Schick, aber wo ist die Bank?
Beitrag und Fotos: Thorsten Werner
Moin, Moin! Gestern war es so weit: Ich wollte das brandneue Westfield Hamburg-Überseequartier erkunden. Und, mal ehrlich: Vergesst, was ihr über Shopping-Center wisst. Das Westfield ist ein Erlebnis, das Licht und Schatten hat.

Architektur-Wahnsinn und Orientierungs-Challenge
Schon der erste Eindruck ist spektakulär. Die Architektur mit den schicken, roten Backsteinen passt perfekt zum Hafen. Ich stand da und habe erstmal nur hochgeschaut. Das wabenförmige, an die Architektur Gaudis erinnernde Glasdach ist einfach schön. Man fühlt sich nicht wie in einem Center, sondern wie in einem eleganten, wettergeschützten Boulevard.
Aber mit der Schönheit kommt die Komplexität. Die Wegeführung ist nicht immer logisch, und die Informationstafeln helfen leider nicht viel weiter. Ich bin gefühlt dreimal an derselben Ecke vorbeigekommen, bis ich endlich das Kino oder den Ausgang gefunden habe. Das ist definitiv eine Herausforderung.
Pause dringend gesucht!

Mein größter Kritikpunkt, und das ist typisch für lange Shopping-Trips: Es fehlen Sitzgelegenheiten! Sie sind nur in der untersten Ebene zahlreich vorhanden, aber leider schnell besetzt! Sonst findet man kaum eine Bank, kaum eine ruhige Ecke, in der man sich mal fünf Minuten hinsetzen und die Taschen abstellen kann. Ich war wirklich k.o. von der ganzen Lauferei und dem Suchen.
Mein kulinarischer Moment: Nudel-Bowl und die Food-Meile
Um zum Essen zu gelangen, fuhr ich erstmal eine Rolltreppe hoch. Dort befindet sich ein großer Bereich mit einer riesigen Auswahl an Restaurants – dort habe ich meine große, frische Bowl mit Nudeln gegessen. Ein perfekter Energieschub!
Allerdings muss ich sagen, dass dieser Restaurant-Raum, in dem so viele verschiedene Lokale nebeneinander liegen, nicht gerade gemütlich war. Es war laut und wirkte eher wie eine funktionale Food-Meile als ein Ort, an dem man länger verweilen möchte.
Kleiner Tipp für Kinogänger: Wenn man von dieser Food-Etage aus noch ein Stockwerk höher fährt, landet man direkt im Kinopolis.
Der Hafen ruft: Elbe und LEGO-Giraffe
Das wirklich Einzigartige am Westfield ist natürlich seine Nachbarschaft. Wenn man genug vom Shopping hat, geht man einfach raus und wird mit Hamburg pur belohnt. Ich habe kurz auf der Promenade Halt gemacht und den Blick auf die Elbe, die Kräne und die Containerschiffe genossen.


Die bunte LEGO-Giraffe, die so skurril vor dem Eingang steht, ist der perfekte Kontrast zur modernen Umgebung und hat mich zum Schmunzeln gebracht.
Mein Fazit
Das Westfield Hamburg-Überseequartier ist ein Muss für alle Architektur- und Shopping-Fans. Es ist modern, schick und die Hafen-Atmosphäre ist unschlagbar. Aber packt bequeme Schuhe ein, nehmt euch extra Zeit fürs Orientieren und wählt euch in einem der zahlreichen Restaurants ein leckeres Gericht aus. Achtung: Barzahlung ist leider nicht überall möglich!
Warst du auch schon im Westfield? Erzähl mir von deinen Erfahrungen! Hast du dich auch verlaufen oder die Sitzplätze vermisst?