wahre Augenweide. Sie erinnern uns daran, wie faszinierend und vielfältig unser Universum ist.
Quellen: https://webbtelescope.org/contents/news-releases/2024/news-2024-124