Wissenswertes

Freitag, der 13.: Warum wir bei dieser Kombi Herzklopfen bekommen

Beitrag: Thorsten Werner

Bild: Thorsten Werner (KI generiert)

Puh, schon wieder Freitag, der 13.? Für viele ist das ein Tag, an dem man lieber im Bett bleiben, schwarze Katzen meiden und auf keinen Fall unter einer Leiter durchgehen sollte. Aber warum eigentlich? Ist dieser Tag wirklich vom Pech verfolgt, oder ist das alles nur Aberglaube? Und apropos Unglückszahlen: Ist die 13 die einzige, die uns das Gruseln lehrt?

Freitag, der 13.: Ein doppelter Schlag des Unglücks?

Die Furcht vor dem Freitag, dem 13. – auch bekannt als Paraskavedekatriaphobie (was für ein ein Zungenbrecher!) – ist erstaunlich weit verbreitet. Aber woher kommt diese seltsame Kombination, die uns kalte Schauer über den Rücken jagt?

  • Die 13: Die Zahl 13 hat eine lange und unrühmliche Geschichte als Unglücksbringerin. Ein paar Beispiele:
    • Das letzte Abendmahl: Bei diesem berühmten Mahl saßen 13 Personen am Tisch: Jesus und seine zwölf Jünger. Der 13. Anwesende, Judas Iskariot, war der Verräter.
    • Nordische Mythologie: In der nordischen Mythologie gab es ein Bankett mit 12 Göttern. Als der 13. Gast, Loki (der Gott des Schabernacks und des Bösen), ungebeten auftauchte, führte dies zum Tod des beliebten Gottes Balder. Dies läutete das Ragnarök (die Götterdämmerung) ein.
    • Templer-Verhaftung: Am Freitag, dem 13. Oktober 1307, auf Befehl des französischen Königs Philipp IV. wurden zahlreiche Templer verhaftet. Dabei wurden viele von ihnen gefoltert und hingerichtet.
  • Der Freitag: Schon immer ein bisschen unheimlich? Auch der Freitag hat seine eigene dunkle Seite:
    • Karfreitag: Im Christentum ist der Freitag der Tag, an dem Jesus gekreuzigt wurde. Ein Tag der Trauer und des Leidens.
    • Tag der Hexenprozesse: Im Mittelalter und der frühen Neuzeit galten Freitage oft als geeignete Tage für Hexenprozesse und Hinrichtungen.

Andere Länder, andere Unglückszahlen?

Während wir uns vor der 13 in Acht nehmen, haben andere Kulturen ganz eigene Sorgen, was bestimmte Zahlen angeht. Hier ein kleiner Überblick:

  • Die 4 in Asien (Tetraphobie): In vielen ostasiatischen Ländern, insbesondere in China, Japan und Korea, ist die Zahl 4 ein absoluter Pechvogel. Das liegt daran, dass das Wort für „vier“ in diesen Sprachen oft sehr ähnlich klingt wie das Wort für „Tod“. Manchmal gehen Hotels, Krankenhäuser und sogar Wohnhäuser so weit, dass sie keine 4. Etage oder Zimmernummer 4 haben. Da wird dann direkt von der 3. zur 5. Etage gesprungen – einfach, um dem Unglück aus dem Weg zu gehen!
  • Die 17 in Italien (Diciasettismo): Wenn du in Italien bist und jemand nervös wird, wenn die Zahl 17 auftaucht, dann hat das einen Grund. Geschrieben als römische Ziffern (XVII) kann man sie neu anordnen, um das Wort „VIXI“ zu bilden, was im Lateinischen „Ich habe gelebt“ bedeutet – ein Euphemismus (Verschleierung) für „Ich bin tot“. Besonders gefürchtet ist der Freitag, der 17. – das italienische Äquivalent zu unserem Freitag, dem 13.!
  • Die 666 – die Zahl des Biestes: Sie ist biblisch als die „Zahl des Biestes“ oder des Teufels bekannt, hat im Popkultur-Bereich eine feste Stellung als Symbol des Bösen.

Alles nur Aberglaube?

Am Ende des Tages ist der Freitag, der 13. (oder jede andere Unglückszahl), vor allem eines: ein faszinierendes Beispiel für menschlichen Aberglauben und die Macht der Psychologie.
Studien zeigen, dass es an Freitagen, die auf den 13. fallen, statistisch nicht mehr Unfälle oder Unglücke gibt als an anderen Tagen.
Vielleicht ist es eher die Erwartung des Pechs, die uns vorsichtiger oder ungeschickter macht?

Egal, ob Sie dem Aberglauben verfallen oder darüber lachen: Es ist doch spannend zu sehen, wie Zahlen und Tage unsere Wahrnehmung beeinflussen können.

Also, beim nächsten Freitag, dem 13., entscheiden Sie selbst: Bleiben Sie vorsichtshalber im Bett, oder gehen Sie mutig raus und trotzen dem vermeintlichen Unglück? Vielleicht bringt Ihnen ja gerade die Bananenschale Glück! 😉

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