
Beitrag: Elisabeth Hartmann
Auf dem Kalender haben wir schon Frühling. Da wird es Zeit, auch hier die Blume des Jahres vorzustellen. Sie wird jedes Jahr von der Loki Schmidt Stiftung kreiert. Eine Anlaufstelle dieser Stiftung ist um die Ecke: das Dünenhaus in der Boberger Niederung. Dort können Sie sich einen Veranstaltungskalender für 2024 besorgen oder unter http://www.loki-schmidt-stiftung.de herunterladen .
Für 2024 ist es die Grasnelke. Aus grasartigen Blättern erhebt sich bis zur Blütezeit (Mai -Oktober) ein höchstens 30 cm langer Stiel. Darauf schwankt dann eine pinkfarbene Bütenkugel. Die Blüten werden von einem Blätterkörbchen gehalten. Man könnte die Grasnelke mit dem Schnittlauch verwechseln, aber da haben die einzelnen Blüten sechs, bei der Grasnelke dagegen sind es jeweils nur fünf Kron- und Staubblätter. Auch das Sandglöckchen hat Ähnlichkeit ist jedoch ziemlich blau.

Die Grasnelke wächst an der See auf Salzwiesen und in Dünentälern, im Binnenland auf Magerrasen und am Weges- oder Straßenrand. In der Stadt schmückt sie Dachbegrünungen. Überall ist sie eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten.




Leider gehen die Bestände der Grasnelke zurück, sodass sie auf der Vorwarnliste gefährdeter Arten steht. Hauptursache für diesen Rückgang ist Überdüngung. Weil an Straßenrändern nicht gedüngt wird und hin und wieder Salz zum Tauen gestreut wird, gedeihen dort gerne Blumen, die Magerrasen brauchen und denen Streusalz nichts ausmacht. Halten Sie doch mal bei einer sommerlichen Radtour dort Ausschau nach der Grasnelke. Aber bitte nicht pflücken, denn sie steht unter Naturschutz!

©Fotos oben im Viererpack von links nach rechts: Angelica Jerzewski, Udo Steinhäuser, Axel Jahn und Hermann Timmann
Text- und Bilderquelle: Broschüre der Loki Schmidt Stiftung zur Blume des Jahres 2024, diese bekommen Sie gegen eine Gebühr von 4 € bei der Stiftung.